Waiblingen

"Wunderbare Situation": Sebastian Wolf wird als Amtsverweser OB in Waiblingen

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Stadtrat Siegfried Bubeck gratuliert dem neuen OB Sebastian Wolf und seiner Frau Tanja nach der Bestellung zm Amtsverweser durch den Gemeinderat. © Kölbl

Nun ist es offiziell: Der gewählte Oberbürgermeister Sebastian Wolf wird zum 1. Mai sein Amt als Amtsverweser antreten. Der Gemeinderat hat ihn am Mittwoch rechtskräftig dazu bestellt – mit einstimmigem Beschluss. Die aus seiner Sicht wenig aussichtsreiche Klage gegen die Wahl wertete Erster Bürgermeister Ian Schölzel als Ausdruck „mangelnder Wertschätzung“ gegenüber der demokratischen Wählerentscheidung.

Mit einer eigenen, optimistischen Interpretation der Vorgänge überraschte der künftige OB: Er befinde sich in einer „wunderbaren Situation“. Denn bei der Wahl habe ihm die Bevölkerung, jetzt auch noch der Gemeinderat sein Vertrauen ausgesprochen. Vorläufig Amtsverweser ohne Stimmrecht, dafür aber mit allen anderen Rechten eines OB zu sein, finde er „nicht so schlimm“.

Siegfried Bubeck: "Demokratisches Werkzeug akzeptieren"

„Wir haben das Glück, in einer Demokratie zu leben“, sagte Stadtrat Siegfried Bubeck als ehrenamtlicher Bürgermeister-Stellvertreter an die Adresse der Einsprechenden und des Klägers. Dazu gehöre, das demokratische Werkzeug zu akzeptieren. Unter anderem hatte Thomas Hornauer Einspruch erhoben. Der Gemeinderat freue sich, mit dem OB zahlreiche neue Aufgaben anzupacken und vertrauensvoll wie konstruktiv zusammenzuarbeiten.

Ian Schölzel: Klage wird sich als nichtig erweisen

Für zwei Jahre ist Sebastian Wolf nun zum Amtsverweser bestellt. Die Bestellung läuft ab, sobald das Verwaltungsgericht Stuttgart rechtskräftig über die Klage entschieden hat. Sie werde sich mit „sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ als nichtig erweisen, sagte Ian Schölzel. Bekanntlich sah auch das Regierungspräsidium keinen Anlass zur Beanstandung. Dennoch werden bis zur offiziellen Amtseinsetzung Monate vergehen - oder wie im Fall des Kernener Bürgermeisters Benedikt Paulowitsch Jahre.

Sebastian Wolf: "Musste Frotzeleien ertragen"

Amtsverweser – das Wort sei nicht die schönste Kreation des Amtsdeutschen, meint Wolf. „Im Freundeskreis musste ich schon viele Frotzeleien ertragen deswegen.“ Tatsächlich sichere die Funktion die Handlungsfähigkeit der Kommunen, die in schwierigen Zeiten als Stabilitätsfaktoren gefragt seien.

Nun ist es offiziell: Der gewählte Oberbürgermeister Sebastian Wolf wird zum 1. Mai sein Amt als Amtsverweser antreten. Der Gemeinderat hat ihn am Mittwoch rechtskräftig dazu bestellt – mit einstimmigem Beschluss. Die aus seiner Sicht wenig aussichtsreiche Klage gegen die Wahl wertete Erster Bürgermeister Ian Schölzel als Ausdruck „mangelnder Wertschätzung“ gegenüber der demokratischen Wählerentscheidung.

Mit einer eigenen, optimistischen Interpretation der Vorgänge überraschte der

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