Weinstadt

Baustart nach den Ferien: Weinstadt schließt Radweg-Lücke am Ortsrand von Endersbach

Radweg
Dieser Radfahrer hat den schmalen Grat am Ortseingang gerade hinter sich gebracht. © Alexandra Palmizi

Die Situation für Radfahrer ist am Ortsrand von Endersbach alles andere als ideal. Neben der vielbefahrenen Rommelshauser Straße gibt es innerorts auf den letzten Metern zur Landhauskreuzung keinen Radweg, sondern nur einen schmalen Fußweg. Wenn sich zwei Radler hier begegnen, kommt es zu gefährlichen Manövern und Balance-Übungen im Sattel. Nach den Sommerferien wollen die Weinstädter die Radweg-Lücke schließen – mit einer Finanzspritze vom Land und einem Zuschuss aus der Nachbargemeinde Kernen.

Insgesamt kostet das Radweg-Projekt 180 000 Euro

So zahlt die Stadt Weinstadt von den voraussichtlichen Gesamtkosten von 180 000 Euro nur noch rund 78 000 Euro selbst. 69 400 Euro steuert das Land Baden-Württemberg im Rahmen des Förderprogramms des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes bei. Die Gemeinde Kernen beteiligt sich mit rund 33 000 Euro – das hat der dortige Gemeinderat bereits im Mai zugesagt.

Denn insbesondere für Menschen aus dem Ortsteil Stetten, der anders als Rommelshausen nicht unmittelbar ans Schienennetz angebunden ist, stellt die Lücke im Radweg ein Problem auf dem Weg zur Haltestelle Stetten-Beinstein dar. Aber auch Pendler aus Endersbach, die mit dem Rad in Richtung Rommelshausen oder auch in Richtung Neckartal fahren, kommen hier entlang.

150 Meter lang, 2,50 Meter breit und beleuchtet

Der neue Radweg wird auf einer Länge von circa 150 Metern zwischen der bisherigen Querungshilfe in der Rommelshauser Straße und der Landhauskreuzung angelegt. Er soll 2,50 Meter breit und beleuchtet sein. Er verläuft parallel zur Rommelshauser Straße unterhalb des schmalen Fußwegs, der ebenfalls ertüchtigt wird. Er wird an der Landhauskreuzung leicht ansteigen, um auf das Niveau der Straße zu führen und in den Radweg parallel zur Landesstraße in Richtung B 29 münden.

Wer weiter nach Stetten oder Rommelshausen will, muss an dieser Stelle die Landhauskreuzung überqueren.

Die GOL-Gemeinderätin Doris Groß ist oft auf dieser Strecke unterwegs. Sie freut sich sehr, dass die Gefahrenstelle bald beseitigt wird. „Wenn dir hier einer entgegenkommt, bleibst du Lenker an Lenker hängen“, sagt sie.

Manchmal kommt es zu gefährlichen Ausweichmanövern

In der Regel steigen die Radfahrer bei Begegnungsverkehr ab, manchmal kommt es aber auch zu gefährlichen Ausweichmanövern auf die Rommelshauser Straße. Der kaum einen Meter breite Fußweg sei „viel zu eng, viel zu gefährlich für Radfahrer“, sagt Doris Groß.

Die öffentliche Ausschreibung der Bauarbeiten läuft derzeit noch, wie die Stadt Weinstadt auf Anfrage mitteilt. Die Vergabe und Beauftragung sollen im September erfolgen, der neue Radweg bis Ende November fertiggestellt sein. Wird es durch die Bauarbeiten für die Autofahrer auf der Rommelshauser Straße zu Verkehrsbehinderungen kommen?

Tendenziell: nein. „Eine verkehrsrechtliche Anordnung gibt es noch nicht. Mit größeren Einschränkungen ist nicht zu rechnen“, heißt es aus dem Rathaus. Allerdings müsse der Baustellenverkehr „abgewickelt werden“.

Die Situation für Radfahrer ist am Ortsrand von Endersbach alles andere als ideal. Neben der vielbefahrenen Rommelshauser Straße gibt es innerorts auf den letzten Metern zur Landhauskreuzung keinen Radweg, sondern nur einen schmalen Fußweg. Wenn sich zwei Radler hier begegnen, kommt es zu gefährlichen Manövern und Balance-Übungen im Sattel. Nach den Sommerferien wollen die Weinstädter die Radweg-Lücke schließen – mit einer Finanzspritze vom Land und einem Zuschuss aus der Nachbargemeinde

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