Weinstadt

Dank neuer Vollzeitkraft: Jugendhaus Weinstadt hat jetzt fünf Tage die Woche geöffnet

Juze Team
Das Team der offenen Jugendarbeit: Jonas Bloßfeld (links), Anne Münkel und Benjamin Orner. © Gabriel Habermann

Jonas Bloßfeld ist 24 Jahre alt, gerade fertig mit seinem Studium der Sozialen Arbeit und kommt aus Beutelsbach. Seit dem 1. Oktober ist er in Vollzeit beim Haus der Jugendarbeit angestellt und ergänzt dort das pädagogische Team. Für viele Kinder und Jugendliche dürfte er kein Unbekannter sein: Jonas Bloßfeld war früher bei den Pfadfindern aktiv und hat dort auch Aufgaben als Gruppenleiter übernommen. Während seines Studiums war er außerdem zeitweise an den Weinstädter Grundschulen als Praktikant der Schulsozialarbeit anzutreffen. Und er hat als Ehrenamtlicher das Jugendhaus-Team bei der Stadtranderholung und der Kinder-Herbst-Woche unterstützt.

Neue Öffnungszeit: montags von 16 bis 21 Uhr 

Seit er die beiden Weinstädter Pädagogen Anne Münkel und Benjamin Orner im Haus der Jugendarbeit im Stiftshof Beutelsbach unterstützt, hat er dort die Zuständigkeit für den Kidsclub, das Kidsclub-Mobil, die Stadtranderholung und andere Angebote für die Altersgruppe der sechs- bis zwölfjährigen Kinder übernommen. Mit drei Vollzeitstellen ist die offene Jugendarbeit in Weinstadt jetzt stark aufgestellt: Es konnten bereits die Öffnungszeiten angepasst werden, berichtet das Team in einem Pressegespräch.

Bis jetzt haben Anne Münkel und Benjamin Orner einen Tag in der Woche gebraucht, um sämtliche Büroarbeit und andere organisatorische Dinge erledigt zu bekommen. Deswegen hatte das Jugendhaus montags geschlossen. Durch die zusätzliche Stelle muss das jetzt nicht mehr sein. Künftig hat das Haus der Jugendarbeit montags bis freitags seinen Jugendbereich von 16 bis 21 Uhr geöffnet, mittwochs von 18 bis 21 Uhr. Im Kinderbereich ist mittwochs von 15 bis 18 Uhr für den Kidsclub geöffnet – unter der Leitung von Jonas Bloßfeld.

Ein neues Programm nur für Mädchen

Dadurch hat seine Kollegin Anne Münkel zukünftig mehr Zeit, um sich auf Angebote speziell für Mädchen zu konzentrieren: Während Benjamin Orner solche geschlechterspezifischen Programmpunkte für die Jungs schon angeboten hat, soll es mit „M hoch drei“ in Zukunft auch etwas Besonderes nur für Mädchen geben.

Die Corona-Pandemie hat vor allem die Kinder und Jugendlichen besonders hart getroffen, berichtet das Jugendhaus-Team. In der Schule müssen sie den ganzen Tag Maske tragen, sie durften ihre Freunde lange nicht wie gewohnt treffen. Ein nicht unerheblicher Teil der über Zwölfjährigen in Weinstadt sei außerdem noch ungeimpft, berichtet Benjamin Orner. Auf diese Jugendlichen könnten zukünftig erneut starke Einschränkungen zukommen.

Corona erschwert die offene Jugendarbeit erheblich

Auch die offene Jugendarbeit gestaltet sich schwierig während der Pandemie. Offen, das bedeutet eigentlich, dass die Kinder und Jugendlichen einfach im Jugendhaus vorbeischauen können, wenn sie gerade Lust dazu haben.

Das ist so gerade nicht möglich: Auch in der Jugendarbeit werden Daten zur Kontaktnachverfolgung erhoben und 3G-Nachweise kontrolliert. Zeitweise war sogar eine Anmeldung nötig. Auch die Maskenpflicht, die im Jugendhaus weiterhin gilt, schrecke viele Kinder und Jugendliche ab. „Das kann man ja auch gut nachvollziehen: Wer in der Schule sechs Stunden lang Maske tragen musste, möchte das in seiner Freizeit vielleicht nicht auch noch tun“, sagt Benjamin Orner.

Kontakt zu einigen Jugendlichen ist verloren gegangen 

Vor Corona habe man immer so zwischen 25 und 40 Kinder und Jugendliche im Haus gehabt. Jetzt seien es vielleicht noch 15. Manchmal kommen auch nur drei Jugendliche her. „Die, die vor Corona sowieso jeden Abend hier waren, die uns gut kennen, die kommen weiterhin her“, sagt Orner. „Aber die, die nur hin und wieder mal hereingeschaut haben, die Laufkundschaft – die haben wir wahrscheinlich verloren.“

Um das auszugleichen und hoffentlich künftig wieder mit mehr Jugendlichen in den Kontakt zu treten, ist das Team gerade jeden Donnerstags während der Mittagspause vor Ort auf den Schulhöfen am Bildungszentrum und bietet dort gemeinsam mit der Schulsozialarbeit eine Pausenhofaktion an. Weil sich die Schulen gerade nicht mischen dürfen, ist jede Woche eine andere Schule dran. Das Team hofft, dass es die pandemische Lage bald wieder möglich macht, dieses Angebot schulübergreifend fürs Bildungszentrum anzubieten.

Jonas Bloßfeld möchte mit den Kindern raus in die Natur

Im neuen Jahr wird das hauptamtliche Team dann sogar noch von einem Studenten unterstützt werden. Dann soll es mit einem Kinotag, Kletterausflügen und Lasertag für die älteren Teilnehmer gleich mehrere besondere Aktionen geben. Als besonderes Highlight soll es im Sommer einen Ausflug in den Europa-Park geben – wenn Corona das zulässt.

Ansonsten wollen die Pädagogen mit den Kindern und Jugendlichen viel draußen unternehmen. Besonders Jonas Bloßfeld als ehemaliger Pfadfinder hat da große Pläne: Er will den Jugendhausbesuchern die Naturkunde näherbringen, erlebnispädagogisch arbeiten. Mit den Jüngeren will er rund ums Jugendhaus die Natur erkunden, mit den Älteren will er ab in den Wald. „Einfach mal ausprobieren: Wie kann ich im Wald übernachten, was kann ich essen und was nicht“, erklärt der 24-Jährige.

Jonas Bloßfeld ist 24 Jahre alt, gerade fertig mit seinem Studium der Sozialen Arbeit und kommt aus Beutelsbach. Seit dem 1. Oktober ist er in Vollzeit beim Haus der Jugendarbeit angestellt und ergänzt dort das pädagogische Team. Für viele Kinder und Jugendliche dürfte er kein Unbekannter sein: Jonas Bloßfeld war früher bei den Pfadfindern aktiv und hat dort auch Aufgaben als Gruppenleiter übernommen. Während seines Studiums war er außerdem zeitweise an den Weinstädter Grundschulen als

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