Weinstadt

Das plant Weinstadt zur Gartenschau 2019

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Gartenschauprojekt 2019 für Weinstadt: Open Air-Musikfestival mit Musikern der Mannheimer Popakademie. Symbolbild. © Pixabay (CC0 Creative Commons)

Weinstadt. Floating Stages, eine Lounge über der Rems oder Drei Farben Wein – mit einer Reihe an Veranstaltungen will die Stadt Weinstadt auf der Gartenschau 2019 ihr Alleinstellungsmerkmal als Wiege Württembergs etablieren.

Weinstadt – die Wiege Württembergs. Dieses Alleinstellungsmerkmal fußt einer Pressemitteilung der Stadt zufolge auf einer Begebenheit vor fast 900 Jahren. Und dieses Merkmal möchte Weinstadt auch auf der Gartenschau 2019 etablieren, interpretiert als Wiege, in der Neues entstehen kann und in der besondere Menschen, Ideen oder Innovationen einen fruchtbaren Boden finden, heißt es weiter. Die Stadt sieht sich daher auch langfristig als Initiator oder fördernder Partner in der Kunst, Kultur, der Natur und Wirtschaft.

Kooperationen mit Akademien, Universität und Unternehmen

Erste Kooperationen wurden bereits geschlossen, unter anderem mit der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, der Popakademie Mannheim, der Universität Stuttgart und mit Start-up-Unternehmen. Diese sollen dem Wunsch der Stadt entsprechend auch nach der Gartenschau weitergeführt werden.

Geplante Veranstaltungen für die Gartenschau 2019 sind:

Die Wiegenskulpturen: Von Mitte Mai 2019 an soll es in Kooperation mit der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart Installationen im Gartenschaugelände geben, die das Thema Wiege aufgreifen und frei interpretieren.

Open-Air-Musikfestival „Steillage“: Auf einem zweitägigen Open-Air-Festival am Freitag, 9., und Samstag, 10. August, sollen Studenten und Absolventen der Popakademie Baden-Württemberg auftreten. Das Festival soll als jährlich stattfindende Veranstaltung etabliert werden.

Floating Stages: Von Mitte Mai bis Oktober sollen auf schwimmenden Bühnen auf der Rems Konzerte, Theateraufführungen und Lesungen veranstaltet werden. Entwickelt werden die Bühnen von Studenten des Fachbereichs Architektur und Stadtplanung der Universität Stuttgart. Vor Anker gehen sollen die Floßbühnen an den Mühlwiesen und am Fischerverein – oder auch mal die Rems hinauf- oder hinunterschippern.

Das Wiegenfest: Am Muttertag, 12. Mai 2019, wird Weinstadt ein sogenanntes Wiegenfest feiern, das gleichzeitig die Auftaktveranstaltung Weinstadts für die Remstal Gartenschau sein wird. Bestandteil dieses Festes soll ein Zug der Weinstädter Mütter von der Stiftskirche Beutelsbach, der ehemaligen Grablege des Hauses Württemberg, in das Gartenschaugelände sein. Angeführt werden soll dieser „Zug der Mütter“ von Gerlinde Kretschmann als Vertreterin des Landes Baden-Württemberg, Herzogin Diana oder Herzogin Marie als Vertreterinnen des Hauses Württemberg und Heike Scharmann als Vertreterin der Stadt Weinstadt.

Drei Farben Wein: Angelehnt an die sogenannten Dinner in Weiß veranstaltet Weinstadt ein Fest in den drei Farben des Weins. In drei Gartenschauarealen wird von Freitag, 17., bis Sonntag, 18. August, alles an die gewählte Farbe (Weiß, Rosé oder Rot) angepasst: die Weine, die Kleidung, die Dekoration.

Tiny Houses Ausstellung: Einblicke in die Zukunft des Wohnens soll eine Ausstellung von Mitte Mai bis Oktober bieten. In Zeiten knappen Wohnraums und steigender Zahl an Single-Haushalten sind diese nicht mehr als 50 Quadratmeter großen Häuser in den USA bereits eine richtige Bewegung, die nun auch nach Europa schwappt. Ergänzt werden soll die Ausstellung durch Veranstaltungen zu Themen wie dem bewussten Umgang mit Ressourcen, autarkem Leben, tiergerechter Lebenshaltung oder Umweltschutz.

Weitere Veranstaltungen: Talking Trees (Klanginstallation), Tag der offenen Tür der heimischen Wirtschaft, Weinberghütten Opening und Weinerlebnisweg, Café del vino (Sonnenuntergang und Sonnenaufgang in den Weinbergen), Brücken-Lounge an der Mühlwiesen. Ergänzt werden die Eigenveranstaltungen der Stadt Weinstadt um vielfältige Angebote und Veranstaltungen der Weinstädter Vereine und Bürger.

Die Wiege Württembergs

Konrad, der erste namentlich bekannte Vertreter des Geschlechts der Württemberger, wird in Urkunden um 1080 nach Beutelsbach benannt.

Seine Schwester, Luitgard von Beutelsbach, heiratete 1080 einen bisher Unbekannten, derweil ihr Bruder Konrad von Beutelsbach auf dem Rotenberg die Burg Württemberg baute und sich fortan Konrad von Württemberg nannte.

Weil Konrad selbst ohne Nachwuchs blieb, wurde sein Neffe, Luitgards Sohn Konrad, sein Nachfolger und damit Graf von Württemberg.

Luitgard von Beutelsbach gilt seither als die Stammmutter der Württemberger und Weinstadt als die Wiege Württembergs.