Weinstadt

Corona-Infektionen bei der Stadt Weinstadt: Jetzt ist auch noch die Stadtgärtnerei betroffen

Weinstadt - Mit der Stadtgärtnerei durch Jahr - Januar
Homeoffice schwer möglich: Welche Auswirkungen haben coronabedingte Ausfälle beim Betriebshof beziehungsweise der Stadtgärtnerei im Winter? © Gabriel Habermann

Die Corona-Lage im öffentlichen Dienst in Weinstadt spitzt sich weiter zu. Nachdem am Donnerstag bekanntgeworden war, dass sich mehr als ein Drittel der Belegschaft der Stadtwerke mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hat und sich mehr als die Hälfte der Mitarbeiter in Quarantäne befinden, gibt es jetzt auch im Betriebshof einen positiven Fall. Genauer gesagt: In der Stadtgärtnerei, die sich ausgerechnet genau neben den Stadtwerken befindet. Und auch diese Infektion hat Folgen für weitere städtische Angestellte.

Am vergangenen Dienstag hatte die Verwaltung mitgeteilt, ein Mitarbeiter des städtischen Bauamts sei positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden, nachdem er die Symptome einer Covid-19-Erkrankung gezeigt hatte. Mittlerweile ist bekannt, dass es sich bei dem Erkrankten um einen Amtsleiter handelt, der wiederum in der Gemeinderatssitzung Ende November zehn Minuten lang neben Oberbürgermeister Michael Scharmann gesessen hat. Als Kontaktpersonen ersten Grades haben sich sowohl Scharmann als auch sein Stellvertreter, der Beigeordnete Thomas Deißler, und vier weitere Amtsleiter in Quarantäne begeben. Sie alle sind allerdings negativ getestet worden.

Die Spurensuche bei den Stadtwerken dauert an

Schon am Mittwoch gab es Mutmaßungen, der infizierte Amtsleiter habe sich bei einem Termin mit den Stadtwerken angesteckt. Zu diesem Zeitpunkt waren schon mindestens acht Mitarbeiter der Stadtwerke positiv getestet worden. Am Donnerstag musste Stadtwerke-Chef Thomas Meier diese Zahl noch nach oben korrigieren: Elf von 32 Mitarbeitern sind infiziert, 17 Personen, inklusive Meier, in Quarantäne. Wie sein Betrieb zum Infektionsherd geworden ist – eventuell durch Aerosole in der Luft? – konnte sich Meier am Donnerstag noch immer nicht erklären. Über dem Ausbruch schwebt naturgemäß der Verdacht, dass die Bediensteten in den Stadtwerken zu lax mit dem Infektionsschutz umgegangen sind. Thomas Meier betont allerdings, dass in seinem Betrieb besonders strenge Regeln gegolten hätten und ist gemeinsam mit dem Gesundheitsamt auf der Suche nach einer Erklärung.

Wirklich Neues von der Spurensuche bei den Stadtwerken gibt es allerdings am Freitag nicht zu berichten, dafür überbringt der Weinstädter Pressesprecher Holger Niederberger am Mittag noch eine zusätzliche schlechte Nachricht im Gespräch mit unserer Zeitung.

Engpässe zum Wintereinbruch?

Diese lautet: „Es gibt einen positiven Fall in der Stadtgärtnerei. Wie dieser zustande kam, ist noch völlig unklar.“ Der betroffene Mitarbeiter und sieben weitere Kollegen hätten sich sofort in häusliche Quarantäne begeben – die Schnelltestergebnisse der Kollegen sind aber glücklicherweise allesamt negativ ausgefallen. Ob sie sich dennoch als Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne begeben müssen, wird geprüft. Es handelt sich bei den sieben Stadtgärtnern um das Team, mit dem der positiv Getestete zusammengearbeitet hat. Aus Gründen des Infektionsschutzes wird auch beim Betriebshof, dem die Stadtgärtnerei zugeordnet ist, darauf geachtet, dass sich einzelne Gruppen nicht durchmischen.

Dass der Betriebshof sich kurz vor einem möglichen Wintereinbruch mit personellen Engpässen herumschlagen muss, sorgt für Spannungen. „Wir müssen schauen, dass wir unsere Aufgaben erfüllen können“, sagt der Pressesprecher. Der Betrieb sei allerdings so organisiert worden, dass der Winterdienst erledigt werden kann.

Und noch eine Frage stellt sich: Hat der Ausbruch bei den Stadtwerken etwas mit der Infektion in der Stadtgärtnerei zu tun? Oder ist es Zufall, dass die beiden Betriebe in Endersbach direkt nebeneinanderliegen?

Die Corona-Lage im öffentlichen Dienst in Weinstadt spitzt sich weiter zu. Nachdem am Donnerstag bekanntgeworden war, dass sich mehr als ein Drittel der Belegschaft der Stadtwerke mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hat und sich mehr als die Hälfte der Mitarbeiter in Quarantäne befinden, gibt es jetzt auch im Betriebshof einen positiven Fall. Genauer gesagt: In der Stadtgärtnerei, die sich ausgerechnet genau neben den Stadtwerken befindet. Und auch diese Infektion hat Folgen für weitere

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