Weinstadt

Das Geschenkeregal im Familienzentrum Weinstadt kommt gut an

Familienzentrum in Weinstadt
Margit Mack am Geschenkeregal im Familienzentrum Weinstadt. © Gabriel Habermann

In diesem Jahr feiert das Familienzentrum in Weinstadt bereits den fünften Geburtstag. Margit Mack, die Koordinatorin des Familienzentrums, schaut mit Stolz zurück. Mit den verschiedenen niederschwelligen Angeboten habe die Einrichtung vielen Menschen helfen können. Ein echter Magnet ist in der Einrichtung aber vor allem das Geschenkeregal.

Geschirr, Spiele, Bücher, Kleidung, Schuhe oder auch Deko-Artikel – im Eingangsbereich des Familienzentrums stehen allerlei Sachen. Jeder kann hier Dinge abgeben oder mitnehmen, es soll ein offenes Angebot für jeden sein. „Das ist ein absoluter Renner“, sagt Margit Mack. Einige Menschen aus Weinstadt kämen regelmäßig, viele lerne sie hier kennen.

Es soll keine Rumpelkammer aus dem Raum werden

Damit keine Rumpelkammer aus dem Eingangsbereich wird, sorgt eine Ehrenamtliche für Ordnung und sortiert die Sachen. In den Medien habe Mack vor einiger Zeit von so einem Regal in Berlin gehört, und habe sich gedacht, so etwas brauche es auch in Weinstadt.

Derzeit ist das Geschenkeregal allerdings geschlossen, das Familienzentrum ist in der Weihnachtspause. Aber am 11. Januar um 10 Uhr soll es wieder losgehen, sofern es die Corona-Regeln zulassen.

Anlässlich seines fünfjährigen Bestehens hat das Familienzentrum gemeinsam mit der Stadt Weinstadt und der evangelischen Gesellschaft, dem Träger des Zentrums, eine digitale Pressekonferenz abgehalten. Dagmar Braun, die für die evangelische Gesellschaft sprach, lobte Margit Mack für ihren enormen Einsatz in Weinstadt. „Sie ist das Gesicht des Familienzentrums“, sagt Braun. Inzwischen sei die Einrichtung äußerst gut vernetzt, es gebe ein großes Unterstützungssystem und breite Hilfsangebote. Schnelle Hilfe sei so möglich. Zu den Kooperationspartnern zählt beispielsweise das Kreisjugendamt, die katholische Familienpflege, die Schuldnerberatung, der Tageselternverein oder die Großheppacher Schwesternschaft.

Wie das Familienzentrum entstand

Das Familienzentrum entstand aus einer Kontaktstelle für Familien mit Migrationshintergrund, erklären die Frauen. Die evangelische Gesellschaft habe der Stadt Weinstadt ihr Konzept vorgestellt, im Sommer 2015 wurde das Zentrum schließlich eröffnet.

Damals habe man mit drei Angeboten gestartet, inzwischen gebe es bereits viele mehr. Beliebt sei vor allem das Säuglingscafé für Mütter und Väter, das von Hebammen geleitet wird. Oder auch das Singen mit den Kleinsten, erzählen Mack und Braun. Zu Letzterem kämen nicht nur Mütter und Väter, sondern auch Großeltern. Das sei wirklich schön. Außerdem gebe es diverse Selbsthilfegruppen.

Seit der Corona-Pandemie habe man viele Angebote digitalisiert und treffe sich in Video-Chats oder telefoniere. Doch wenn es die Situation wieder zulasse, wolle man davon wieder wegkommen. Der persönliche Kontakt sei einfach wichtig.

Die Schockstarre sei vorbei

Zwar habe es im ersten Lockdown erst mal eine Art Schockstarre gegeben, die Anrufe seien weniger geworden, aber vor allem in den vergangenen Wochen seien viele Menschen auf das Team im Familienzentrum zugekommen. Immer wieder sei etwa auch das Thema häusliche Gewalt aufgekommen. Deshalb sagt Dagmar Braun: „Was der rechtliche Rahmen hergibt, schöpfen wir aus.“

Sie meint, dass mehr Kommunen in dieser Zeit über die Förderung von niedrigschwelligen Angeboten wie einem Familienzentrum nachdenken sollten. Auch die evangelische Gesellschaft wolle sich auf dem Feld stärker engagieren, betont sie. In Remshalden sei man etwa im Gespräch mit der Gemeinde, um auch dort ein Familienzentrum zu eröffnen. Dort habe die Organisation ein Konzept vorgelegt. „Wir gehen davon aus, dass wir dort einsteigen werden“, sagt Braun.

Finanziert wird das Familienzentrum hauptsächlich von der Stadt Weinstadt. Im Jahr 2020 gingen 80 000 Euro an die Einrichtung. Mit dem Geld werden die Miete und das Personal bezahlt, so die Stadt. Die evangelische Gesellschaft war außerdem mit 5000 Euro beteiligt. Zudem gibt es verschiedene Fördergelder für einzelne Projekte, wie die Stadt Weinstadt erklärt.

In diesem Jahr feiert das Familienzentrum in Weinstadt bereits den fünften Geburtstag. Margit Mack, die Koordinatorin des Familienzentrums, schaut mit Stolz zurück. Mit den verschiedenen niederschwelligen Angeboten habe die Einrichtung vielen Menschen helfen können. Ein echter Magnet ist in der Einrichtung aber vor allem das Geschenkeregal.

Geschirr, Spiele, Bücher, Kleidung, Schuhe oder auch Deko-Artikel – im Eingangsbereich des Familienzentrums stehen allerlei Sachen. Jeder kann

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