Weinstadt

Kitas und Grundschulen: Wie läuft die Öffnung in Weinstadt ab?

Kindergarten
Ab Ende Juni soll in den Kitas laut der Landesregierung wieder ein Regelbetrieb stattfinden – unter Pandemiebedingungen. Symbolfoto. © Carole LR/Pixabay

Nachdem die Landesregierung von Baden-Württemberg den Weg wieder frei gemacht hat, öffnet die Stadt Weinstadt ihre Grundschulen und Kindertagesstätten für alle Kinder zum Ende Juni. „Wir sind froh, dass die derzeitige Pandemielage nun die Öffnung der Kitas und Grundschulen wieder zulässt“, sagt Oberbürgermeister Michael Scharmann laut Pressemitteilung der Stadt. Er freue sich über die Möglichkeit, von Montag, 29. Juni, an wieder alle Kinder in die Kitas und Grundschulen zu lassen.

Am stärksten von der Pandemie betroffen

„Die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft wurden ganz besonders von den Einschränkungen der Corona-Pandemie getroffen“, sagt der Leiter des Amtes für Familie, Bildung und Soziales, Ulrich Spangenberg, laut Mitteilung der Stadt. Umso wichtiger sei es, dass den Kindern bis zum Grundschulalter nun wieder ein gewisses Stück Normalität zurückgeben zu können. Es sei wichtig und richtig, dass gerade bei den jüngsten Kindern begonnen wird, deren Bedürfnisse nach Förderung und Unterstützung wieder in die Hände der pädagogischen Fachkräfte in den Kitas und Schulen zu geben.

Änderungen gegenüber der Zeit vor Corona

Seit Bekanntwerden der Möglichkeit, Grundschulen und Kitas wieder zu öffnen, arbeiten Schulleitungen, Lehrerkollegien, Schülerbetreuungen und die Kita-Teams nach Darstellung der Stadt an einer praktikablen und nachhaltigen Umsetzung. Denn: Ein paar pandemiebedingte Änderungen gegenüber den Zeiten vor Corona gibt es.

Stadt will in Kitas wieder vollen Betreuungsumfang anbieten

Bei den städtischen Kitas werden die Eltern im Laufe dieser Woche von den Einrichtungsleitungen genau informiert. Die Eltern dürfen nach Angaben der Weinstädter Stadtverwaltung davon ausgehen, dass sie ihre Kinder wieder im vollen ursprünglichen Betreuungsumfang in die Einrichtungen bringen können.

Wieder warmes Essen in der Schulmensa

Auch bei den Grundschulen kann von 29. Juni an wieder in allen Fächern unterrichtet werden, mit Ausnahme von Musik und Sport. Auch die Ganztagsschulen arbeiten wieder im gewohnten Umfang. Es wird wieder ein warmes Mittagessen in der Mensa geben und auch die über die Ganztagsschule hinausgehenden Betreuungsangebote stehen bereit. An den Regelgrundschulen werden die kommunalen Betreuungsangebote der Kernzeitbetreuung und flexiblen Nachmittagsbetreuung von 29. Juni an auch wieder geöffnet sein. Gleichzeitig enden in den Kitas und Grundschulen in diesem Zuge die Notbetreuungen.

Gebühren müssen wieder gezahlt werden

Mit der Öffnung werden auch wieder die üblichen Betreuungs- und Essensgebühren von 29. Juni an fällig. Für die Monate der Schließung wurden seit April keine Gebühren mehr eingezogen. Die ausgefallenen Angebote im März werden nun mit den nächsten Gebühren verrechnet.

Genauso wird nun auch die in Anspruch genommene Notfallbetreuung, sofern diese gebührenpflichtig war, berechnet. Die Eltern erhalten hierzu einen gesonderten Gebührenbescheid. Am 16. Juni wurde in der Corona-Verordnung auch signalisiert, wie es im Kindergartenjahr 2020/21 weitergehen soll. In den nächsten Tagen wird die Stadt den Eltern die entsprechenden Platzzusagen über die zentrale Platzvergabe versenden.

Oberbürgermeister Scharmann dankt allen

„Wir danken den Eltern für ihre Geduld und ihr Verständnis“, sagt OB Michael Scharmann laut Pressemitteilung. Schließlich müsse man in dieser besonderen Situation erst abwarten, welche Möglichkeiten die konkrete Corona-Verordnung des Landes für die Öffnung von Kitas überhaupt bietet. Jetzt bestehe Klarheit. „Ich möchte den Eltern, die neben Home-Office auch das Home-Schooling oder die Kinderbetreuung zu stemmen hatten, meinen größten Respekt ausdrücken. Aber auch die Lehrerinnen und Lehrer und natürlich die pädagogischen Fachkräfte der Kindertageseinrichtungen und Schülerbetreuungen haben Immenses geleistet, um aus dieser Pandemiesituation das Beste zu machen und für die Kinder so gut es eben möglich war da zu sein.“