Waiblingen

Zipfelbach in Bittenfeld: Renaturierung erst ab Herbst 2023 - wegen der Tiere

Zipfelbach
Der Zipfelbach in Bittenfeld soll renaturiert werden – allerdings verzögert sich die Maßnahme etwas. © ZVW/Benjamin Büttner

Die Renaturierung des Zipfelbachs in Bittenfeld im Bereich des Wehrs bei der Rienzhofer Mühle verzögert sich. Noch im November 2021 rechnete Ortsvorsteherin Veronika Franco Olias damit, dass die Maßnahme voraussichtlich im Sommer 2022 begonnen werden kann. Nun sollen die Arbeiten erst im Spätherbst losgehen.

„Derzeit ziehen allerlei Tierarten ihren Nachwuchs groß“

Veronika Franco Olias und Thorge Semder, Leiter der Abteilung Grünflächen und Friedhöfe bei der Stadt Waiblingen, begründen dies damit, dass im Herbst und Winter die Natur weniger gestört wird. „Derzeit ziehen allerlei Tierarten ihren Nachwuchs groß. Da wäre das Anrollen der Bagger und anderer Baumaschinen ein eher schlechter Zeitpunkt.“

Stadt: Relativ geringer Eingriff in die Natur

Geplant ist derzeit, die Renaturierungsarbeiten über den Sommer auszuschreiben. Mit den Arbeiten soll wieder ein durchgängiges Gewässer hergestellt werden. Dies entspricht letztlich den Vorgaben der europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Was noch fehlt, ist die wasserrechtliche Genehmigung des Landratsamts des Rems-Murr-Kreises. Diese liegt laut der Stadt Waiblingen noch nicht vor, da derzeit der landschaftspflegerische Fachbeitrag ausgearbeitet und dem Landratsamt dann zugesendet wird. „Dieser ist erforderlich, auch wenn es sich um einen relativ geringen Eingriff in die Natur handelt“, betonen Veronika Franco Olias und Thorge Semder. Und natürlich müsse der landschaftspflegerische Fachbeitrag in die Abwägung einfließen. Relativ gering sei der Eingriff deshalb, weil ein vergleichsweise kurzer Gewässerabschnitt hergestellt werden muss. Die Arbeiten sollen im Oktober respektive November beginnen und im Frühjahr 2023 beendet sein.

Kosten für Renaturierung des Zipfelbachs liegen bei 290.000 Euro

Bei den Kosten war bereits 2021 von 290.000 Euro die Rede – und daran soll sich nach Angaben der Ortsvorsteherin und des Leiters der Abteilung Grünflächen und Friedhöfe auch nichts ändern. „Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Kostenrahmen eingehalten werden kann.“

Dass die Renaturierung sich nicht nachteilig auf die Hochwassergefahrenlage für Bittenfeld auswirkt, wurde übrigens bereits vergangenes Jahr untersucht. Mit einem 3-D-Modell und einer Computersimulation wurde überprüft, ob und wo der Zipfelbach für Überschwemmungen sorgen könnte. Dabei zeigte sich laut der Ortsvorsteherin, dass sich am Zipfelbach durch die geplante Maßnahme in puncto Hochwassergefahr nichts verschlechtern wird.

Die Renaturierung des Zipfelbachs in Bittenfeld im Bereich des Wehrs bei der Rienzhofer Mühle verzögert sich. Noch im November 2021 rechnete Ortsvorsteherin Veronika Franco Olias damit, dass die Maßnahme voraussichtlich im Sommer 2022 begonnen werden kann. Nun sollen die Arbeiten erst im Spätherbst losgehen.

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„Derzeit ziehen allerlei Tierarten ihren Nachwuchs groß“

Veronika Franco Olias und Thorge Semder, Leiter der Abteilung Grünflächen und Friedhöfe bei der Stadt

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