Weinstadt

Großer Wechsel im Jugendgemeinderat

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Nach 2 Jahren endet die Amtszeit des ersten Weinstädter Jugendgemeinderats. Ich treffe mich mit den Jugendgemeinderäten Christia
Sie treten nicht mehr an (von links): Die jetzigen Jugendgemeinderäte Darlene Podolla, Giovanni Grimaldi, Christian Kaupp, Felix Witzlinger und Ruben Kuhnle. © Habermann / ZVW
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Jugendgemeinderat
Nicht alle Projekte wurden umgesetzt: Laura Frick, Ruben Kuhnle, Eva Schnürle, Felix Witzlinger, Christian Kaupp, Alexander Schwegler und Darlene Podolla (von links) stellten im Sommer 2016 ihre Pläne für eine Graffitiwand am Skaterpark vor. Errichtet wurde diese bis jetzt aber noch nicht. © Palmizi / ZVW

Weinstadt. 1107 Jugendliche entscheiden in Weinstadt, wer in den neuen Jugendgemeinderat kommt. Vom 6. März bis 16. März wird online gewählt – und das Ergebnis wird am 17. März bei einer Wahlparty im Jugendhaus verkündet. Es steht ein Generationenwechsel an: Vom alten Gremium müssen altersbedingt fast alle aufhören.

„Vor uns liegt eine Menge, Menge Arbeit“: Stadtjugendreferent Kurt Meyer weiß nur zu gut, dass die Wahl eines Jugendgemeinderats kein Selbstläufer ist. Allein die Kandidatensuche kostet viel Mühe. Und damit am Ende eine halbwegs gute Wahlbeteiligung herausspringt, ist auch Einsatz nötig. 2015 nutzten 28,7 Prozent der wahlberechtigten Weinstädter Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren ihre Stimme. 2013 waren es sogar 34 Prozent – was landesweit für Jugendgemeinderatswahlen ein guter Wert ist. „Mir ist es immer noch zu wenig – ich hätte gern mehr“, sagt Kurt Meyer. Die Vorbereitungen für die Wahlen zum Jugendgemeinderat laufen jedenfalls auf Hochtouren, der Terminkalender für die nächsten Wochen ist eng getaktet. Und im Gremium selbst steht ein Generationenwechsel bevor: Bis auf Lam Le können alle anderen zwölf Jugendgemeinderäte aus Altersgründen nicht mehr kandidieren.

OB Michael Scharmann wünscht sich viele Bewerber

Ruben Kuhnle, Christian Kaupp, Felix Witzlinger, Laura Frick, Jasmin Oltmanns, Georgios Lazaridis, Darlene Podolla, Eva Schnürle, Giovanni Grimaldi, Alexander Schwegler, Mareike Hutt und Dominik Künkele werden also dem neuen Jugendgemeinderat definitiv nicht mehr angehören. Das ist ein deutlicher Unterschied zur Wahl im Jahr 2015, bei der noch einige aus dem alten Gremium erneut antraten und auch gewählt wurden. OB Michael Scharmann appellierte deshalb in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats an alle, die geplanten Veranstaltungen zur Jugendgemeinderatswahl zu besuchen und auch dafür zu werben. Denn mit einer großen Auswahl an Kandidaten steht und fällt die ganze Wahl. „Es wäre eine tolle Sache, wenn wir ein großes Bewerberfeld hätten“, sagte Oberbürgermeister Michael Scharmann.

Junge Menschen an die Themen der Stadt heranführen

Die Stadträte zeigten sich in der Sitzung mit der bisherigen Arbeit des Jugendgemeinderats zufrieden. Für GOL-Fraktionschef Manfred Siglinger ist das Gremium hilfreich, damit die Themen, die Jugendliche bewegen, auch berücksichtigt werden. „Ich glaube, es war ein ganz tolles Team. Es ist wirklich besser gelaufen, als man es am Anfang gedacht hat“, findet CDU-Fraktionschef Ulrich Witzlinger, dessen Sohn Felix selbst seit vier Jahren Jugendgemeinderat ist. Aus seiner Sicht ist es über das Gremium gelungen, junge Menschen an die Themen der Stadt heranzuführen. Theo Bachteler (SPD) kündigte an, im Schulbeirat Werbung für die Jugendgemeinderatswahl zu machen – denn dort sitzen neben den Rektoren auch Elternvertreter.

Stadtjugendreferent Meyer gab sich indes optimistisch, dass auch die dritte Jugendgemeinderatsperiode erfolgreich wird. Um genug Kandidaten zu erhalten, wird es am Mittwoch, 8. Februar, von 14.30 Uhr an in der Mensa am Bildungszentrum ein politisches Planspiel geben. Thema: Wie fühlt es sich an, Jugendgemeinderat zu sein?

Bewerbungsfrist endet am 16. Februar

Ein Anschreiben von OB Michael Scharmann erhalten alle wahlberechtigten Jugendlichen von Donnerstag, 19. Januar, an. Bis Ende Januar wird Stadtjugendreferent Kurt Meyer mit zwei Mitarbeiterinnen durch die Schulen am Bildungszentrum touren und alle Schüler ab der achten Jahrgangsstufe informieren. Für Azubis und Schüler auswärtiger Schulen soll es eine Infoveranstaltung im Jugendhaus in Beutelsbach geben.

Die Bewerbungsfrist für den Jugendgemeinderat endet am Donnerstag, 16. Februar. Kandidieren können alle, die zwischen dem 15. März 1999 und dem 16. März 2003 geboren wurden und seit dem 16. Dezember 2016 ihren Erstwohnsitz in Weinstadt haben.

Plakate mit den Fotos der Kandidaten werden vom 20. Februar an in den Schulen am Bildungszentrum aufgehängt. Öffentlich vorstellen werden sich die Kandidaten am Mittwoch, 8. März, von 19 Uhr an im Stiftskeller.

Gewählt wird von Montag, 6. März, bis Donnerstag, 16. März, an allen Schulen des Bildungszentrums sowie online. Der Link zur Wahlplattform ist unter www.weinstadt.de/jugendgemeinderat erreichbar.

Konstituierende Sitzung des neuen Jugendgemeinderats ist am Montag, 27. März, von 19 Uhr an in der Steinscheuer.