Weinstadt

Die Oberbürgermeister-Familie Scharmann und ihr Martinsweg: „Ich gehe mit meiner Laterne“ trotz Corona

Scharmanns
Die Familie Scharmann (von links: Max, Romy, Heike und Michael Scharmann) unterwegs auf ihrem Martinsweg. © OB Michael Scharmann (privat)

„Die Idee hatte meine Frau“, erzählt Oberbürgermeister Michael Scharmann unserer Zeitung, „sie macht sich öfters Gedanken, wie man Angebote schaffen kann für Familien in Weinstadt.“ Weil die schöne Tradition der Laternenumzüge und Martinsfeiern in diesem November aufgrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen pausieren muss, hat sich Heike Scharmann eine Alternative einfallen lassen: den Weinstädter Martinsweg.

Die Strecke gemeinsam mit den Kindern abgelaufen

„Wir sind verschiedene Strecken abgelaufen“, sagt der Oberbürgermeister. Schließlich sei die Wahl auf einen Rundweg bei Strümpfelbach gefallen. 2,5 Kilometer lang und „kinderwagentauglich“ ist die Strecke, die knapp unterhalb des Kelterhauses vom Weingut Mödinger beginnt. An zwölf Stationen wird die Geschichte des Heiligen Sankt Martin erzählt. Die entsprechenden Tafeln haben die Scharmanns selbst gestaltet und und mit der ganzen Familie, Michael und Heike Scharmann, Sohn Max (12) und Tochter Romy (5), gemeinsam aufgestellt. Auf jeder findet sich zusätzlich ein Laternen- oder Herbstlied sowie ein QR-Code, der per Smartphone zur passenden Musik verlinkt.

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Familien sind schon unterwegs

Auf seiner Facebookseite hat der Oberbürgermeister schon anerkennende Worte für das private Projekt geerntet. Was ihn aber noch viel mehr freut: „Es wird angenommen. Am Sonntag waren wir dort unterwegs und haben schon andere Familien mit Laternen getroffen.“

Gut wäre es allerdings, wenn sich nicht alle gleichzeitig am Martinstag, dem 11. November, für diesen Spaziergang entscheiden würden. „Bitte haltet euch an die Regelungen der jeweils gültigen Corona-Verordnung“, schreibt Scharmann in den sozialen Medien.

Ein IT-Spezialist habe sich bereits bei ihm gemeldet mit der Idee, eine eigene App für den kleinen Rundweg zu entwickeln. Die Holztafeln mit den einfolierten Texten und Liedern sollen allerdings nur vorübergehend in den Strümpfelbacher Weinbergen stehen. Endet der November, sollen sie wieder entfernt werden, sagt Scharmann – der aber nicht ausschließt, dass in Zukunft weitere Motto-Wege in Weinstadt errichtet werden.