Weinstadt

Dinos, Sport und Wasserschlachten bei der Stadtranderholung in Weinstadt

Stadtranderholung
Aus Pappmaché und Luftballons sollen fliegende Dinos werden. © Gabriel Habermann

Von der Prinz-Eugen-Halle in Großheppach her hört man von weitem schon aufgeregtes und begeistertes Kindergeschrei. Grund dafür ist die jährliche Stadtranderholung von Weinstadt. Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren sind herzlich eingeladen, an der Kinderbetreuung teilzunehmen, welche in den ersten zwei Wochen der Sommerferien von Montag bis Freitag stattfindet. Organisiert wird der kleine Kinderurlaub von der Jugendsozialarbeit der Stadt. Dabei stellt das Team ein breitgefächertes Programm zusammen - das diesjährige Thema: Dinosaurier.

Angebot in erster Linie für berufstätige Eltern

Mit 50 Kindern und elf Betreuern ist die Stadtranderholung dieses Jahr völlig ausgebucht. Kinder toben in der Sporthalle oder sitzen draußen bei den Workshops und basteln. Eltern können ihr Kind ab 8 Uhr nach Großheppach bringen und um 16.30 Uhr wieder abholen. Die zweiwöchige Stadtranderholung kostest pro Kind 190 Euro, aber für Familien mit geringem Familieneinkommen besteht auch die Möglichkeit zur Kostenreduzierung.

Die Stadtranderholung ist im Großen und Ganzen als Hilfe für berufstätige Eltern gedacht. Denn anstatt dass es den Kindern langweilig zu Hause wird, sollen sie hier die Möglichkeit haben, an spannenden und zeitgleich lehrreichen Programmpunkten in der Kinderbetreuung teilzunehmen.

Workshops, Wasserschlacht, Fußball und Museum

In den ersten paar Tagen standen die Teamfindung und das Kennenlernen im Vordergrund, denn die Kinder sollten sich erst untereinander kennenlernen, erklärt Anne Münkel, pädagogische Mitarbeiterin im Haus der Jugendarbeit. Danach stehen die Workshops im Mittelpunkt, diese sind jeden Tag anders und es werden mindestens zwei pro Tag angeboten.

In der ersten Woche veranstalteten die Betreuer zum Beispiel ein Fußballturnier, eine Wasserschlacht und einen Workshop zum Traumfängerbasteln, darüber hinaus organisierten sie in derselben Woche einen Museumsbesuch in einem Dinosauriermuseum.

Kaum Einschränkungen durch Corona

Wie sieht es dieses Jahr mit Corona aus? Man könnte meinen, dass die jetzige Corona-Lage die Kinderbetreuung überhaupt nicht betrifft: „Wer eine Maske tragen will, kann das gerne tun. Konkrete Corona-Regelungen gibt es diesen Sommer jedoch nicht“, sagt Anne Münkel. Das sah im vorherigen Jahr ganz anders aus, denn da gab es feste Gruppeneinteilungen: Die Kinder wurden in Gruppen aufgeteilt und strikt voneinander getrennt, während des Spielens und der Tätigkeiten der Workshops. Die zehnjährige Paula aus Beutelsbach erklärt dazu: „Letztes Jahr fand ich es nicht so cool, denn es war zu voll in den Gruppen und die anderen Kinder konnte ich auch nicht treffen.“

In diesem Sommer ist vieles wieder einfacher durch das Durchmischen der Kinder und die vielen verschiedenen Workshops, die das Team jeden Tag anbietet. Ein Beispiel: Dinos aus Pappmaché oder auch Gipstiere basteln. Die zwei Workshops finden außerhalb der Sporthalle unter Zelten statt. An den Tischen sitzen mindestens sechs Kinder und ein Betreuer. Die meisten Kinder beantworten die Frage, was ihnen denn am meisten gefallen würde, mit: „Alles!“

Ehrenamtliche zu finden, ist nicht einfach

Ein Problem, das auch diesen Sommer zu finden ist: der Mangel an ehrenamtlichem Helfern. Betreuer zu finden, sei bis zu den Fristen nicht leicht – auch wenn die Stadt den Ehrenamtlichen ein Honorar zahlt. Jedoch melden sich auch nach den Fristen junge Leute an, um zu helfen, sagt Anne Münkel. Anders sieht es hierbei in der Küche aus. Leute zu finden, die das Essen für die Kinder servieren, sei eine Herausforderung. Letztendlich haben sie jedoch Personal gefunden.

Anne Münkel und die Betreuer suchen sich interessante Themen und Workshops aus, die, wie sich herausstellt, den Kindern auch sehr gut gefallen. Das kann auch daran liegen, dass die Betreuer selber noch nicht allzu alt sind – denn man darf ab 16 Jahren ehrenamtlich als Betreuer an der Stadtranderholung teilnehmen.

In diesem Betreuerteam möchten auch einige eine Karriere in der Sozialpädagogik anstreben. Deshalb sei es gut, wenn man die praktische Erfahrung im Sinne eines Praktikums angerechnet bekomme, so die 17-jährige Lena, eine Schülerin des Remstal-Gymnasiums Weinstadt.

Viele junge Ehrenamtliche können sich sozialen Beruf vorstellen

Sie, so wie viele der anderen Betreuerinnen und Betreuer auch, haben über Bekannte von den Betreuerstellen gehört und sich eingeschrieben. Viele haben auch im Haus der Jugendarbeit schon mitgeholfen. Unter anderem auch Lukas (17) aus Remshalden, dem die Abwechslung mit den Kindern viel Spaß macht und der nun, da er die Mittlere Reife bestanden hat, auch „so was in die Richtung“ machen möchte.

Für die Betreuerinnen und Betreuer ist das Ferienprogramm eine gute Möglichkeit, praktische Erfahrung in der Arbeit mit Kindern zu sammeln. Vor allem dann, wenn viele von ihnen eine Karriere in diesem Feld anstreben.

Von der Prinz-Eugen-Halle in Großheppach her hört man von weitem schon aufgeregtes und begeistertes Kindergeschrei. Grund dafür ist die jährliche Stadtranderholung von Weinstadt. Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren sind herzlich eingeladen, an der Kinderbetreuung teilzunehmen, welche in den ersten zwei Wochen der Sommerferien von Montag bis Freitag stattfindet. Organisiert wird der kleine Kinderurlaub von der Jugendsozialarbeit der Stadt. Dabei stellt das Team ein breitgefächertes

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