Weinstadt

24 Jahre lang Bestattungen organisiert: Weinstadt verabschiedet Michael Langhammer

Bestattungsordner Michael Langhammer und Michael Scharmann
OB Michael Scharmann (links) und Bestatter Michael Langhammer bei der Verabschiedung. © Stadt Weinstadt/ Claudia Leihenseder

24 Jahre, 24 Stunden am Tag - und das sieben Tage die Woche: Michael Langhammer hat fast ein Vierteljahrhundert für die Stadt Weinstadt einen wichtigen und unverzichtbaren Dienst geleistet. Als sogenannter Bestattungsordner hat er die übergeordnete Organisation aller Bestattungen übernommen, sich um die Koordination aller Termine gekümmert, Gräber ausgehoben und dafür gesorgt, dass in den Aussegnungshallen zur richtigen Zeit die Türen offen waren, die Heizung an und das Licht ebenso.

Bestattungen als Teil des Lebens

Nun hat Oberbürgermeister Michael Scharmann den 64-Jährigen feierlich verabschiedet: „Was Sie für Weinstadt geleistet haben, kann man kaum in Worte fassen“, so Scharmann in einer Pressemitteilung der Stadt Weinstadt. „Bestattungen gehören zum Leben genauso wie die Geburt.

Und den Abschied von einem geliebten Menschen würdevoll zu gestalten, ist eine bedeutungsvolle Aufgabe – nicht nur bei den vertrauensvollen Gesprächen mit den Angehörigen, sondern auch in der Organisation und Koordinierung im Hintergrund. Dafür möchte ich mich heute bei Ihnen herzlich bedanken“, sagte Scharmann weiter.

Partnerin und Töchter arbeiten mit

Die offizielle Verabschiedung durch die Stadt hat am Montag, 31. Januar, vor dem Rathaus in Beutelsbach stattgefunden. „Diese Aufgabe als Bestattungsordner hätte ich nie alleine geschafft“, sagte Bestatter Michael Langhammer und dankte seinen Mitarbeitern in seiner Bestattungsfirma, darunter insbesondere seiner Partnerin Pia Giersig und seinen Töchtern Michaela, Stefanie und Manuela Langhammer. „Nur gemeinsam konnten wir im Dienst der Stadt Weinstadt und all ihrer Bürger stehen“, so Langhammer weiter.

Michael Langhammer ist 1957 geboren. Laut Pressemitteilung der Stadt gründete er im Jahr 1998 sein Bestattungsunternehmen und übernahm noch im selben Jahr die Aufgabe des Bestattungsordners in Weinstadt. In den folgenden Jahren übernahm er diese Position zusätzlich auch noch für mehrere Kommunen im Remstal.

Er war auch für die Friedhöfe und Aussegnungshallen verantwortlich

Um Weinstadt kümmerte Michael Langhammer sich in dieser Funktion 24 Jahre – also bis Ende 2021– nicht nur als Bestatter um die Verstorbenen in Weinstadt, sondern schulterte auch im Hintergrund die Organisation der Bestattungen. „Ich war zum einen so eine Art Hausmeister für die Friedhöfe und Aussegnungshallen und zum anderen der Totengräber und habe mich um die Gräber gekümmert“, beschrieb Michael Langhammer seine Aufgaben.

Das ergänzte seine Arbeit als Bestatter, bei der er für die Organisation der Beerdigung und Trauerfeier zuständig ist sowie als Ansprechpartner für die Angehörigen fungiert.

Noch tätig in Remshalden, Urbach und Lorch

Ganz aufgeben wird der Weinstädter seinen Beruf aber noch nicht: Michael Langhammer verabschiedet sich nun in mehreren Schritten in den Ruhestand.

Zunächst hat er nun die Arbeit als Bestattungsordner in Weinstadt abgegeben, es folgen die Kommunen Remshalden, Urbach und Lorch, wo er derzeit noch als Bestattungsordner fungiert. Später wolle er sich auch aus seinem Bestattungsunternehmen zurückziehen, so Langhammer gegenüber der Stadt Weinstadt. Seine Töchter sollen das Unternehmen weiterführen.

Die Aufgaben des Bestattungsordners in Weinstadt haben nun zwei Firmen übernommen: Die Firma Nagel, Dienstleistungen für Bestattungsinstitute aus Korb, übernimmt in Absprache mit der Stadt Weinstadt die Organisation auf den Friedhöfen, die Firma Stilz, Garten- und Landschaftsbau aus Weinstadt, übernimmt die Arbeiten rund um die Gräber.

24 Jahre, 24 Stunden am Tag - und das sieben Tage die Woche: Michael Langhammer hat fast ein Vierteljahrhundert für die Stadt Weinstadt einen wichtigen und unverzichtbaren Dienst geleistet. Als sogenannter Bestattungsordner hat er die übergeordnete Organisation aller Bestattungen übernommen, sich um die Koordination aller Termine gekümmert, Gräber ausgehoben und dafür gesorgt, dass in den Aussegnungshallen zur richtigen Zeit die Türen offen waren, die Heizung an und das Licht

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