Weinstadt

14 Enkel und sechs Urenkel: Ehepaar Feist aus Weinstadt feiert Eiserne Hochzeit

EH Feist
Herbert Feist (89) und Maria Feist (86) aus Großheppach sind seit 65 Jahren verheiratet. © Gabriel Habermann

65 Jahre haben Maria und Herbert Feist miteinander verbracht, die längste Zeit davon in Großheppach. Diese Woche haben sie einiges zu feiern: ihre Eiserne Hochzeit am Dienstag, 30. August, und Maria Feists 87. Geburtstag nur einen Tag später.

Dieses Doppeljubiläum hat bei dem Ehepaar Tradition: An ihrem 22. Geburtstag hat Maria Feist ihrem Mann vor dem Altar das Ja-Wort gegeben - nur einen Tag nach ihrer standesamtlichen Trauung. Eine größere Feier soll es aber erst im September geben: Dann will das Ehepaar im Kreis seiner inzwischen großen Familie angemessen das Jubiläum begehen.

1974 sind sie nach Großheppach gezogen

Als sie sich kennengelernt haben, waren beide noch blutjung: Herbert Feist 18 Jahre, Maria Feist gerade 15. Beide engagierten sich in der katholischen Jugend. So trafen 1950 eine junge Volkstänzerin und der Leiter der Ministrantengruppe aufeinander und verliebten sich. Ob sie sich es damals schon vorstellen konnten, dass sie 65 Jahre später immer noch füreinander da sein würden?

Bereits bei der Diamantenen Hochzeit des Großheppacher Paars vor fünf Jahren hat unsere Redaktion die beiden in ihrer Wohnung im Großheppacher Gewerbegebiet besucht, die sie seit 1974 bewohnen. Damals war das Gebäude in der Heinkelstraße ein Neubau, die Firmenwohnung gerade richtig für eine junge Familie mit immerhin sechs Kindern.

Als Heimatvertriebene nach Stuttgart gekommen

Ursprünglich kommen Maria und Herbert Feist aber nicht aus Weinstadt: Er ist gebürtiger Stuttgarter, Maria Feist stammt aus dem heute serbischen Karavukovo. Ende des Zweiten Weltkrieges war ihre Familie unter den vielen Heimatvertriebenen, die alte deutsche Siedlungsgebiete in Ost- und Südosteuropa verlassen mussten.

Über Umwegen gelangte die junge Maria nach Stuttgart. In Großheppach ist die Familie aber seit den 1970er Jahren fest verwurzelt - auch beruflich: Herbert Feist ist zwar gelernter Möbelschreiner, aber er hat auch viele Jahre lang bei der Metallbaufirma Bößenäcker in Großheppach gearbeitet.

Viele Jahre lang ist Herbert Feist Betriebsleiter bei Bößenäcker

Nach zwölf Jahren in verschiedenen Werkstätten sei er als Verkäufer im Möbelhaus Meyer in Stuttgart gelandet, danach war er bei der Firma Schüco Aluminium für zehn Jahre als Sachbearbeiter, Niederlassungsleiter und Bezirksleiter im Außendienst tätig.

Durch diese Arbeit habe er die Metallbaufirma Bößenecker kennengelernt, die sich damals noch in Fellbach befunden habe. Als die Firma 1974 in die Heinkelstraße nach Großheppach umzog, bot der Chef der Firma Herbert und Maria Feist eine Wohnung in dem neuen Firmengebäude an - und bald darauf auch einen Job als Betriebsleiter.

Feier mit 14 Enkeln und sechs Urenkeln

Gerne denkt Herbert Feist daran zurück, wie er gemeinsam mit der Cheffamilie viele Jahre lang die Herstellung von Wintergärten, Fassaden, Fenstern und Türen begleitet hat. Im Ruhestand hat sich das Ehepaar seinem Garten auf der Wangener Höhe und dem gemeinsamen Hobby, dem Schwimmen, gewidmet. Der regelmäßige Sport hat sie bis ins hohe Alter fitgehalten.

Am Mittwoch, 31. August, möchten die beiden nun vor allem Maria Feists 87. Geburtstag feiern. Mit dem Fest zum 65-jährigen Hochzeitstag möchten die Feists noch ein paar Wochen warten. Im Moment sind einige ihrer Kinder und Enkel nämlich noch im Urlaub. Und das Ehepaar legt Wert darauf, den Kontakt zu seiner inzwischen wirklich großen Familie zu pflegen: 14 Enkel und sechs Urenkel hat das Paar inzwischen. Die Feier soll Ende September im Landgasthof zum Löwen nachgeholt werden.

65 Jahre haben Maria und Herbert Feist miteinander verbracht, die längste Zeit davon in Großheppach. Diese Woche haben sie einiges zu feiern: ihre Eiserne Hochzeit am Dienstag, 30. August, und Maria Feists 87. Geburtstag nur einen Tag später.

Dieses Doppeljubiläum hat bei dem Ehepaar Tradition: An ihrem 22. Geburtstag hat Maria Feist ihrem Mann vor dem Altar das Ja-Wort gegeben - nur einen Tag nach ihrer standesamtlichen Trauung. Eine größere Feier soll es aber erst im September

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