Weinstadt

Gemeinderätin nach Sitzung in Weinstadt positiv auf Corona getestet

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In der Gemeinderatssitzung am 17. Dezember in der Jahnhalle. © Gabiel Habermann

Die Stadt Weinstadt hat die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gemeinderatssitzung vom 17. Dezember darüber informiert, dass eine Gemeinderätin positiv auf das Corona-Virus getestet wurde. Die Sitzung fand in der Jahnhalle in Endersbach statt. Alle insgesamt 47 anwesenden Personen mussten FFP2-Masken tragen und große Abstände einhalten. Außerdem wurde regelmäßig gelüftet. Deshalb wird das Risiko der Ansteckung von Jan Beck, dem Leiter des Hauptamtes, als niedrig bewertet.

Symptome ein Tag nach der Sitzung

Einen Tag nach der Sitzung habe die betroffene Gemeinderätin Symptome bekommen. Die Warnung erreichte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer telefonisch oder per Mail am Montag, 28. Dezember. Neben 22 Stadträten war auch die Rathausspitze, einzelne Mitarbeiter und Zuschauer anwesend. Alle dort anwesenden Personen werden von der Stadt über den Fall informiert.

Im Vorfeld der Sitzung war darüber diskutiert worden, ob diese überhaupt als Präsenzveranstaltung stattfinden soll. Oberbürgermeister Michael Scharmann hatte sich wenige Wochen zuvor in Quarantäne begeben müssen, nachdem er im Gemeinderat neben einem infizierten Verwaltungsmitglied gesessen hatte. Weil offenbar nicht ausreichend gelüftet worden war, handelte sich die Stadt damals einen Rüffel des Landrats Richard Sigel ein. Letztlich wurden die Regeln für die Sitzung in der Jahnhalle verschärft.

Sitzungen per Videokonferenz zukünftig möglich

Dort haben die Gemeinderäte übrigens einstimmig eine Satzungsänderung beschlossen, die beschlussfähige digitale Sitzungen per Videokonferenz grundsätzlich ermöglicht – „für den hoffentlich nicht eintretenden Fall, dass Sitzungen aufgrund des Infektionsgeschehens ansonsten gar nicht mehr stattfinden können“, wie es in einer entsprechenden Vorlage der Verwaltung heißt.