Weinstadt

Fünf Monate Baustelle in Endersbach

1/2
Schild Baustelle Baustellenschild Straßensperrung Straßensanierung Straße Sanierung Symbol Symbolbild
Symbolbild. © Pixabay License
2/2
_1
Baustelle in Endersbach

Weinstadt-Endersbach. Die Anwohner der Justinus-Kerner-Straße in Endersbach müssen sich fünf Monate lang auf eine Baustelle vor der Haustür einstellen: In einem Zug werden die Kanalisation, die Straße und die Wasserleitungen erneuert. Zudem wird eine neue Fernwärmeleitung verlegt. Unsere Zeitung hat bei der Stadt nachgehakt, was das im Alltag bedeutet. Dürfen die Leute während der Bauphase noch mit ihren Autos auf ihre Grundstücke fahren? Ist der Schulweg durch die Straße während der Bauzeit für die Schüler nutzbar? Und können die Anlieger jetzt auch die Hausanschlüsse auf ihrem Grundstück erneuern lassen?

Los gehen sollen die Bauarbeiten im Mai. Ausgewechselt wird zum einen der bestehende Mischwasserkanal, bei dem alle Abwässer in einem System abfließen. Ein getrenntes System, wie es die Grüne Offene Liste gerne gehabt hätte, wäre laut Tiefbauamtsleiter Markus Baumeister nur schwer umzusetzen. Grund: Die Straße ist bereits jetzt so voll mit Leitungen, dass es eng werden würde. „Dort noch ein Rohr mehr – das wäre eine große Herausforderung, das überhaupt hinzukriegen.“

Die Wasserleitung wird ebenfalls erneuert, allerdings nur bis zu den Hausanschlüssen. Die Grundstückseigentümer selbst haben dann die Wahl, ob sie auch auf ihrem Grundstück die Leitung erneuern lassen wollen. „Wir können es nicht fordern“, sagt Tiefbauamtsleiter Baumeister. Neu verlegt wird eine Fernwärmeleitung. Die Stadtwerke wollen nämlich Zug um Zug immer mehr Haushalte in Weinstadt mit Wärme versorgen. Die beiden bisherigen Gehwege in der Justinus-Kerner-Straße, die jeweils nur einen Meter breit waren, sollen wegfallen. Ersetzt werden sie durch einen neuen Gehweg auf der östlichen Seite, der 1,80 Meter breit sein wird. Vorteil: Wenn alle Anwohner ihre Mülltonnen auf den Gehweg stellen, ist noch genug Platz für die Schüler, um auf dem Gehweg vorbeizugehen.

Auf Nachfrage beim Weinstädter Pressesprecher, Holger Niederberger, teilte dieser mit, dass während den Baumaßnahmen die Schüler über den vorhandenen Gehweg in der Beutelsbacher Straße sicher zum Bildungszentrum gelangen können. „Andere ortsnahe Wegebeziehung sind ebenfalls gegeben. Sobald der Beginn der Baumaßnahme terminiert ist, werden die Schulen entsprechend informiert.“

Ein genauer Bauablaufplan liegt nach Niederbergers Angaben noch nicht vor. Klar ist allerdings schon jetzt, dass eine komplette Sperrung in Abschnitten erforderlich ist. Dafür sollen in Abstimmung mit den Leitungsträgern sinnvolle Abschnitte gebildet werden. „Nach Baufortschritt können die Anwohner zu ihren Grundstücken weiterhin fahren, jedoch wird dies zu bestimmten Zeiten für ein paar Wochen nicht möglich sein“, betont Niederberger: Heißt: In diesen Zeiten müssen die Anwohner außerhalb ihrer Grundstücke parken.

Im Abschnitt von der Beutelsbacher Straße bis zur Goethestraße sind laut Niederberger sechs Gebäude von der Baustelle betroffen. In diesem Abschnitt sind alle Leitungsträger beteiligt. Im Bereich der Goethestraße bis zur Pestalozzistraße sind weitere vier Gebäude mit Zufahrten betroffen. „Hier ist die Bauzeit jedoch zügiger, da dort nur die Stadtwerke der Stadt Weinstadt Leitungen verlegen.“ In der Pestalozzistraße verlegen die Stadtwerke nur noch die Fernwärmeleitung, weshalb es hier nach Niederbergers Angaben nur in Abschnitten zu Beeinträchtigungen kommen soll.

Stadtwerke wollen neue Kunden für Fernwärme-Netz bekommen

Die Anwohner sind laut dem Weinstädter Pressesprecher informiert, dass die Stadtwerke Weinstadt in der Justinus-Kerner-Straße die Fernwärmeleitung verlegen möchten. Gleichzeitig will der Eigenbetrieb der Stadt dort die Anwohner als neue Kunden gewinnen. „Die Akquise hierfür wird mit Anschreiben an die Eigentümer zurzeit betrieben“, betont Niederberger. Sobald eine Firma für die Baumaßnahme feststeht, soll in einem Termin vor Ort über den Ablauf informiert werden. „Dies hat sich bei den vergangenen Maßnahmen bewährt.“