Weinstadt

Einkaufen ohne Corona-Schnelltest in Weinstadt: Wie werden die Lockerungen umgesetzt?

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QR-Code für die Luca-App am Montagmorgen am Eingang von „Mode am Markt“. © Sebastian Striebich

An diesem Montag (31.5.) werden die Lockerungen der Corona-Regeln, die ringsum längst gelten, endlich auch im Rems-Murr-Kreis Realität. Restaurants und Biergärten öffnen, spontanes Shopping ist wieder einfacher möglich. Darüber freut sich Christian Hartmann, der Sprecher der Endersbacher Einkaufsstraße. Auf Rechenspiele mit Genesenen, Geimpften, Getesteten und Ungetesteten, wie sie sich aus der Corona-Verordnung ergeben, wird er verzichten: „Das liest sich komplizierter, als wir es nachher umsetzen.“

Ein Kunde pro 40 Quadratmeter Ladenfläche

Weil die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen, gerechnet auf 100 000 Einwohner, an fünf Werktagen in Folge unter 100 lag, gilt ab heute im Einzelhandel: Pro 40 Quadratmeter Ladenfläche darf sich ein Kunde, der keine Bescheinigung über einen negativen Schnelltest hat, im Geschäft aufhalten. Theoretisch muss er zuvor einen Termin vereinbaren, die Praxis hat jedoch gezeigt, dass viele Einzelhändler diese Termine an der Ladentür vergeben.

Für Genesene, Geimpfte oder Getestete gilt: Sie dürfen generell ohne Termin rein, sofern sie einen entsprechenden Nachweis vorlegen. Von diesen Kunden sind allerdings zwei pro 40 Quadratmeter erlaubt. Maske müssen alle tragen.

„Es wird so kommen, dass wir keine Tests vorlegen lassen“

„Die Regelung ist kompliziert, die Umsetzung wird ganz anders“, sagt Christian Hartmann, Inhaber von „Mode am Markt“, Sprecher der Werbegemeinschaft Endersbacher Einkaufsstraße und der Unternehmer in Endersbach. „Es wird so kommen, dass wir keine Tests vorlegen lassen. Die Händler werden darauf umschwenken, einfach zu sagen: Ein Kunde pro 40 Quadratmeter, der darf aber ungetestet und ohne weitere Hürden kommen.“

Das wären dann im Zweifel weniger Kunden als erlaubt, allerdings fielen die Kontrollen weg.

Schnelltests sind eine „zu große Hürde“ für viele Kundinnen

Für Christian Hartmanns Geschäft mit circa 250 Quadratmeter Fläche bedeutet das: Er darf sechs Kundinnen gleichzeitig einlassen. „Das ist für mein Betriebskonzept ausreichend“, sagt der Unternehmer, der über die Lockerungen erleichtert ist. „Es ist einfach so, dass für ganz viele die Tests eine zu große Hürde sind. Dadurch, dass diese Hürde wegfällt, haben wir wieder einen relativ normalen Geschäftsbetrieb.“

Das Schnelltestzentrum, das der Apotheker Tobias Grübel vor seinem Geschäft in einem Zelt Hartmanns betreibt, wird freilich bestehen bleiben. Wegen der Öffnung der Gastronomie ist die Nachfrage groß. Er sei froh um jeden Corona-Positiven, der durch die Tests identifiziert werde, sagt Christian Hartmann, der das Angebot mitinitiiert hat.

Zur Kontaktnachverfolgung wird die „Luca-App“ genutzt

Die Kontaktnachverfolgung in seinem Laden wird der Modehändler per Luca-App leisten. Kundinnen scannen mit ihrem Smartphone einen QR-Code ab und loggen sich ein. Wer viel in Weinstadt unterwegs ist, für den empfiehlt sich die Applikation – die Vereinigung Weinstädter Unternehmer (VWU) hat ihren Mitgliedern „Luca“ empfohlen. „Für die Händler und Kundinnen ist das am einfachsten“, sagt Christian Hartmann.

Wer möchte, darf seine Kontaktdaten aber weiterhin per Hand auf ein Formular eintragen.

An diesem Montag (31.5.) werden die Lockerungen der Corona-Regeln, die ringsum längst gelten, endlich auch im Rems-Murr-Kreis Realität. Restaurants und Biergärten öffnen, spontanes Shopping ist wieder einfacher möglich. Darüber freut sich Christian Hartmann, der Sprecher der Endersbacher Einkaufsstraße. Auf Rechenspiele mit Genesenen, Geimpften, Getesteten und Ungetesteten, wie sie sich aus der Corona-Verordnung ergeben, wird er verzichten: „Das liest sich komplizierter, als wir es nachher

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