Weinstadt

Corona-Urlaub daheim: Die schönste Wanderung in Weinstadt

Wandern Weinstadt
Gerda Kopetzky und Volker Bechler vom Vorstandsteam des Weinstädter Albvereins am Brunnen der Landeswasserversorgung. © Gabriel Habermann

Wegen der Corona-Pandemie sind viele Menschen beim Urlaub vorsichtiger geworden. Auf Fahrten ins Ausland wird bewusst verzichtet – und die Naherholungsgebiete vor der eigenen Haustür gewinnen mehr an Bedeutung. Das liegt auch daran, dass wegen der Gefahr durch das Virus das Leben längst nicht mehr so planbar ist.

Wir haben deshalb den Schwäbischen Albverein Weinstadt darum gebeten, für unsere Leser die schönste Wanderroute in Weinstadt herauszusuchen. Sie führt von der Beutelsbacher Halle hoch zum Schönbühl – und bietet einen Panoramablick auf das Remstal.

Wanderzeit: Je nach Tempo dreieinhalb bis vier Stunden

Gerda Kopetzky und Volker Bechler vom Vorstandsteam der Weinstädter Ortsgruppe haben die Route ausgesucht. Sie nimmt je nach Tempo der Wanderer 3,5 bis vier Stunden in Anspruch – wobei hier schon der ein oder andere kurze Halt einberechnet ist. „Man muss auch ein bisschen stehen bleiben“, findet Volker Bechler. Die Schönheit der Tour kann schließlich nur derjenige genießen, der offene Augen für die Landschaft hat.

Start ist an der Beutelsbacher Halle (Im Obenhinaus), hier kann jeder sein Auto parken. Wer mit der S-Bahn an der Haltestelle Beutelsbach aussteigt, ist etwa 20 Minuten zu Fuß unterwegs, um den Startpunkt zu erreichen (circa 1,6 Kilometer).

Vorbei an den Skulpturen des Schnaiter Urgesteins Ludwig Heeß

Von der Beutelsbacher Halle aus geht es über den Weinstädter Liederweg zur evangelischen Kirche von Schnait. Sie liegt an der Silcherstraße, auf einem Hügel in der Ortsmitte und somit für alle gut sichtbar. Einen Besuch wert wäre eigentlich auch das danebenliegende Silchermuseum, aber das ist derzeit geschlossen. Von der evangelischen Kirche aus geht es über die Haldenstraße, die Blütenstraße und die Weinstraße in die Schnaiter Weinberge zum Skulpturenpfad des Schnaiter Urgesteins Ludwig Heeß. Mit seinen mehr als 20 Skulpturen aus Sandstein widmet sich der schwäbische Hobby-Bildhauer dem Weinbau in all seinen Facetten.

Über den Saffrichhof zur Landeswasserversorgung

Danach geht es zum Saffrichhof, der ehemaligen Siedlung für Mitarbeiter des einstigen Jugendheims Schönbühl. Dort waren bis Ende 2002 als schwer erziehbar geltende Jungs untergebracht. Betreiber war der Landeswohlfahrtsverband, der mittlerweile Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) heißt. Das Jugendheim-Areal liegt seither brach. Ideen für eine Nachnutzung wie etwa eine Öko-Mustersiedlung scheiterten bislang allesamt. Im Saffrichhof wohnen indes wieder Menschen. Viele kauften sich dort bewusst eine Wohnung, um ein Leben in der Natur führen zu können.

"Sie sehen das mittlere Remstal ganz"

Die nächste Station der Tour ist die Landeswasserversorgung, von der aus die Spaziergänger einen tollen Blick auf die Buocher Höhe und Richtung Schorndorf haben. „Sie sehen das mittlere Remstal ganz“, schwärmt Volker Bechler.

Von der Landeswasserversorgung zum Remstal-Kino

Von der Landeswasserversorgung aus führt der Weg über die Schönbühlstraße zum Aussichtspunkt „Drei Riesen“, wo sich auch das Remstal-Kino befindet. Umgesetzt wurde es nach einer Idee des Weinstädter CDU-Stadtrats Volker Gaupp, der das Projekt für die Gartenschau 2019 maßgeblich vorantrieb. Auf Stühlen aus Stahl und Holz können dort die Menschen das Panorama bewundern.

Überhaupt empfiehlt Volker Bechler, auf den vielen Sitzgelegenheiten der Route immer wieder mal auszuruhen und zu vespern. Vom Remstal-Kino geht es dann über den Rieslingweg und den Liederweg zurück zur Beutelsbacher Halle. Insgesamt beträgt die Wegstrecke nach Angaben des Albvereins zwölf Kilometer.


Was macht der Albverein aktuell in der Coronazeit?

Wegen der Coronakrise hat der Schwäbische Albverein selbst sein Vereinsleben stark heruntergefahren. Seit 1. Juli nun sind Ausflüge mit 20 Personen wieder erlaubt. Trotzdem hat der Verein noch nichts geplant. Was wieder stattfindet, sind die Stammtische. Und das Wanderheim Eschelhof, das sich im Murrhardter Wald südlich von Sulzbach befindet und von den Albvereinen im Kreis bewirtschaftet wird, hat zumindest seine Scheune wieder geöffnet.

Ansonsten kümmert sich der Weinstädter Albverein gerade darum, den Kurt-Entenmann-Weg neu auszuschildern. Dieser bietet auf der Höhe vom Karlstein ebenfalls herrliche Ausblicke hinaus ins Remstal.

Wegen der Corona-Pandemie sind viele Menschen beim Urlaub vorsichtiger geworden. Auf Fahrten ins Ausland wird bewusst verzichtet – und die Naherholungsgebiete vor der eigenen Haustür gewinnen mehr an Bedeutung. Das liegt auch daran, dass wegen der Gefahr durch das Virus das Leben längst nicht mehr so planbar ist.

Wir haben deshalb den Schwäbischen Albverein Weinstadt darum gebeten, für unsere Leser die schönste Wanderroute in Weinstadt herauszusuchen. Sie führt von der Beutelsbacher

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