Weinstadt

Chorverband schenkt Weinstadt mehr als 100 Exponate aus dem Silcher-Museum

Silcher an Weinstadt
Chorverband-Präsident Jörg Schmidt (re.) und OB Michael Scharmann mit einem der Gemälde vor dem Silchermuseum. © Gabriel Habermann

Das Silcher-Museum des Schwäbischen Chorverbands überlässt der Stadt Weinstadt über 100 Ausstellungsstücke. Am Mittwoch unterzeichneten Oberbürgermeister Michael Scharmann und der Präsident des Schwäbischen Chorverbandes, Jörg Schmidt, den Schenkungsvertrag.

Mit diesem Vertrag erhält die Stadt Weinstadt laut ihrer Pressemitteilung 127 Exponate, die bisher im Silcher-Museum in Schnait in der Dauerausstellung zu sehen waren. Sie sollen nun vom Geburtshaus des Komponisten und Volksbildners Friedrich Silcher in die Abteilung Archiv und Museen der Stadt Weinstadt umziehen und von dort weiterverteilt werden.

Ein "besonderes Highlight": Zwei Trachtenpuppen

Unter den Exponaten, die laut Pressemitteilung alle einen Bezug zu Schnait oder Weinstadt haben, sind etwa Alltagsgegenstände aus dem bäuerlichen oder Weingärtner-Umfeld. „Ein besonderes Highlight sind die beiden Trachtenpuppen mit original Remstäler Tracht“, heißt es in der Mitteilung der Stadtverwaltung. „Aber auch einige Kuriositäten wie Gefängnisketten und Grenzsteine sind unter den Exponaten zu finden“.Die Abteilung Archiv und Museen der Stadt werden sie den entsprechenden Museen und Ausstellungen zuordnen.

Das Silcher-Museum ist momentan geschlossen und erfährt bis 2024 eine komplette Neukonzeption, welche zum 175-jährigen Jubiläum des Schwäbischen Chorverbandes abgeschlossen sein soll. Mit Unterstützung der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg soll das Museum die Person Friedrich Silcher mit all ihren Facetten vorstellen, so die Pressemitteilung.

„Auch die Sängerbewegung als wichtiger Bestandteil der Demokratiebewegung im Land wird Thema der Ausstellung sein“, heißt es weiter. Geplant seien zudem Veranstaltungen wie „cantament (Forum singender Demokrat:innen) mit Diskussionen über Werte und Wertvolles“.

Neuer Kulturraum für Projekte im Silcher-Haus

Teil des Silcher-Hauses ist auch ein Kulturraum, der im Rahmen des Förderprogramms „FreiRäume“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg im Impulsprogramm für den gesellschaftlichen Zusammenhalt der Landesregierung aufgebaut wird.

Damit wird das bisher ausschließlich als Museum genutzte Haus laut der Mitteilung der Stadt für andere Aktivitäten und Zielgruppen geöffnet. Dieses Projekt sei bereits in der Umsetzung. Der Kulturraum sei „für die Region nutzbar, insbesondere für Projekte von Schulen, Kitas, Senioren-Arbeit und Austausch sowie Begegnungsprogramme mit Menschen aus der Ortschaft“.

Online mitmachen

Daran soll sich auch jeder beteiligen können: Bis zum 30. Juni können Ideen für zukünftige Projekte beim „SilcherLab“ eingereicht werden: online unter www.silcher-museum.de oder über Teilnahmekarten, die im Silcher-Museum erhältlich sind. „Ziel ist es, ein vielfältiges Konzept und damit auch ein kreatives und anregendes Netzwerk vor Ort zu schaffen“, so die Mitteilung.

Das Silcher-Museum des Schwäbischen Chorverbands überlässt der Stadt Weinstadt über 100 Ausstellungsstücke. Am Mittwoch unterzeichneten Oberbürgermeister Michael Scharmann und der Präsident des Schwäbischen Chorverbandes, Jörg Schmidt, den Schenkungsvertrag.

Mit diesem Vertrag erhält die Stadt Weinstadt laut ihrer Pressemitteilung 127 Exponate, die bisher im Silcher-Museum in Schnait in der Dauerausstellung zu sehen waren. Sie sollen nun vom Geburtshaus des Komponisten und

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