Weinstadt

Corona in Parthenay: Wie geht es der französischen Partnerstadt von Weinstadt?

Weinstadt französische Partnerstadt Parthenay
Die französische Partnerstadt Parthenay. Zu sehen ist die Brücke über den Fluss Thouet, das Foto ist vor zehn Jahren von der Zitadelle aus entstanden. © Habermann

Die Region um die Weinstädter Partnerstadt Parthenay sowie die Stadt selbst sind, wie auch der ganze westliche Teil Frankreichs, bislang weniger vom Coronavirus betroffen. „Auch die Ausgangssperre ist in diesem ländlichen Raum etwas leichter zu ertragen. Dies ist der positive Aspekt“, schreibt David Protz, der bei der Stadt Weinstadt unter anderem für die Städtepartnerschaften zuständig ist. Allerdings würden die vielen kleinen Unternehmen in Parthenay sehr stark leiden.

Neuer Bürgermeister wurde gewählt

Viele befürchten laut Protz eine deutliche Steigerung der Arbeitslosigkeit. Bei den Kommunalwahlen wurde der langjährige Bürgermeister Xavier Argenton abgewählt. Die Amtszeit des mit rund 60 Prozent gewählten neuen Bürgermeisters Prieur wird in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage beginnen. „Die Amtsübergabe wurde wegen der akuten Corona-Krise noch nicht vollzogen“, erläutert David Protz. Xavier Argenton bereite die Übergabe allerdings vor.

Strenge Maßnahmen gelten noch bis 11. Mai

Frankreich ist von der Corona-Krise stark betroffen. Die Zahlen, sowohl der Infizierten als auch der Todesfälle, sind sehr hoch. „Die Maßnahmen der Regierung sind sehr streng, es gilt eine Ausgangssperre, neben dem Arbeitsweg sind lediglich notwendige Einkäufe und kurze Spaziergänge im engsten Umkreis der Wohnung erlaubt“, betont David Protz. Cafés, Restaurants, die meisten Geschäfte sind geschlossen. „Die Kommunalwahlen Mitte März waren die letzte Manifestation öffentlichen Lebens. Diese restriktiven Maßnahmen gelten mindestens bis zum 11. Mai.“ Erst danach sollen die Beschränkungen der Ausgangssperre schrittweise aufgehoben werden.

40 Jahre Partnerschaft

Mit Hedi Moytier vom Comité de Jumelage in Parthenay steht David Protz regelmäßig in Kontakt, da beide Städte dieses Jahr das 40-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft feiern und eigentlich mit einer Delegation im September nach Parthenay reisen wollen – und für 2021 ist eigentlich der Gegenbesuch geplant. Wegen der Krise könnte nun alles verschoben werden. „Spätestens im nächsten Jahr sollen die Feierlichkeiten jedoch nachgeholt werden“, verspricht David Protz.

Kontakt beschränkt sich auf Mails

Momentan beschränken sich die Kontakte von Weinstadt mit seinen Partnerstädten auf E-Mails. Protz denkt indes schon an die Zukunft, wie es weitergeht. „Es gab und gibt immer wieder von vielen Seiten, Bürgern und Vereinen Signale, dass partnerschaftliche Beziehungen und Begegnungen gewünscht sind und sogar intensiviert werden sollen, allen voran sind da Musik- und Sportvereine zu nennen.“

Die Region um die Weinstädter Partnerstadt Parthenay sowie die Stadt selbst sind, wie auch der ganze westliche Teil Frankreichs, bislang weniger vom Coronavirus betroffen. „Auch die Ausgangssperre ist in diesem ländlichen Raum etwas leichter zu ertragen. Dies ist der positive Aspekt“, schreibt David Protz, der bei der Stadt Weinstadt unter anderem für die Städtepartnerschaften zuständig ist. Allerdings würden die vielen kleinen Unternehmen in Parthenay sehr stark leiden.

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