Weinstadt

Nach Unglück an der Rems in Schwäbisch Gmünd: Remsstrand in Weinstadt wird für Kinder sicherer

Remsstrand
Zur Sicherheit für spielende Kinder ist beim Großheppacher Remsstrand ausgebaggert worden. Es wurden Pfähle eingesetzt, die mit einem Tau versehen wurden – und die Flachwasserzone von tieferen Bereichen klar abtrennen. © Mathias Ellwanger

Damit Kinder in der Flachwasserzone im Remsstrand keiner Gefahr ausgesetzt sind, hat das Weinstädter Tiefbauamt jüngst einen Bagger auf dem Mühlwiesenareal bei der Großheppacher Häckermühle eingesetzt. Dieser hat dort einen Teil der Anlandung entfernt. Zudem wurden Pfähle im Wasser eingesetzt, die laut dem Weinstädter Pressesprecher Holger Niederberger mit einem Tau versehen wurden.

So sollen die Eltern sofort sehen können, ob ihr Kind noch im flachen Bereich unterwegs ist. Ist die Maßnahme eine Reaktion auf ein Unglück, das sich Anfang des Jahres in Schwäbisch Gmünd ereignete und bundesweit für Schlagzeilen sorgte?


Im Krankenhaus an Herzstillstand gestorben

In der Stadt im Ostalbkreis war am 20. Januar ein Junge in der Rems ums Leben gekommen. Der Dreijährige hatte zusammen mit seiner Kindergartengruppe auf einem Spielplatz nahe des Remsufers gespielt und sich zunächst unbemerkt von der Gruppe entfernt. Nachdem festgestellt wurde, dass der Junge verschwunden ist, wurde sofort nach ihm gesucht. Das Kind wurde schließlich leblos im Wasser gefunden und sofort von Rettungsdienst und Notarzt versorgt. Im Krankenhaus starb der Dreijährige an einem Herzstillstand.

Solche Vorfälle wie in Gmünd sind laut dem Weinstädter Pressesprecher Holger Niederberger natürlich immer wieder Anlass dafür, Spielstätten zu kontrollieren – aber im Fall des Großheppacher Remsstrandes waren sie nicht der ausschlaggebende Grund.


Spielflächen werden regelmäßig überprüft

Zunächst einmal werden nach Niederbergers Angaben alle Weinstädter Spielflächen vom Tüv und der Stadt regelmäßig geprüft. Als der Remsstrand vor einigen Jahren als Vorzeigeprojekt für die Remstal-Gartenschau 2019 konzipiert wurde, sei von Anfang an für alle klar gewesen, dass die Sicherheit hier an oberster Stelle stehe.

Unabhängig von dem Fall in Gmünd hat daher die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben vor einigen Monaten überprüft, wie der Remsstrand noch sicherer werden kann. Das Tau, das nun am Remsstrand die Flachwasserzone von tieferen Bereichen trennt, soll sowohl für Kinder als auch für die beaufsichtigenden Eltern eine Hilfe sein.

So können Letztere nun zu ihren Kindern sagen, dass sie nur bis zu dem Seil gehen dürften – aber auf keinen Fall weiter. Und die Eltern erkennen nun durch das Tau optisch auch leichter, ob ihr Nachwuchs in Gefahr ist.

Nur geringe Kosten

Die bauliche Absperrung befindet sich an der Stelle, an welcher der Heppach in die Rems fließt. „Diese kann nur eingebaut werden, wenn die momentan vorhandene Anlandung entfernt wird“, erläutert der Weinstädter Pressesprecher Holger Niederberger. Im Zuge dieser Arbeiten legt das Tiefbauamt auch die Zwischenräume zwischen den Betonstufen im Heppach wieder frei. Die Kosten liegen bei rund 2000 Euro.

Nebenan wird eine fast 50 Jahre alte Brücke saniert

Nebenan wird derzeit noch die fast 50 Jahre alte Remsbrücke saniert – und zwar für knapp 450 000 Euro einschließlich Nebenkosten. Dafür gibt es nach Holger Niederbergers Angaben einen Zuschuss des Landes Baden-Württemberg von etwa 50 Prozent. Die Fertigstellung der Brücke ist für Mitte Juli vorgesehen. Die Sanierung ist nötig, weil die Brücke bei einer Prüfung auf einer Skala von eins bis vier nur die Gesamtnote 3,8 erhielt.

Im Anschluss sollen auf beiden Seiten der alten Brücke noch Wasserleitungen verlegt werden. Freigegeben werden soll die Brücke daher erst im Laufe des Augusts. Ebenfalls werden mit der Sanierung der Brücke die Straßenbeleuchtungskabel sowie die Stromversorgung erneuert und auch noch Leerrohre für die Breitbandverkabelung vorgesehen.

Damit Kinder in der Flachwasserzone im Remsstrand keiner Gefahr ausgesetzt sind, hat das Weinstädter Tiefbauamt jüngst einen Bagger auf dem Mühlwiesenareal bei der Großheppacher Häckermühle eingesetzt. Dieser hat dort einen Teil der Anlandung entfernt. Zudem wurden Pfähle im Wasser eingesetzt, die laut dem Weinstädter Pressesprecher Holger Niederberger mit einem Tau versehen wurden.

So sollen die Eltern sofort sehen können, ob ihr Kind noch im flachen Bereich unterwegs ist. Ist die

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