Waiblingen

Yvans Mörder kommt vorerst nicht frei

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Gedenkstein am Tatort in Rommelshausen. Foto: Schneider © Gaby Schneider

Kernen/Stuttgart.
Der Haupttäter im Mordfall Yvan Schneider kommt vorerst nicht auf freien Fuß. Zwar wehrte sich der inzwischen 29-Jährige erfolgreich gegen seine Unterbringung in der Psychiatrie im Anschluss an seine zehnjährige Jugendstrafe. Diese hatten die Richter bei ihrem Urteil im Jahr 2008 angeordnet. Wie die «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten» (Samstag) berichteten, kommt der Haupttäter im sogenannten «Zementmord-Fall» jedoch nicht frei, obwohl das Landgericht Karlsruhe die Unterbringung dieser Tage als erledigt erklärte – das hatte der Verurteilte beantragt. Denn es stehen noch zwei weitere Gerichtsentscheidungen aus. Zum einen hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart sofort Beschwerde gegen die Entscheidung eingelegt, wie ein Sprecher bestätigte. Diese habe eine aufschiebende Wirkung. Das Oberlandesgericht Karlsruhe muss sich nun erneut damit befassen, ob der 29-Jährige in einer Klinik untergebracht werden soll. Solange bleibt er vorläufig dort.

Zum anderen wäre er auch ohne den Erfolg am Landgericht Karlsruhe vorerst nicht auf freien Fuß gekommen, da die Staatsanwaltschaft auch noch einen Antrag auf anschließende Sicherungsverwahrung gestellt hat. «Bis darüber entschieden ist, ist er einstweilig untergebracht», erläutert ein Sprecher der Ermittlungsbehörde.

Der heute 29-Jährige hatte 2007 den 19-jährigen Gymnasiasten zusammen mit Komplizen in einen Hinterhalt gelockt und auf einem Feldweg bei Kernen-Rommelshausen (Rems-Murr-Kreis) erschlagen und die Leiche zerstückelt, in Teilen in Blumenkübel einbetoniert und im Neckar versenkt.