Waiblingen

Zeitreise durch Waiblingen: Welches Dach wird hier abgedeckt?

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Was war das für ein Gebäude und was steht heute an seiner Stelle? © Schwarzmaier

Waiblingen. Die Fronackerstraße und den Postplatz haben die meisten Teilnehmer bei unserer „Zeitreise“ in deren ersten beiden Folgen bereits erkannt. Ebenso vertraut wäre den Zeitreisenden auch diese Ecke der Stadt – hätte sie sich nicht ebenfalls komplett verändert. Wo stand dieses im Abriss befindliche Gebäude mit der Litfaßsäule davor?

Ein Platz in Waiblingen, damals benannt nach einem stattlichen Gebäude. Dessen Dach wird abgedeckt, das Innere wurde offenbar entkernt. Davor steht eine Litfaßsäule. Heutige Waiblinger, per Zeitmaschine in die fünfziger Jahre versetzt, könnten sich bei diesem Anblick glatt verlaufen. Zugegeben, einmal umgedreht hätten sie die Orientierung bald wieder – aber den Gefallen wollen wir den Teilnehmern des Stadtansichten-Rätsels (noch) nicht machen. Gesucht werden wieder Anekdoten und Erinnerungen an diesen verschwundenen Ort, an das Abbruchgebäude ebenso wie an jenes, das an diese Stelle gesetzt wurde.

Für ein lebendiges Bild aus der Zeit von Abriss und Neubau

Bei den ersten „Zeitreise“-Ausflügen an den Postplatz vor dem Bau der Querspange und in die Fronackerstraße, bevor der Verkehr sie beherrschte, schickten zahlreiche Leser liebevolle und ausführliche Beiträge, wofür wir bei dieser Gelegenheit von Herzen danken. Und – der Dank ist die stärkste Form der Bitte – wir hoffen auch diesmal wieder auf tolle Rückmeldungen, damit ein möglichst lebendiges Bild der Zeit entsteht, in der dieses Foto entstand.

Ausstellung im Haus der Stadtgeschichte

Wer durch die „Zeitreise“-Bilder Appetit bekommen hat auf Hintergrundwissen über die das Stadtbild prägenden Veränderungen Waiblingens in den Sechzigern und Siebzigern, hat bei der aktuellen Ausstellung im Haus der Stadtgeschichte die ideale Gelegenheit dazu.

Sie behandelt unter anderem den Bau der Querspange, für welche genau die Ladenzeile abgerissen wurde, die auf dem Foto der ersten Folge zu sehen war. Ein Artikel aus der Waiblinger Kreiszeitung von 1969 zählt die Läden auf, die in die Neubauten einzogen: Coop-Supermarkt, Sparkasse, Modehaus Breitling, Modehaus Kässer, Reisebüro Hapag-Lloyd, Schuhhaus Steng, Buch-Stehn, Juwelier Scharf, Central-Apotheke und Café Göltenbodt (Café Waldhorn). Die Geschäfte aus besagter Ladenzeile sind also in die Querspange umgezogen.

Generationenkonflikt im Café

Aus dem gleichen Jahr stammt ein Zeitungsartikel, der den Generationenkonflikt jener Jahre erahnen lässt: Jugendliche wehren sich, sie würden im Café diskriminiert. Der Betreiber hält dagegen, die jungen Leute blockierten in großer Zahl die Plätze und bestellten dabei so gut wie nichts. Überschrieben ist der Artikel mit der Aussage „Wir sind kein Beat-Schuppen“. Das damalige Waldhorn ist auch heute noch beziehungsweise wieder ein Lokal: Die Rede ist von den Räumen des CBC. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll in jenen wilden Zeiten von Rock und Rebellion vor dem Lokal einer braune Kügelchen als „Roh-Opium“ angepriesen haben. Tatsächlich handelte es sich um getrocknete „Hasenböbbl“.

Wer kann etwas zu diesem Bild erzählen?

So funktioniert unsere „Zeitreise Waiblingen“: Wir zeigen ein historisches Bild und lassen Sie erst einmal rätseln.

Erkennen Sie diesen Ort? Dann freuen wir uns auf Erinnerungen und Anekdoten, die Sie damit verbinden. Vielleicht erkennt ja sogar jemand auf dem Foto abgebildete Personen. Schicken Sie uns Namen und Erinnerungen per Kommentar, per E-Mail an waiblingen@zvw.de, per Post an WKZ Lokalredaktion, Albrecht-Villinger-Straße 10, 71332 Waiblingen, per Fax an 0 71 51/566-402.