Weinstadt

B-29-Auffahrt: Kreisverkehr gesperrt

Kreisverkehr
Von Freitagmittag um 14 Uhr bis spätestens Montagmorgen um 5 Uhr ist der Kreisverkehr an der B-29-Auffahrt Beutelsbach voll gesperrt. © ZVW/Alexandra Palmizi

Weinstadt. Der Kreisverkehr an der B-29-Ausfahrt Beutelsbach wird wegen Sanierungsarbeiten von Freitagmittag, 12. April, 14 Uhr, bis spätestens Montag, 15. April, 05.00 Uhr, komplett gesperrt. Der Schulbus kann den Kreisverkehr noch passieren.

Alle anderen Busse müssen auf andere Routen ausweichen. So wird der Einkaufshüpfer der Linie 222 über die Bahnhofstraße umgeleitet. Anders als die Stadtverwaltung vor einigen Tagen mitteilte, endet die Buslinie 209 aus Waiblingen aber nicht in der Klingenstraße in Großheppach, sondern fährt während der Sperrung bis zum Beutelsbacher Bahnhof. Das teilte Markus Dannenmann, Geschäftsführer des Weinstädter Busunternehmens Dannenmann, auf Nachfrage unserer Zeitung mit. In der Sitzung des Umweltausschusses des Kreistags hatte der Kreisrat der Freien Wähler zudem angemerkt, dass die Sperrung des Kreisels auf einen ungünstigen Zeitpunkt falle, da die Remsbahnstrecke zwischen Grunbach und Waiblingen auch gesperrt ist und ein Schienenersatzverkehr eingerichtet wird, der durch die Kreiselsperrung einen ordentlichen Umweg fahren muss.

Kosten liegen bei 180 000 Euro

Die Maßnahme ist indes überfällig: Bereits 2017 hat die Behörde für den Kreisverkehrsplatz und die Anschlussbereiche am Knotenpunkt der K 1866 mit der K 1862 einen dringenden Sanierungsbedarf festgestellt. Nun wird der Bereich von Freitagmittag bis Montagfrüh vollgesperrt – und das trifft Weinstadt hart: Hier fließt der Verkehr aus Großheppach, Beutelsbach und Endersbach zusammen. Viele Fahrzeuge fahren zudem über den Kreisverkehr auf die B 29 Richtung Waiblingen – und jene, die von Schorndorf kommen und in Beutelsbach rauswollen, fahren hier runter. Für die Dauer der Sperrung wird nun laut Landratsamt eine kleinräumige Umleitung eingerichtet. Die Kosten der Maßnahme werden auf rund 180 000 Euro geschätzt.

Der zu sanierende Kreisverkehr ist nach Angaben der Kreisbehörde einer sehr hohen Verkehrsbelastung ausgesetzt. „Infolge dieser Belastung hat sich die Mittelnaht der Kreisbahn geöffnet und es konnte über einen längeren Zeitraum Oberflächenwasser in den Unterbau eindringen. Die dadurch verursachten Schäden reichen sehr tief in den Straßenkörper“, heißt es in der Vorlage für die Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses des Rems-Murr-Kreises vom 8. April. In den Anschlussbereichen des Kreisverkehrs seien ebenfalls zahlreiche Schäden vorhanden. Insgesamt, so der Bericht, müsse eine Fläche von rund 6000 Quadratmetern instandgesetzt werden.

Um zukünftig eine bessere Standfestigkeit und damit eine längere Lebensdauer des Fahrbahnbelags zu erreichen, soll die neue Deckschicht in einem mit Kunstfasern verstärkten Asphaltbeton hergestellt werden. Diese Bauweise ermöglicht nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen eine Verlängerung der Lebensdauer von hoch belasteten Asphaltdeckschichten um bis zu 30 Prozent. Die Mehrkosten gegenüber konventionellem Mischgut betragen laut Kreisbehörde nur rund drei Prozent. Für den Einbau selbst ergeben sich keine Mehrkosten.

Teilweise Sperrung nicht möglich

Die Herstellung des Belags in der Kreisfahrbahn soll nach Angaben des Landratsamts ohne Mittelnaht erfolgen. Hierfür werde der Einbau mit zwei parallel fahrenden Asphaltfertigern im sogenannten „Heiß-an-heiß“-Verfahren ausgeführt. „Eine nur teilweise Sperrung des Kreisverkehrs ist somit nicht möglich“, schreibt das Landratsamt in seiner Sitzungsvorlage. Der Verzicht auf die Mittelnaht soll nach Angaben der Kreisbehörde zusätzlich zur Verwendung des faserarmierten Asphaltbetons eine deutlich längere Lebensdauer gewährleisten.