Waiblingen

Wo kann Waiblingen Flüchtlinge unterbringen? Sondersitzung des Gemeinderats

BBW Sporthalle Flüchtölingsunterkunft
Die BBW-Halle in Waiblingen dient zurzeit als Ankunftszentrum für geflüchtete Menschen aus der Ukraine. © Alexandra Palmizi

Vom heutigen Montag, (4. April) an können Flüchtlinge aus der Ukraine in der als Ankunftszentrum des Rems-Murr-Kreises eingerichteten Sporthalle des Berufsbildungswerks Waiblingen einziehen. Dort sollen sie nur wenige Tage bleiben, sondern rasch in die Städte und Gemeinden des Rems-Murr-Kreises verteilt werden. Die privaten Unterkünfte, die zur Verfügung stehen, könnten bald knapp werden. Der Stadt Waiblingen wurden 40 Wohnungen angeboten, die zum Teil aber auch schon besetzt sind. In der BBW-Sporthalle ist Platz für knapp 100 Menschen. Bisher ist die Halle nicht belegt. Stand Montag (4.4.) um 12.30 Uhr ist dies für diesen Tag auch nicht zu erwarten, teilt die Pressestelle des Rems-Murr-Kreises mit.

In der Annahme, dass diese Kapazitäten nicht lange reichen werden, wenn mehr Flüchtlinge in den Rems-Murr-Kreis kommen, als es bisher der Fall war, sorgt die Stadt Waiblingen vor. Als Standorte für Container wurden städtische Flächen beim Sportgelände in Hegnach sowie im Gewerbegebiet in Beinstein ausgewählt. Nun ist bei der Beschaffung der Systembauten Eile angesagt.

Prognosen sind schwierig

Da für die rasche Vergabe der Lieferung von Wohncontainern eine Beschlussfassung des Gemeinderats notwendig ist, hat die Stadt eine zusätzliche öffentliche Sitzung des Gemeinderats am Dienstag, 5. April 2022, um 19 Uhr im Bürgerzentrum Waiblingen anberaumt. Am 5. April 2022 findet um 17 Uhr die Sitzung des Ausschusses für Planung, Technik und Umwelt statt. Diese Ausschusssitzung wird um 19 Uhr für die Sitzung des Gemeinderats unterbrochen und anschließend fortgesetzt.

Eine Prognose und ein Ausblick sind schwierig. Die Zahlen könnten aber laut dem Land Baden-Württemberg bald höher sein als während der Flüchtlingskrise 2015/16. Falls private Unterkünfte und Systembauten dann nicht mehr ausreichen, hält Waiblingen auch noch eine städtische Halle vor, die derzeit noch nicht öffentlich genannt wird. Derweil sucht das Landratsamt im engen Austausch mit den Städten und Gemeinden längerfristige, private Unterkünfte für Geflüchtete aus der Ukraine. „Die Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger ist dabei überwältigend.“, sagt Landrat Richard Sigel. „Wir haben in allen Städten und Gemeinden eine hohe Bereitschaft, Menschen unterzubringen, und überall gibt es Listen mit angebotenen Wohnungen.“

Rückläufe bei Privatwohnungen

Allerdings gibt es auch schon einige Rückläufe: Nach einiger Zeit haben Wohnungseigentümer festgestellt, dass es auf Dauer nicht einfach ist, mit fremden Menschen Bad und Kühlschrank zu teilen. Der Landrat rät daher den Anbietern von Wohnungen, vorab zu überlegen, ob die angebotene Lösung auch auf Dauer tragfähig ist.

Niemand weiß, wie lange der Krieg in der Ukraine dauern wird. Der Landkreis richtet sich daher darauf ein, dass die Menschen länger bleiben werden, auch wenn viele schnell zurück in die Heimat möchten. Ein besonderer Fokus der Flüchtlingsarbeit liege daher im Integrationsmanagement. Das Netzwerk arbeite mit der IHK, der Arbeitsagentur, dem Jobcenter, den Volkshochschulen, der Handwerkskammer, dem Staatlichen Schulamt, den vielen Ehrenamtskreisen und Integrationsmanagern in den Städten und Gemeinden an Sprachkursen, Jobvermittlung, Schul- und Kita-Plätzen.

Vom heutigen Montag, (4. April) an können Flüchtlinge aus der Ukraine in der als Ankunftszentrum des Rems-Murr-Kreises eingerichteten Sporthalle des Berufsbildungswerks Waiblingen einziehen. Dort sollen sie nur wenige Tage bleiben, sondern rasch in die Städte und Gemeinden des Rems-Murr-Kreises verteilt werden. Die privaten Unterkünfte, die zur Verfügung stehen, könnten bald knapp werden. Der Stadt Waiblingen wurden 40 Wohnungen angeboten, die zum Teil aber auch schon besetzt sind. In der

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