Weinstadt

Bauarbeiten in Endersbach: Schorndorfer Straße bleibt befahrbar

Bauarbeitenbirkel
Bei der Total-Tankstelle Palmer wird von Montag an gebaut. © Gaby Schneider

Von Montag an wird in Endersbach die Infrastruktur für Wasser und Gas in der Birkelstraße sowie in der Schorndorfer Straße grundlegend saniert. Die Birkelstraße ist komplett gesperrt. Die Hauptverkehrsader Schorndorfer Straße bleibt allerdings in beide Richtungen befahrbar.* Rund acht bis zehn Wochen sollen die Bauarbeiten nach Angaben der Stadtwerke insgesamt  dauern – womöglich aber auch länger, sollte das Gebiet mit Überbleibseln aus dem Zweiten Weltkrieg kontaminiert sein. Damals waren hier Bomben niedergegangen.

Alte Wasserleitungen sind reparaturanfällig

Einer Pressemitteilung aus dem Rathaus zufolge haben sich unter der Federführung der Stadtwerke Weinstadt (Wasserleitungen) die Netze BW (Gashochdruckleitungen) und das Tiefbauamt der Stadt Weinstadt zusammengetan und erneuern die in die Jahre gekommenen Leitungen. „Die Sanierungen sind notwendig geworden, weil die alten Wasserleitungen reparaturanfällig geworden sind“, wird der Leiter der Stadtwerke Weinstadt Thomas Meier zitiert. Die Stadt Weinstadt wird unter der Brücke der B29 den Fahrbahnbelag sanieren.

Am Montag, 10. Mai, ist die Baustelle in der Schorndorfer Straße zwischen der Birkelstraße und der Großheppacher Straße sowie in der Birkelstraße bis hin zur Werkstraße eingerichtet worden.

So wird der Verkehr umgeleitet

Der Verkehr für das Gewerbegebiet wird für die Zeit der Bauarbeiten umgeleitet werden. Wer in das Gebiet fahren möchte, wird über die Kalkofenstraße von McDonalds kommend über die Straße An der Rems geführt. Wer wieder aus dem Gebiet ausfahren möchte, wird über die Kreuzung Birkelstraße/Schorndorfer Straße mit einer Ampelregelung wieder herausgeführt.

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Die Stadtwerke Weinstadt rechnen mit einer Bauzeit von rund acht bis zehn Wochen – allerdings könne es zu Verzögerungen kommen, da nicht auszuschließen sei, dass der Bereich mit Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg kontaminiert sein könnte. Deshalb wird bei den Bauarbeiten ein Mitarbeiter einer Kampfmittelbeseitigungsfirma dabei sein. Eine Luftbildauswertung im Vorfeld der Baumaßnahme hatte ergeben, dass im Boden Kampfmittel gefunden werden könnten.

Dazu kommt, dass die im Gehweg liegende Wasserleitung parallel zu einer Hochdruck-Gasleitung verläuft.

Was, wenn tatsächlich eine Bombe gefunden würde?

Würde bei den Tiefbauarbeiten tatsächlich eine Bombe gefunden, müsste diese Gasleitung abgestellt und entlüftet werden. Das hatte Mathias Peterle vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes unserer Zeitung im vergangenen Jahr erklärt. Bei der Frage, ob das Gelände für die Entschärfung in einem bestimmten Radius evakuiert werden muss, sei das Gewicht der Bombe entscheidend.

In Baden-Württemberg gilt laut Peterle folgende Faustregel: Unter 250 Kilo wird im Umkreis von 300 Metern evakuiert, zwischen 250 und 500 Kilo wird im Umkreis zwischen 300 und 500 Metern das Gebiet geräumt. Laut Mathias Peterle habe der Rekord beim Radius im Land bei etwa 760 Metern gelegen.

*  In einer früheren Version dieses Artikels haben wir geschrieben, dass die Schorndorfer Straße gesperrt wird. Das stimmt nicht. Zwar finden die Bauarbeiten im Lauf der nächsten Wochen auch auf die Schorndorfer Straße statt, sie wird aber zu jedem Zeitpunkt in beide Richtungen befahrbar sein. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.