Weinstadt

Dienstfahrrad statt Dienstwagen: Weinstadt bietet Mitarbeitern Fahrradleasing an

Pendlerin Laura Steinke
Fahrradfahren ist gut für die Umwelt und für die Gesundheit. © Benjamin Büttner

Die Stadtverwaltung schließt einen Leasingvertrag mit einem Fahrradverleih-Unternehmen ab. Mitarbeiter der Verwaltung sollen dadurch Räder mit oder ohne Elektroantrieb beruflich sowie privat nutzen können.

Die Entscheidung für dieses Modell geht auf einen neuen Tarifvertrag (TV) zurück: Der TV-Fahrradleasing ermöglicht es, dass im kommunalen öffentlichen Dienst eine Entgeltumwandlung zum Zwecke des Leasings von Fahrrädern stattfindet, so die Beschlussvorlage der Stadt Weinstadt.

Über die Stadt ein Fahrrad beziehen

Das bedeutet: Wer bei der Stadt angestellt ist und ein Fahrrad mieten möchte, kann das tun - die Leasinggebühren werden dann vom Bruttoentgelt des Mitarbeiters abgezogen. „Zwischen Arbeitgeber und dem Beschäftigten wird dann eine individuelle Vereinbarung über die Entgeltumwandlung zum Zwecke des Fahrradleasings abgeschlossen“, erklärt die Stadtverwaltung.

Die Fahrräder, die zur Verfügung stehen werden, überlässt der Arbeitgeber den Beschäftigten sowohl zur dienstlichen wie auch privaten Nutzung. In der Regel hätten die Leasingmodelle eine Laufzeit von maximal 36 Monaten, legte die Verwaltung in der Beschlussvorlage dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung dar. Doch was passiert, wenn das geliehene Fahrrad einen Kratzer bekommt oder etwa eine neue Kette braucht?

Mit Leasingvertrag kommt auch Versicherungsschutz

Auch in dieser Hinsicht seien die Nutzer des Fahrradleasings vertraglich abgesichert, erklärt die Stadt Weinstadt. So gebe es einen umfassenden Schutz vor Verschleißschäden. So trägt der Leasinganbieter grundsätzlich dafür Sorge, dass das geleaste Fahrzeug verkehrstüchtig ist. Weil es sich bei den geleasten Rädern grundsätzlich um Diensträder handelt, müssen diese sogar regelmäßig nach den Unfall-Verhütungsvorschriften (UVV) geprüft werden.

Das gilt im Besonderen für E-Bikes: Um für die Fahrt mit Elektroantrieb als Arbeitnehmer Versicherungsschutz genießen zu können, muss das entsprechende Fahrrad laut Stadt Weinstadt jeweils zum Ende des ersten und des zweiten Nutzungsjahres auf Verkehrssicherheit geprüft und gewartet werden – ganz ähnlich also wie der TÜV beim Auto.

Viele Vorteile – aber auch Nachteile

Diese Art von Fahrradleasing für Arbeitgeber wird von verschiedenen Unternehmen angeboten. In Weinstadt habe man sich für das Leasingangebot von Eurorad entschieden, so die Beschlussvorlage. Dieses zeige sich im Vergleich als günstigstes Angebot und habe zugleich die umfangreichsten Versicherungsleistungen. Außerdem biete Eurorad seine Dienstleistung auch über einen Fahrradhändler in Weinstadt an.

Die Vorteile des Fahrradleasings sind laut Stadt Weinstadt zum einen der Beitrag zum Umweltschutz, den die Nutzer dadurch leisten, dass sie aufs Auto verzichten. Zum anderen stelle das tägliche Radfahren ja auch eine Art Fitnessprogramm dar, das der Gesundheit zugutekomme. Davon erhofft sich die Stadt langfristig weniger Krankheitsausfälle bei den Mitarbeitern.

Wenn mehr Mitarbeiter aufs Fahrrad umsteigen, kann die Stadt außerdem langfristig Parkplätze einsparen.

Ein paar Nachteile hat dieses Modell jedoch auch: Dadurch, dass die Leasinggebühren als Entgeltumwandlung eingezogen werden, reduziert sich das steuer- und sozialversicherungsrechtliche Entgelt der Mitarbeiter.

Dadurch ergeben sich laut Stadt im Ernstfall negative Auswirkungen auf Lohnersatzleistungen und auf Alterseinkünfte.

Die Stadtverwaltung schließt einen Leasingvertrag mit einem Fahrradverleih-Unternehmen ab. Mitarbeiter der Verwaltung sollen dadurch Räder mit oder ohne Elektroantrieb beruflich sowie privat nutzen können.

Die Entscheidung für dieses Modell geht auf einen neuen Tarifvertrag (TV) zurück: Der TV-Fahrradleasing ermöglicht es, dass im kommunalen öffentlichen Dienst eine Entgeltumwandlung zum Zwecke des Leasings von Fahrrädern stattfindet, so die Beschlussvorlage der Stadt

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