Weinstadt

Corona in Flüchtlingsheim: Mittlerweile fünf Infizierte in Weinstadt

Asylheim Großheppach
Im Flüchtlingsheim am Großheppacher Heuweg leben knapp 50 Männer. © Benjamin Büttner

Erneut hat sich ein Flüchtling aus dem Großheppacher Asylbewerberheim am Heuweg mit dem Coronavirus angesteckt. Nach Angaben des Landratsamts von Freitagmittag, 11. Juni, sind mittlerweile fünf Männer aus der Unterkunft positiv getestet worden – das ist einer mehr als noch vor ein paar Tagen.

Erstes positives Testergebnis am 6. Juni

Am Samstag, 6. Juni, wurde beim ersten Bewohner der Sammelunterkunft das Virus nachgewiesen. Am Montagabend lagen die positiven Testergebnisse von drei weiteren Flüchtlingen vor. Alle vier Männer wurden daraufhin umgehend in Quarantäne gebracht. Die Stadt Weinstadt hat sich bereits vor Wochen auf diesen Fall vorbereitet und spezielle Wohnungen freigehalten.

Weitere Tests bei Bedarf

Das Landratsamt des Rems-Murr-Kreises betreut das betroffene Flüchtlingsheim mit der Stadt Weinstadt und dem Kreisdiakonieverband nach eigenen Angaben engmaschig. „Dabei werden die Kontaktpersonen ermittelt, die Infektionsketten nachverfolgt und die Betroffenen unter Quarantäne gestellt“, betont Landratsamtssprecherin Martina Keck. Je nach Bedarf soll es zudem weitere Tests geben – immerhin wohnen in dem Heim auch fast 50 Männer, die von einem Sozialarbeiter des Kreisdiakonieverbands betreut werden. Getestet werden könnte zum Beispiel, falls ein bislang negativ Getesteter Corona-Symptome wie etwa Husten entwickelt.

Stadt, Kreisdiakonieverband und Landratsamt arbeiten eng zusammen

Die nun fünf Infizierten sowie deren enge Kontaktpersonen befinden sich laut Martina Keck alle in Quarantäne. „Wir sind dankbar über die gute Zusammenarbeit in dieser Sache – mit der Stadt Weinstadt, dem Kreisdiakonieverband, aber auch mit den Geflüchteten – und behalten die Situation weiter fest im Blick.“ Klar ist: Wer heute noch symptomfrei ist, kann schon morgen Corona haben.