Waiblingen

Wohnbaupläne für Flüchtlingsheime: Manches tut richtig weh

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Weil der Ratssaal für die vielen Zuhörer zu klein gewesen wäre, wich der Gemeinderat ins Bürgerzentrum aus. Mobilisiert hat die Bürger die Flächensuche der Stadt. © Steinemann / ZVW

Waiblingen. Wohl kaum ein Thema hat die Waiblinger derart mobilisiert wie die Suche nach Grundstücken für den Bau von Flüchtlingsheimen und sozialem Wohnungsbau. Vor mehr als 200 Zuhörern hat der Gemeinderat am Donnerstagabend im Bürgerzentrum der vertieften Untersuchung ausgewählter Areale in der ganzen Stadt zugestimmt. Nur eine Wiese am Rande des Galgenbergs wird aus Gründen des Naturschutzes nicht weiter untersucht.

Nach zahlreichen Diskussionsrunden im Gemeinderat und in den Ortschaftsräten steht nun fest, welche Flächen für den Bau von Flüchtlingsheimen und Sozialwohnungen in die nächste Runde kommen. Ein Baubeschluss ist damit noch nicht verbunden - das betonten Oberbürgermeister Andreas Hesky und die Sprecher der Fraktionen. Untersucht werden auch mögliche Wohnflächen und Arrondierungen für den Flächennutzungsplan. Denn schon jetzt fehlen viele Wohnungen, und die Bevölkerung nimmt zu, wie Oberbürgermeister Andreas Hesky im Bürgerzentrum nochmals ausführte. Zudem muss die Stadt damit rechnen, für rund 720 Flüchtlinge, die im Moment in Gemeinschaftsunterkünften leben, Wohnungen zur Verfügung stellen zu müssen. Sporthallen und Container müssten endlich geräumt werden.

Doch der Widerstand ist teilweise groß, das hat sich auch im Bürgerzentrum gezeigt. Wie berichtet, sind bei den von der Stadt vorgeschlagenen Flächen auch solche im Spiel, deren Bebauung vielen richtig wehtun würde. Der Spielplatz in Waiblingen-Süd beispielsweise, für den sich Anrainer Christian Reichert starkmachte und der auch auf Antrag der CDU von der Liste gestrichen werden soll. Ohne Erfolg. Am Ende hat die Mehrheit des Gemeinderats alle Flächen abgesegnet bis auf ein 16,4 Ar großes städtisches Grundstück am Rande des Galgenbergs, auf dem sich die Stadtverwaltung den Bau von Sozialwohnungen vorstellen konnte.

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