Weinstadt

Angespannte Lage in Weinstadt: Viele Kita-Gruppen und Schulklassen in Quarantäne

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Symbolfoto. © ZVW/Alexandra Palmizi

Die Situation der Eltern in Weinstadt bleibt angespannt: Wie Gerhard Friedel, der im Rathaus für das Sachgebiet „Kinderbetreuung und Soziales“ zuständig ist, am Mittwochabend im Sozial- und Kulturausschuss des Gemeinderats berichtet hat, sind derzeit acht Kita-Gruppen in Weinstadt geschlossen. Das liegt daran, dass zum Beispiel Erzieherinnen als Corona-Kontaktpersonen gelten oder positiv getestet wurden. Die gute Nachricht: „Wir registrieren nach wie vor nicht, dass es von Kind zu Kind überspringt“, sagte Gerhard Friedel.

In einer Einrichtung seien nur deshalb drei Gruppen in Quarantäne, weil eine später positiv getestete Erzieherin „unter Beachtung aller Regeln“ die Kinder von der Tür zu den verschiedenen Gruppen begleitet habe, damit die Eltern das Kinderhaus nicht betreten müssen.

OB: "Wir halten uns an die Empfehlungen"

Dass solche kurzen Begegnungen derart gravierende Folgen haben sollen, sorgte im Gremium für Unverständnis. „Das wundert mich sehr“, sagte Doris Groß (GOL), die sich an die Vorgabe erinnerte, dass nur intensiver Kontakt zu einem Corona-Infizierten zur Einstufung als Kontaktperson 1 und damit zur Quarantäne führe. Oberbürgermeister Michael Scharmann setzte schon zur Antwort an, verkniff sich ein möglicherweise politisches Statement dann doch, zuckte und sagte: „Wir halten uns an die Empfehlungen des Gesundheitsamts.“

Konkret müssen derzeit eine Gruppe im Stiftskindergarten, eine im Kindergarten Pfahlbühlstraße, drei von vier Gruppen in der Eichenstraße und drei Gruppen in der Schulstraße zu Hause bleiben – das ist zumindest der Informationsstand unserer Zeitung am Donnerstagabend (5.11.). Hinzu kommt: Das Kinderhaus Lessingstraße ist an diesem Freitag (6.11.), wie schon am Donnerstag, aus Personalgründen nur bis 14 Uhr geöffnet.

Müssen Eltern die vollständigen Gebühren zahlen?

Es ist also kein Wunder, dass sich in den letzten Tagen vermehrt Eltern aus Weinstadt bei der Verwaltung gemeldet haben. Laut Gerhard Friedel wollen viele von ihnen wegen der verkürzten Öffnungszeiten und der großen Unsicherheit die Betreuung ihrer Kinder im Ganztag von zehn auf acht Stunden herabsetzen.

Außerdem werden die Kita-Gebühren erneut zum Thema: Muss ich den vollen Betrag zahlen, obwohl ich mein Kind zwei Wochen lang zu Hause betreut habe? Die klare Antwort aus dem Rathaus lautet: Ja. So hat es der Gemeinderat im Juli 2020 beschlossen.

Auch mehrere Schulklassen betroffen

Neben den acht Kita-Gruppen müssen auch mehrere Schulklassen in Weinstadt seit Mittwoch (4.11.) bzw. Donnerstag zu Hause bleiben: eine fünfte Klasse am Remstal-Gymnasium, eine fünfte Klasse der Reinhold-Nägele-Realschule sowie eine dritte und eine vierte Klasse an der Grundschule Beutelsbach und eine zweite Klasse an der Grundschule Endersbach. In allen Fällen ist nach Angaben aus dem Rathaus ein Schüler oder eine Schülerin vom Gesundheitsamt als Kontaktperson ersten Grades eingestuft worden. Sollte ein Corona-Test negativ ausfallen, dürfen die Klassenkameraden wieder in die Schule (Stand: Donnerstagabend).

Laut Landratsamt gibt es in Weinstadt derzeit 46 Personen, die mit einem positiven Corona-Test zu Hause bleiben müssen. Für den gesamten Rems-Murr-Kreis vermeldet das Landratsamt am Donnerstagnachmittag 724 positiv Getestete in Quarantäne.

Die Situation der Eltern in Weinstadt bleibt angespannt: Wie Gerhard Friedel, der im Rathaus für das Sachgebiet „Kinderbetreuung und Soziales“ zuständig ist, am Mittwochabend im Sozial- und Kulturausschuss des Gemeinderats berichtet hat, sind derzeit acht Kita-Gruppen in Weinstadt geschlossen. Das liegt daran, dass zum Beispiel Erzieherinnen als Corona-Kontaktpersonen gelten oder positiv getestet wurden. Die gute Nachricht: „Wir registrieren nach wie vor nicht, dass es von Kind zu Kind

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