Weinstadt

Das Eva-Familienzentrum Weinstadt zieht um - und erweitert das Angebot

Eva-Familienzentrum Weinstadt
Margret Mack und Sina Schaitel stöbern in den Büchern des Leseclubs, dieser bleibt im Angebot erhalten. © ZVW/Benjamin Büttner

Wer die Räumlichkeiten des Eva-Familienzentrums am Bahnhof Endersbach betritt, findet sich inmitten gestapelter Kartons und Kisten wieder. Es ist offensichtlich: Hier wird umgezogen. Ein Zettel an der gläsernen Eingangstür weist darauf hin, dass die Einrichtung derzeit geschlossen ist und keine Angebote stattfinden. Am kommenden Montag, 16. Januar, nimmt das Familienzentrum den Betrieb wie gewohnt auf - am neuen Standort in der Nelkenstraße 39 in Endersbach.

Tag der offenen Tür im Familienzentrum

Am neuen Standort öffnen sich neue Türen für weitere Projekte. Eine Vielzahl an Zimmern schafft Raum für neue Ideen. Weitere Ideen möchte sich Leiterin Margret Mack direkt aus der neuen Nachbarschaft holen. Viele Familien wohnen dort, aber auch Senioren, die die Leiterin mit ins Boot holen möchte. „Einsamkeit ist ein großes Thema“, sagt Margret Mack. Nicht alle haben Familienangehörige in der Gegend, nicht jeder gehe noch vor die Tür, viele konzentrierten sich darauf, den eigenen Alltag zu meistern. Ihre Erfahrungswerte stützen sich auf Gespräche, die sie bereits am alten Standort geführt hat. Nun schwebt ihr ein Begegnungscafé vor, ein Treffpunkt, an dem die Nachbarn die Möglichkeit haben, zusammenzukommen und sich auszutauschen.

Um weitere Bedarfe in der Nachbarschaft zu ermitteln, veranstaltet das Familienzentrum am 17. Februar einen Tag der offenen Tür. Bewohner anliegender Wohnungen werden aus diesem Anlass eine kleine Einladung in ihrem Briefkasten finden, die auch einen Gutschein für Kaffee und Kuchen enthält, der an besagtem Tag gültig ist. Margret Mack möchte mit den Nachbarn ins Gespräch kommen, herausfinden, welche Themen sie bewegen.

Es wird neue Projekte geben, doch auch bereits bewährte Formate

Gestartet wird in der Nelkenstraße aber erst einmal mit dem gewohnten Angebot. Besonders der Leseclub liegt der Leiterin am Herzen, das dafür vorgesehene Zimmer ist auch schon eingerichtet und mit Sitzsäcken ausgestattet. Das prall gefüllte Bücherregal steht an der Wand, die Literatur ist in verschiedene Lesestufen eingeteilt. Das Angebot findet im Zusammenhang mit dem Deutschkurs für geflüchtete Frauen mit Kindern statt, Ehrenamtliche lesen den Kindern aus Büchern vor und basteln mit ihnen. Besonders stolz ist Margret Mack auf die Vielfalt der Bücher: „Im Lesen baut sich ein Weltbild auf.“ Geschichten, die sich um Patchwork-Familien drehen und Menschen vieler unterschiedlicher Nationalitäten in den Fokus stellen, führten weg von der klassischen Rollenverteilung. Der Leiterin des Familienzentrums ist genau das wichtig, in ihrer eigenen Kindheit habe es diese literarischen Darstellungen noch nicht gegeben, berichtet sie.

Viele Erfolge zu verzeichnen am alten Standort

Auch das Geschenkeregal bleibt, es bekommt sogar mehr Platz. Hier können Gegenstände abgegeben werden, die im eigenen Haushalt kaum gebraucht werden, für andere aber noch einen Nutzen haben. Außerdem wird es in der Nelkenstraße einen kleinen Garten geben. Hochbeete könne sie sich dort gut vorstellen, vor allem in Verbindung mit einem Kochtreff. Dann könnten die selbst angepflanzten Kräuter und Gemüsesorten direkt weiterverarbeitet werden.

Erinnerungen und Erfolge bleiben mit dem alten Standort in der Bahnhofstraße verknüpft, doch Margret Mack freut sich auf den neuen Anfang. „Die Räumlichkeiten hier sind begrenzt“, sagt sie über die Bahnhofstraße. Einen Hauptraum gibt es, darüber hinaus noch eine Küche, ein kleines Beratungszimmer und das Büro.

Hinter den Bergen aus Bastelmaterialien und Büchern befindet sich im Moment der einzige Raum, an dem noch alles an Ort und Stelle ist - das Büro von Margret Mack.

Seit 2015 entwirft sie hier Konzepte für neue Angebote, derzeit wird sie von der dualen Studentin Sina Schaitel (20) unterstützt. Sie studiert Sozialwirtschaft an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und startet mitten im Umzug in ihre Ausbildung.

Wer die Räumlichkeiten des Eva-Familienzentrums am Bahnhof Endersbach betritt, findet sich inmitten gestapelter Kartons und Kisten wieder. Es ist offensichtlich: Hier wird umgezogen. Ein Zettel an der gläsernen Eingangstür weist darauf hin, dass die Einrichtung derzeit geschlossen ist und keine Angebote stattfinden. Am kommenden Montag, 16. Januar, nimmt das Familienzentrum den Betrieb wie gewohnt auf - am neuen Standort in der Nelkenstraße 39 in Endersbach.

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