Weinstadt

Heimatmuseum in Endersbach geht neue Wege: Durch den Adventsmarkt bummeln – vom Sofa aus

pflaster14
Karin Schimonowitsch (links) und Sylvia Ilg vom Förderverein des Heimatmuseums Pflaster 14 an der weihnachtlich geschmückten alten Mostpresse vor dem Museum. © Benjamin Büttner

Dieses Jahr ist alles anders. So auch für das Heimatmuseum Pflaster 14 in Endersbach. Der Adventsmarkt, den die Verantwortlichen seit 2016 jedes Jahr vom ersten Advent an veranstalten, kann nicht wie gewohnt stattfinden. Deshalb gehen die Ehrenamtlichen neue Wege.

Das Heimatmuseum Pflaster 14 in Weinstadt-Endersbach hat unter den strengen Corona-Auflagen zu leiden. Hätte der Förderverein des Heimatmuseums den Markt trotz allem veranstaltet, wären jeweils nur drei Personen pro Ausstellungsraum zugelassen gewesen. Auf Glühwein und Kuchen hätten die Gäste verzichten müssen. So hätte das niemandem Spaß gemacht, glaubt Karin Schimonowitsch, die Leiterin der Spinngruppe des Fördervereins. Den Adventsmarkt ganz ausfallen zu lassen kam aber ebenfalls nicht infrage. Deshalb findet er jetzt online statt.

„Ich komme öfters auf so dumme Ideen“, sagt Karin Schimonowitsch mit einem Lachen. Der Adventsmarkt des Fördervereins Pflaster 14 ist unter www.pflaster14.de abrufbar. Bis zum Ende des Jahres ist es möglich, hier selbst gemachte Artikel zu kaufen.

Socken, Mützen, Schals, Filzsterne ...

Doch wie hat man sich einen Online-Adventsmarkt vorzustellen, und was wird dort angeboten? Von selbst gehäkelten Loop-Schals, Socken, Mützen über Filzsterne bis hin zu Weihnachtsdekorationen ist alles vorhanden, was das weihnachtliche Herz begehrt. Die angebotenen Artikel hat die Spinngruppe des Fördervereins im Laufe des Jahres hergestellt. „Wir treffen uns immer einmal im Monat und das seit 2008“, sagt Karin Schimonowitsch. Die Spinngruppe sei eine große Stütze für die teilnehmenden Damen. Das letzte Treffen der Spinngruppe habe allerdings in einer sehr kleinen Gruppe im Oktober unter sehr strengen Auflagen stattgefunden. Im Sommer haben sich die Frauen im Hof unter freiem Himmel zum Spinnen getroffen, doch in den Wintermonaten sei das nicht umsetzbar, sagt Karin Schimonowitsch.

Erlös kommt der Spinngruppe zugute

Verkauft werden sollen die Produkte dennoch, dieses Jahr eben nur online. „Die Website befindet sich noch im Aufbau, und für uns ist es auch das erste Mal“, betont Karin Schimonowitsch. Der Erlös der verkauften Waren komme der Spinngruppe zugute, die davon neue Materialien beziehungsweise Geräte kaufen könne – oder einen gemeinsamen Ausflug machen. Die Artikel sind mit einem Foto auf der Website hinterlegt. Wer Interesse hat, kann den Förderverein per E-Mail kontaktieren und seine Bestellung aufgeben. Dabei sollten die Käufer die Artikelnummer angeben und den Preis erfragen.

„Bummeln Sie also dieses Mal vom Sofa aus, vielleicht mit einem Becher Glühwein in der Hand“, heißt es auf der Internetseite des Fördervereins und des Heimatmuseums Pflaster 14.

Weihnachtlich geschmückt

Zudem empfiehlt Karin Schimonowitsch den Besuch des Museums. Zwar sei der Museumsbetrieb zurzeit aufgrund der Corona-Maßnahmen geschlossen, aber „ab 16 Uhr schaltet sich die Beleuchtung des Museums an, und dann sieht der Eingangsbereich besonders schön aus“, sagt sie. Durch die Sprossenfenster lassen sich der Adventskalender begutachten, am Eingang zahlreiche Engel bestaunen. Jeden Tag werde der Adventskalender um ein Museumsstück erweitert, das im normalen Museumsbetrieb nicht ausgestellt werden kann, sagt Karin Schimonowitsch.

Somit verändere sich der Adventskalender im Sprossenfenster des Heimatmuseums täglich. Das dekorierte Schaufenster soll eine Art Hoffnungsträger darstellen, das Gefühl von Normalität vermitteln. „Ich hoffe, dass wieder andere Zeiten kommen“, sagt Karin Schimonowitsch.

Veranstaltungen für 2021 sind geplant

Wenn die Krise überstanden ist, sei, wer das Spinnen lernen möchte, in der Spinngruppe des Heimatmuseums Pflaster 14 herzlich willkommen. Dort wird nicht nur gemeinsam gesponnen, es werden auch Ideen für Veranstaltungen gesammelt. Ein Beispiel sei die Lichtstube, die im vergangenen Januar stattgefunden hat. Auch für das kommende Jahr seien wieder neue Veranstaltungen geplant. Im echten Leben, nicht nur online.

Dieses Jahr ist alles anders. So auch für das Heimatmuseum Pflaster 14 in Endersbach. Der Adventsmarkt, den die Verantwortlichen seit 2016 jedes Jahr vom ersten Advent an veranstalten, kann nicht wie gewohnt stattfinden. Deshalb gehen die Ehrenamtlichen neue Wege.

Das Heimatmuseum Pflaster 14 in Weinstadt-Endersbach hat unter den strengen Corona-Auflagen zu leiden. Hätte der Förderverein des Heimatmuseums den Markt trotz allem veranstaltet, wären jeweils nur drei Personen pro

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