Weinstadt

Bürger haben Ideen für neue Großheppacher Ortsmitte

PlatzfestOrtsmitte
Bürger konnten ihre Wünsche einbringen. © Gaby Schneider

Großheppach soll noch schöner werden, attraktiver als Wirtschaftsstandort, barrierefrei und ausgestattet mit mehr Lebensqualität für die Menschen. Eine zentrale Rolle soll dabei dem Prinz-Eugen-Platz zukommen, der in der augenblicklichen Situation mehr oder weniger im Dornröschenschlaf vor sich hindämmert.

Um mit den Großheppachern selbst ins Gespräch zu kommen, haben die Stadt Weinstadt und das Planungsbüro Pesch und Partner zu einem „kleinen Platzfest“ eingeladen. Interessierte konnten einen Einblick bekommen, in welche Richtung die Planung für die Neugestaltung der Großheppacher Ortsmitte gehen soll. Damit es nicht bei der trockenen Theorie blieb, sorgte die Großheppacher Schwesternschaft für Kaffee und Kuchen, die Weinfreunde boten sowohl Wein wie auch nichtalkoholische Getränke an.

Prinz-Eugen-Platz soll Ortszentrum werden

Erster Bürgermeister und Baubürgermeister Thomas Deißler sah als wichtigstes Ergebnis, dass man als Stadtverwaltung mit der Bürgerschaft im Gespräch geblieben sei. So könne man gemeinsam eine Zielvorstellung erarbeiten, „in welche Richtung die Entwicklung der Großheppacher Ortsmitte vorangetrieben werden soll“.

Das Interesse der Bevölkerung sei groß, so Deißler, den Prinz-Eugen-Platz zu einem echten Ortsmittelpunkt auszubauen. Einem Treffpunkt, der sowohl Begegnungen der Menschen untereinander, aber zum Beispiel auch kleine Platzkonzerte ermögliche, an denen der Musikverein Interesse bekundet habe. Ein derartiger Treffpunkt braucht sowohl Sitz- und Erholungsmöglichkeiten wie auch Spielmöglichkeiten für die Kinder.

Geschäfte halten und neue ansiedeln

Der Leiter des Liegenschaftsamtes und Wirtschaftsförderer Karlheinz Heinisch nahm von dem Fest zuvorderst den Auftrag mit, den für die Umgestaltung notwendigen Grund käuflich zu erwerben. Wenn man die um den Platz herum angesiedelten Geschäfte halten und neue für den Standort interessieren wolle, sei es unumgänglich, sich über die Verkehrssituation weiter Gedanken zu machen.

Dazu gehöre nicht nur Barrierefreiheit, sondern auch die Möglichkeit, die Straße sicher überqueren zu können. Ob dafür Tempo 30 ausreicht, oder ob man Tempo 20 und ein ähnliches Modell wie für die Endersbacher Einkaufsstraße braucht, muss entschieden werden. Hierfür müsse man zudem mit dem Landratsamt ins Gespräch kommen.

Nicht nur den Platz im Fokus

Unverzichtbar für Gastronomie und Geschäfte seien zudem ausreichend Stellplätze. Es genüge nicht, so Heinischs Fazit, den Blick auf den Platz zu fokussieren. Man müsse unbedingt räumlich darüber hinausschauen: etwa auf das Rathaus, das im Augenblick ja leerstehe, bis zur Kirche und zur Kreuzung Grunbacher Straße. „Und was soll mit der Bushaltestelle geschehen, die auf alle Fälle verlegt werden muss?“

Als „überaus fruchtbar“ bewertete Mario Flammann vom Planungsbüro Pesch und Partner den Austausch mit den Großheppachern. Grundlage seien die Ergebnisse einer Postkartenaktion, in der Ideen, Meinungen und Vorschläge der Bürgerschaft abgefragt wurden. Diese Ergebnisse müssen nun konkretisiert, teilweise auch neu bewertet werden.

Ein Biergarten in den Mühlwiesen?

Nicht nur mit den Verantwortlichen, auch untereinander diskutierten die Festbesucher intensiv. Bei Astrid Streil, Dagmar Heerdt, Hans Botschauer und Friedrich Schäfenäcker, die um einen der Stehtische versammelt waren, herrschte Einigkeit, dass zwischen Prinz-Eugen-Platz und Mühlwiesen unbedingt eine Verbindung hergestellt werden muss. Und dass sich ein entsprechend gestalteter Platz zu einem kulturellen Treffpunkt entwickeln könne – über Ortsgrenzen hinaus.

Dazu gehöre unbedingt ein „Schwätzbänkle“, ein Tisch, um den herum alle Platz nehmen könnten, und auf den Mühlwiesen ein Biergarten. Wie wertvoll der sei, habe man während der Gartenschau erlebt. Als Denkanstoß können sie sich eine Verkehrsführung wie im Zentrum Rudersbergs vorstellen, wo der gemeinsam von Straßenverkehr und Fußgängern genutzte Raum vorbildlich funktioniere.

Konkreter Plan wird jetzt ausgearbeitet

Es werde einen konkreten Plan geben, versicherte Baubürgermeister Thomas Deißler. Der wiederum soll die Grundlage für das planerische Leitbild für die Ortsmitte sein. Damit könne man zusammen mit den beteiligten Fachbüros Planersocietät und Pesch und Partner vor die Stuttgarter Landesregierung treten. Dann könne man sich auch im Rahmen des Modellprojekts „Ortsmitten - gemeinsam barrierefrei und lebenswert gestalten“, in das Großheppach ja aufgenommen sei, über Finanzierung und Zuschüsse Gedanken machen. „Das Schlechteste“, so Deißler, „ist immer, wenn gar nichts weitergeht.“

Großheppach soll noch schöner werden, attraktiver als Wirtschaftsstandort, barrierefrei und ausgestattet mit mehr Lebensqualität für die Menschen. Eine zentrale Rolle soll dabei dem Prinz-Eugen-Platz zukommen, der in der augenblicklichen Situation mehr oder weniger im Dornröschenschlaf vor sich hindämmert.

Um mit den Großheppachern selbst ins Gespräch zu kommen, haben die Stadt Weinstadt und das Planungsbüro Pesch und Partner zu einem „kleinen Platzfest“ eingeladen. Interessierte

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