Weinstadt

Döner für Beutelsbach: Die Brüder Günes ziehen in die ehemalige Metzgerei Barth

Dönerbude
Die Betreiber der neuen Imbissbude Ferhat Günes (rechts) und Sever Günes (links) mit ihrem Bruder Erdem Günes. © ZVW/PALMIZI

In der ehemaligen Metzgerei Barth in Beutelsbach hat ein neuer Imbiss eröffnet. Die Betreiber von „Günes Döner“ sind die Brüder Ferhat und Sever Günes. Mit dem Dönerladen möchten sich die beiden Quereinsteiger einen lang gehegten Traum verwirklichen.

Der 39-jährige Ferhat Günes aus Schwäbisch-Gmünd und sein zwei Jahre jüngerer Bruder Sever kommen eigentlich aus ganz anderen Branchen: Ferhat Günes ist gelernter Handwerker und hat auch schon als Maschinenanlagenführer gearbeitet. Sein Bruder ist bei einem Vertrieb für Fenster und Rollläden beschäftigt und lebt in Nürnberg. Beide waren in der Vergangenheit aber bereits in einem Gastronomiebetrieb tätig und bringen Erfahrung mit.

Der Traum von der Selbstständigkeit

Als die Metzgerei Barth in der Schurwaldstraße im vergangenen Juni geschlossen wurde, sahen die beiden darin ihre große Chance. „Wir wollten immer selbstständig arbeiten und einen Laden eröffnen und hatten dann Glück, dass in Beutelsbach die Metzgerei zur Verfügung stand“, sagt Ferhat Günes am Telefon. Er und sein Bruder hatten seit mehr als zwei Jahren nach einem passenden Lokal für ihr Vorhaben gesucht.

Warum die Metzgerei überhaupt für einen neuen Mieter frei wurde, darüber kann auch Ferhat Günes nur spekulieren: „Soweit ich weiß, ist Herr Barth in Rente gegangen und hat keinen Nachfolger für sein Geschäft gefunden. Die Konkurrenz ist durch die Metzgereien in den vielen Supermärkten heutzutage auch sehr groß.“ Der Metzger selbst möchte sich nicht äußern. Seit September 2020 sind nun die Gebrüder Günes die neuen Mieter.

Eigentlich hätte „Günes Döner“ schon längst eröffnet werden sollen

Ursprünglich sollte der Dönerladen schon im vergangenen Jahr eröffnet werden, erzählt Ferhat Günes, doch der Umbau des Geschäfts dauerte länger als gedacht. Der nächste Eröffnungstermin sollte dann der 22. März dieses Jahres sein. Doch auch dieser musste wieder verschoben werden. Der Grund: Durch coronabedingte Lieferengpässe fehlten noch Einrichtungsgegenstände, die nicht rechtzeitig angekommen waren. Und auch mit den Behörden, insbesondere dem Bauamt, gab es Startschwierigkeiten. Die Mitarbeiter des Bauamtes nehmen pandemiebedingt keine Vor-Ort-Termine wahr, erzählt Ferhat Günes, so dass sich die Abnahme des Ladens verzögerte. Die Brüder mussten den Nachweis über Brandschutzbestimmungen und Hygiene-Maßnahmen stattdessen mit Fotos selbst erbringen. Kurz vor der Eröffnung am Dienstag in der vergangenen Woche hatte das Bauamt das Lokal dann auf diesem Wege noch genehmigt.

Die Corona-Krise stellt die Brüder bei ihrem Vorhaben vor viele Herausforderungen. Auf die Frage, weshalb sie mitten in einer Pandemie, die vielen Gastronomen bereits ihre Existenzgrundlage genommen hat, überhaupt einen Dönerladen eröffnen, antwortet Ferhat Günes: „Uns war nicht klar, dass Corona sich so lange hinziehen würde. Wir dachten, Ende 2020 würde die Pandemie vielleicht vorbeigehen.“ Dennoch bleibt Ferhat Günes optimistisch: „Es ist schon schwierig. Aber Weinstadt ist eine schöne Stadt und die Menschen hier scheinen auch Interesse an dem Laden zu haben.“

Auch ein Liefer-Angebot ist bereits in Planung

Einige Menschen seien schon vor der Eröffnung zum Lokal gekommen. Sie hätten sich gefreut, dass eine zweite Dönerbude in Beutelsbach (es gibt außerdem noch die „Oase“ in der Marktstraße) ihre Türen öffnet, erzählt Ferhat Günes. Und das, obwohl in diesen Zeiten viele Menschen eher zu Hause essen würden.

Auch die Familien der Brüder hielten das Vorhaben nicht für verrückt, sondern freuten sich, dass diese nun auf eigenen Beinen stehen. Bei der Eröffnung am vergangenen Dienstag gab es zunächst nur einen Außer-Haus-Verkauf, bei dem die Speisen abgeholt werden mussten. Das Essen vor Ort ist durch die Corona-Maßnahmen bekanntlich verboten. Ein Lieferservice ist in Planung.

An diesem ersten Tag waren circa 20 Kunden bei Ferhat Günes und seinem Bruder. Neben dem klassischen Döner gingen auch Putenschnitzel und verschiedene Burger über die Ladentheke. „Der Laden hat viel Zeit und Geld in Anspruch genommen, aber jetzt fällt die ganze Last von mir ab“, berichtet Ferhat Günes von seinem ersten Arbeitstag im eigenen Dönerladen. Sein Wunsch ist es, dass das Geschäft weiterhin gut anläuft, viele Kunden kommen und diese auch zufrieden sind.

„Vielleicht können wir dann ja irgendwann sogar ein zweites Geschäft eröffnen“, sagt Ferhat Günes.

In der ehemaligen Metzgerei Barth in Beutelsbach hat ein neuer Imbiss eröffnet. Die Betreiber von „Günes Döner“ sind die Brüder Ferhat und Sever Günes. Mit dem Dönerladen möchten sich die beiden Quereinsteiger einen lang gehegten Traum verwirklichen.

Der 39-jährige Ferhat Günes aus Schwäbisch-Gmünd und sein zwei Jahre jüngerer Bruder Sever kommen eigentlich aus ganz anderen Branchen: Ferhat Günes ist gelernter Handwerker und hat auch schon als Maschinenanlagenführer gearbeitet. Sein

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