Weinstadt

Deckenschäden im Stiftsbad: Prüfung dauert

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Schwimmtraining ist im Stiftsbad vom 9. November an erst mal nicht möglich sein. (Archiv) © Bernhardt / ZVW

Weinstadt-Beutelsbach.
Die Prüfung der Schäden an der Decke des Beutelsbacher Stiftsbads dauert länger als gedacht. Eigentlich war vorgesehen gewesen, für Montag, 12. November, einen Vor-Ort-Termin der Stadtverwaltung mit den Stadträten zu organisieren, bei dem auch unsere Zeitung dabei sein wollte.

Der Vereins- und Schulsport leidet

Nun soll dieser Termin laut dem Weinstädter Pressesprecher Holger Niederberger frühestens Anfang Dezember stattfinden. Das zuständige Hochbauamt begründet das nach Niederbergers Auskunft damit, dass zuvor noch einige Begehungen mit diversen Experten nötig seien.

Seit 9. November ist das Stiftsbad geschlossen, für voraussichtlich sechs bis acht Wochen, wie die Stadt Ende Oktober mitteilte. Darunter leidet derzeit der Vereins- und Schulsport, weil Weinstadt seit Ende des Mineralbads Cabrio in Endersbach in der kalten Jahreszeit nur noch eine Trainingsmöglichkeit hat.

Zwar gibt es in Strümpfelbach noch das Bädle, aber dessen Becken ist nur 12,5 Meter lang sowie sechs Meter breit und eignet sich daher vor allem als Lehrschwimmbecken sowie für Wassergymnastik.

Wird der Kostenrahmen von 150 000 Euro überschritten

Heißt: Wer derzeit richtig schwimmen will, muss in eine Nachbarkommune ausweichen. Das Hochbauamt schätzte die Kosten für die Schadensbehebung im Stiftsbad und die erweiterte Untersuchung der Decke in der Gemeinderatssitzung Ende Oktober auf 150 000 Euro. Dass alles noch teurer wird, ist jederzeit möglich, wenn bei den Begehungen mit den Experten zusätzliche Schäden entdeckt werden.

Weitere Kostensteigerungen hätten jedoch politische Sprengkraft. Oberbürgermeister Michael Scharmann sicherte Ende Oktober im Gemeinderat zu, nur dann Geld in die Deckensanierung zu investieren, wenn klar ist, dass der Kostenrahmen von 150 000 Euro nicht überschritten wird.

Langfristig ist angedacht, beim Weinstädter Bildungszentrum ein Hallenbad zu errichten. Die Frage ist, wie schnell das umgesetzt werden kann. Die bislang festgestellten Schäden an der Decke des Stiftsbads müssen für den weiteren Betrieb auf jeden Fall behoben werden, da die Decke aktuell nicht mehr verkehrssicher ist.