Weinstadt

Impfambulanz Weinstadt: Corona-Impfung ja, Grippe-Impfung nein

Manuel Kristen
Die Bachmanns bekommen bei Manuel Kristen ihre vierte Corona-Schutzimpfung. © Gabriel Habermann

Im Januar 2022 eröffnete der Stuttgarter Oberarzt Manuel Kristen eine Impfambulanz in Weinstadt, speziell für die Corona-Schutzimpfungen. Der letzte Herbst zeigte bereits, wie schnell die Anzahl der Infizierten, vor allem in der Grippe-Saison, steigen kann. Für diesen Herbst möchte Kristen gewappnet sein: Ein festes Team und genügend Impfstoff stehen bereit, um die Bürger von einer Erstimpfung bis zur Auffrischungsimpfung zu versorgen.

Impfpraxis bleibt noch mindestens bis Jahresende offen

Die Impfpraxis war seit der Eröffnung dauerhaft in Betrieb - das sei auch wichtig gewesen: „Anfang des Jahres waren es bis zu 40 Impfungen am Tag“, berichtet Manuel Kristen. Eigentlich dachte er an einen Zeitraum von sechs Monaten, in welchem er die Praxis leiten würde - inzwischen sind es schon elf Monate, und ein Ende ist nur vage in Sicht. Er plant, die Impfambulanz in Weinstadt mindestens bis Ende des Jahres zu betreiben. Sollte die Impfnachfrage allerdings wieder steigen, würde er auch bis ins Frühjahr 2023 weiter impfen.

Aktuell hat die Praxis an zwei Abenden in der Woche geöffnet. Diese variieren, je nachdem wie der Arzt und die Mitarbeiter es sich einrichten können. Jeder der Mitarbeiter ist in der Impfambulanz als Teilzeitkraft eingestellt. Unter den 15 Helfern befinden sich langjährige Ärzte, Rettungssanitäter, Krankenpfleger und auch eine Hebamme - alle haben eine medizinische Ausbildung.

Viele Patienten kommen wegen Omikron-Impfstoff

Bei einer hohen Impfnachfrage gebe es genug Kapazität, um wieder mehr Termine anbieten zu können. „Die Herbstwelle schwächt gerade wieder ab“, so der Praxisinhaber. In die Impfpraxis kommen die meisten für eine Auffrischungsimpfung. Dabei seien die von der ständigen Impfkommission ausgewiesenen Risikogruppen am häufigsten vertreten. „Inzwischen kommen auch Jüngere für den Booster“, beobachtet Manuel Kristen. Dabei würde der an Omikron angepasste Impfstoff BA.5 und BA.1 von Biontech am häufigsten verimpft werden. Das Modell der parallelen Impftermine sei zudem bevorzugt: Dabei können sich Paare oder ganze Familien gemeinsam einen Impftermin buchen.

So haben es auch die Bachmanns gemacht: Inge und Helmut Bachmann wohnen in Aichwald und haben sich in der Impfpraxis die vierte Impfung verabreichen lassen. „Wieso? Weil es am nächsten bei uns ist und es noch freie Termine gab“, begründet der 73-Jährige die Wahl der Impfpraxis. Seine Frau fand es zudem praktisch, dass sie gemeinsam einen Termin bekamen und die Buchung „recht unkompliziert“ gewesen sei. „Ach, und die freien Parkplätze“, schiebt Helmut Bachmann nach.

Keine Grippe-Impfung in der Impfambulanz

Neben der Corona-Schutzimpfung würde der Praxisleiter auch gerne die Grippe-Schutzimpfung anbieten. Dies sei jedoch „zu kompliziert“ für die kleine private Praxis. Da die Grippe-Impfung über die Krankenkasse läuft, müsse man den Impfstoff für die Patienten jeweils einzeln bestellen und abholen. Zudem habe die Praxis keinen festen Patientenstamm, weshalb eine vorherige Absicherung nötig wäre. Für eine zeitlich begrenzte Praxis, die von Teilzeitkräften geführt wird, sei dies zu viel Aufwand.

Seitdem die Impftermine nicht mehr über die Internetseite von Cosan vermittelt werden, „ballen sich die Termine“, so Manuel Kristen. Über die aktuelle „Impftermin-BW“-Internetseite werden die Termine zuerst zu Beginn der halben und vollen Stunde verteilt und danach der Zeitraum dazwischen „aufgefüllt“. Dadurch sei der regelmäßige Fluss, wie von der Cosan-Terminvergabe gewohnt, unterbrochen.

Im Januar 2022 eröffnete der Stuttgarter Oberarzt Manuel Kristen eine Impfambulanz in Weinstadt, speziell für die Corona-Schutzimpfungen. Der letzte Herbst zeigte bereits, wie schnell die Anzahl der Infizierten, vor allem in der Grippe-Saison, steigen kann. Für diesen Herbst möchte Kristen gewappnet sein: Ein festes Team und genügend Impfstoff stehen bereit, um die Bürger von einer Erstimpfung bis zur Auffrischungsimpfung zu versorgen.

Impfpraxis bleibt noch mindestens bis Jahresende

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