Weinstadt

Geschenkaktion der Stadt kommt an

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OB Michael Scharmann will die Geschenkaktion für bedürftige Kinder 2019 wiederholen. © ZVW/Danny Galm

Weinstadt. „Es ist super eingeschlagen“: Oberbürgermeister Michael Scharmann zeigt sich erfreut über die vielen Bürger, die ein Geschenk für bedürftige Kinder aus Weinstadt gekauft haben. 88 Wünsche von Kindern aus 56 Familien konnten erfüllt werden. Dafür hat die Stadtverwaltung eng mit der Weinstadt-Tafel kooperiert.

Als Ende November die Wunschkarten der Kinder an der Wünsche-Wand im Beutelsbacher Rathaus aufgehängt wurden, dauerte es nicht lange – und sie waren alle weg. „Nach vier Stunden waren alle 70 Karten vergriffen“, sagt Holger Niederberger, der Sprecher der Stadt Weinstadt. Dann kamen noch 18 weitere Wunschkarten hinzu, die ebenfalls schnell einen Bürger fanden, der bereit war, den Wunsch zu erfüllen. Die Nachfrage war letztlich viel größer als das Angebot.

Anonymität der Kinder wird von der Stadt garantiert

Es war das erste Mal, dass die Stadt Weinstadt Geschenke für Kinder aus bedürftigen Familien gesammelt und an diese verteilt hat. Die Idee dazu hatte Heike Scharmann, die Frau von Oberbürgermeister Michael Scharmann – und der war davon sofort angetan. Bei der Umsetzung geholfen hat die Weinstadt-Tafel, deren Nutzer alle einen Tafel-Ausweis haben müssen. Dieser soll garantieren, dass auch nur jene dort einkaufen können, die wirklich finanziell darauf angewiesen sind, wie zum Beispiel Hartz-IV-Empfänger.

Zum anderen gewährleistet die Weinstadt-Tafel auch die Anonymität der Kinder gegenüber der Stadtverwaltung: Namen von Familien wurden nicht herausgegeben, auch die Spender selbst erfuhren nicht, welches Kind nun ihr Paket erhielt. Gleiches gilt für die Spender: „Wir wissen nicht, wer die Menschen sind, die da geholfen haben“, sagt Pressesprecher Holger Niederberger.

Die Mädchen und Jungs, die mitmachten, konnten sich einen Weihnachtswunsch im Wert von bis zu 15 Euro erfüllen lassen. So stand es zumindest in der Ausschreibung. In der Praxis haben es dann laut Holger Niederberger viele nicht so genau genommen mit dieser Begrenzung, nach dem Motto: Hauptsache, der Wunsch wird erfüllt. Die Bandbreite war dabei ganz bunt: Die Kinder wollten Puppen, Plüschtiere und Lego, aber auch WLAN-Verstärker, Fußballtrainingsklamotten und Gummistiefel. „Manche waren reine Kinderwünsche. Bei anderen hatten die Eltern wohl ein bisschen mitgeholfen“, sagt Holger Niederberger. Verpacken musste die Stadt keines der Geschenke. Das haben die Bürger selbst gemacht, sie haben Karten draufgeklebt und teilweise alles noch mit Süßigkeiten dekoriert.

2019 soll es eine Neuauflage geben

Fürs Abholen der Geschenke hatten die Kinder und deren Familien zwei Möglichkeiten. Zum einen konnten sie zu einem festen Termin für alle Beschenkten ins Beutelsbacher Rathaus kommen. Wem dies unangenehm war, der hat noch bis zum 1. Januar die Möglichkeit, im Beutelsbacher Rathaus im Vorzimmer des Oberbürgermeisters vorbeizuschauen. Eines kann Michael Scharmann jetzt schon versprechen: Es wird 2019 eine Neuauflage geben. „Auf jeden Fall war es eine schöne Aktion – und die wollen wir wiederholen.“


Keine Karten

Auf den Versand von Weihnachtskarten der Stadt Weinstadt hat Oberbürgermeister Michael Scharmann in diesem Jahr bewusst verzichtet, zugunsten der neuen Weihnachtswunsch-Aktion, die er auf Initiative seiner Frau ins Leben gerufen hat.

Weinstadt orientiert sich hier an Nachbarkommunen, wo solche Aktionen seit Jahren auf große Resonanz stoßen. In den Genuss kamen in Weinstadt bedürftige Kinder bis zum Alter von 16 Jahren.