Weinstadt

Ein ganz besonderes Geschenk

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Rollstuhl
Regine Mösl (Zweite von rechts) ist sehr dankbar über das neue rollstuhlgerechte Auto für sich und ihren 18-jährigen Sohn Maximilian. Sie hat es eine Woche vor Weihnachten erhalten. Finanziert wurde es aus Spenden, die nach einem Artikel in unserer Zeitung vor einem halben Jahr reihenweise beim Backnanger Verein Sternentraum eingegangen sind. Dessen Vertreter Paul Peter Engert und Daniela Belz haben Regine Mösl jüngst besucht. © Schneider / ZVW
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Rollstuhl
Am einfachsten wäre es für die Alleinerziehende natürlich, in eine behindertengerechte Wohnung umzuziehen – sofern sie eine findet. © Schneider / ZVW
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Rollstuhl
Der Weg durchs Treppenhaus ist nach wie vor eine Hürde. Regine Mösl überlegt deshalb, über Garten und Terrasse einen neuen Zugang zu schaffen. © Schneider / ZVW

Weinstadt-Beutelsbach. „Ich bin echt glücklich“: Regine Mösl freut sich sehr über das rollstuhlgerechte Auto, das sie dank vieler Spenden an den Verein Sternentraum kaufen konnte. Erhalten hat sie es kurz vor Weihnachten. Nun kann die Alleinerziehende ihren Alltag mit ihrem schwerst mehrfachbehinderten Sohn Maximilian besser bewältigen.

Sie hat die Warterei kaum mehr ausgehalten. Eigentlich hat Regine Mösl schon viel eher damit gerechnet, ihr rollstuhlgerechtes Auto zu erhalten – und nicht erst kurz vor Weihnachten. Schließlich ist das Geld für den Wagen schon im Sommer zusammengekommen, nachdem unsere Zeitung groß über Regine Mösl und ihren Sohn Maximilian berichtet hatte. (Hier geht es zum Artikel.) Im Oktober wurde das Auto, ein VW Caddy Maxi, vom Autohaus geliefert, doch der anschließende Umbau zu einem rollstuhlgerechten Wagen durch eine Spezialfirma dauerte länger als gedacht – und zu allem Überfluss ging in der Zeit noch Regine Mösls altes Auto kaputt. „Dann hat mir meine Tochter ausgeholfen mit ihrem Corsa – aber nach einer Woche fiel der auch aus.“

Übergangsweise kostenlos einen Leihwagen erhalten

So musste Regine Mösl ihre Mutter um Hilfe bitten, doch die konnte auf ihren Golf auch nicht ewig verzichten. Die Rettung bot letztlich das Autohaus: Es stellte übergangsweise einen anderen VW Caddy bereit. „Das war kostenlos, ich musste nur das Benzin zahlen.“ Kurz vor Weihnachten erhielt Regine Mösl schließlich ihren neuen umgebauten Wagen. In diesen kann sie ohne Probleme ihren schwerst mehrfachbehinderten Sohn Maximilian schieben. Möglich ist das über eine Rampe, im Wagen wird der Rollstuhl des 18-Jährigen dann angeschnallt.

Maximilian ist immer auf Hilfe angewiesen

Maximilian Mösl ist durch einen schweren Sauerstoffmangel bei der Geburt seit jeher auf Hilfe angewiesen. Er leidet an einer Sehstörung, Epilepsie und an einer schweren Spastik: Entweder ist sein Körper völlig schlaff oder er versteift stark. Der 18-jährige Beutelsbacher kann nicht sprechen, nicht alleine essen, nicht alleine trinken. Der rollstuhlgerechte Wagen ist für seine Mutter Regine Mösl eine wichtige Stütze, um den Alltag besser bewältigen zu können. Fast zwei Jahre lang ging die Alleinerziehende mit ihrem Sohn nur noch aus dem Haus, wenn sie unbedingt musste. Es war für sie einfach zu schwer, ihren Sohn immer aus dem Rollstuhl ins Auto zu heben. Jetzt mit dem neuen Wagen wird Regine Mösl viel mehr mit Maximilian unternehmen können. Ausflüge, wie zum Beispiel in die Wilhelma, sind nun machbar. Und es ist auch kein Problem mehr, dass der 18-Jährige in den vergangenen Monaten ein paar Kilos zugelegt hat.

Regine Mösl kann durch das rollstuhlgerechte Auto den gemeinsamen Alltag mit ihrem Sohn besser bewältigen – und dafür ist sie sehr dankbar. „Es ist wirklich eine ganz große Erleichterung.“

Wohnung gesucht

Der Transport ihres 18-jährigen Sohnes Maximilian aus ihrer Wohnung durchs enge Treppenhaus ist für Regine Mösl nach wie vor ein Kraftakt. Darum überlegt die Alleinerziehende, durch einen Umbau über ihre Terrasse einen barrierefreien Zugang zu schaffen – doch da muss natürlich auch der Vermieter mitspielen. Die einfachste Variante für die Beutelsbacherin wäre daher, wenn sie eine behindertengerechte Wohnung finden würde – doch das ist schwer.

„Es müssten mindestens drei Zimmer sein“, sagt Regine Mösl. All die Geräte für ihren Sohn brauchen schließlich viel Platz. Und wenn die Wohnung nicht im Erdgeschoss ist, müsste es zumindest einen Aufzug geben. Wer solch eine Wohnung in Weinstadt und Umgebung vermieten kann, darf sich an bernd.klopfer@zvw.de wenden: Wir leiten die Mails an Regine Mösl weiter.