Weinstadt

Neubaugebiet Furchgasse in Schnait: Verkauf der Bauplätze verzögert sich

Wohngebiet Furchgasse
Am Ortseingang von Schnait aus Richtung Baach entsteht ein neues Wohngebiet. © Alexandra Palmizi

Im Juli ist der Spatenstich fürs neue Schnaiter Wohngebiet am Ortsausgang in Richtung Baach erfolgt. Hier haben die Erschließungsarbeiten begonnen, noch bevor der Bebauungsplan offengelegt war – dieser musste nämlich eine Ehrenrunde drehen. Auf dem rund 1,7 Hektar großen Gebiet sollen bald sechs Doppelhaushälften, neun Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser entstehen. Auch geförderte Sozialwohnungen soll es geben. Insgesamt rund 50 Wohnungen für bis zu 120 Menschen. Eigentlich sollte der Verkauf der Bauplätze jetzt zum Ende des Jahres starten. Doch daraus wird wohl nichts.

Erneuerung der Strom- und Internetanschlüsse ist aufwendig

Seit die Erschließung des Neubaugebiets im Sommer begonnen hat, hat die beauftragte Baufirma laut Stadt Weinstadt in der Buchhaldenstraße die Entwässerungsleitungen und die Wasser- und Gasleitungen ausgetauscht. „Die Erschließungsarbeiten benötigen aber mehr Zeit als ursprünglich geplant“, informiert die Pressestelle weiter.

Das liege daran, dass die Arbeiten im Bestand der Buchhaldenstraße sehr aufwendig seien. „Vor allem die Erneuerung der Bestandshausanschlüsse und die Neuverlegung der Gasleitung sind anspruchsvoll. Ebenfalls müssen bestehende Kabel der Stromversorgung und der Telekommunikation umverlegt werden.“

Bis Mitte 2022 soll Baugebiet vollständig erschlossen sein

Die aktuelle Planung sieht vor, dass die Buchhaldenstraße zum Jahresende hin fertig werden soll – zumindest zum allergrößten Teil. „Teilbereiche des Kreuzungsbereichs zur Hölderlinstraße müssen im Frühjahr fertiggestellt werden.“ Im Moment werden in der Buchhaldenstraße die Bordsteine gebaut. Danach sollen die Arbeiten zum Straßenbau weitergeführt werden. Anschließend soll dann das Baugebiet selbst erschlossen werden. Die Erschließung des Baugebietes soll bis Mitte Mai 2022 abgeschlossen sein.

Mittlerweile ist außerdem endlich die erneute Offenlegung des Bebauungsplans für das Neubaugebiet Furchgasse erfolgt: „In Zusammenarbeit mit dem beauftragten Planungsbüro arbeitet das Stadtplanungsamt derzeit an der Abwägung der während der Offenlage eingegangenen Stellungnahmen von den Behörden und der Öffentlichkeit“, so die Pressestelle Weinstadt. Im Anschluss könne man dann die nächsten Schritte in Angriff nehmen: Immerhin müssen die Bauplätze noch verkauft werden.

Bauplätze in der Brückenstraße werden gleichzeitig verkauft

Aktuell stimme die Stadt deshalb mit den Alteigentümern den Rückkauf von Bauplätzen ab. „Das Verfahren für den Bauplatzverkauf an die Bürgerschaft wird voraussichtlich im nächsten Jahr zusammen mit den Bauplätzen in der Brückenstraße erfolgen“, kündigt die Stadt an.

Hierzu müsse aber zunächst das Bebauungsplanverfahren in der Brückenstraße einen Schritt weiter gekommen sein. „Ziel ist, die Ausschreibung in der ersten Jahreshälfte zu veröffentlichen.“

Vergabe nach sozialen Kriterien

Zu den Grundstückspreisen möchte die Stadt derweil nichts sagen: Preise für Grundstückstransaktionen seien grundsätzlich bis zur Ausschreibung nichtöffentlich. Von diesem Grundsatz wolle die Stadt auch in Hinblick auf das Wohngebiet Furchgasse nicht abweichen. „Die gesamten Konditionen der Verkäufe werden den Bauplatzinteressenten mit Veröffentlichung der Ausschreibung offengelegt“, kündigt die Pressestelle jedoch an.

Wie für die acht Bauplätze in der Brückenstraße in Großheppach sollen auch für die 21 Bauplätze in der Furchgasse soziale Vergabekriterien gelten: Interessenten können bei ihrer Bewerbung um die Bauplätze Punkte sammeln, die sich an sozialen Kriterien bemessen. So können laut Stadt zum Beispiel Bewerber mit Familie, die seit über fünf Jahren in Weinstadt leben, vielleicht auch noch hier arbeiten und bei einem Verein aktiv sind, viele Punkte sammeln. Und haben so verhältnismäßig gute Chancen auf einen Bauplatz. Bei Punktgleichheit entscheidet das Los.

Die Planung läuft schon seit 2016

Auch wenn sich die Erschließung aufwendiger gestaltet als erwartet und der Verkauf der Bauplätze nun doch erst kommendes Jahr startet, ist das Projekt Neubaugebiet Furchgasse inzwischen schon weit gediehen: 2016 sind die damaligen Grundstücksbesitzer auf die Stadt zugegangen mit dem Wunsch, ihre Grundstücke könnten Grundlage für ein neues Wohngebiet werden. Die Wiesen waren damals bereits seit längerer Zeit im Flächennutzungsplan der Stadt Weinstadt als Wohnbaufläche ausgewiesen. In den Folgejahren hat die Stadt die Wiesen gekauft.

Für den Bebauungsplan hatte die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit eigentlich schon 2020 stattgefunden. Danach musste die Gemeinde den Plan aber noch einmal aufwendiger nachschärfen und konkretisieren. Für künftige Bauherren haben sich dieses Jahr unter anderem noch Änderungen zu Dachgauben und Fotovoltaikanlagen auf Nebengebäuden ergeben. Diesen Sommer lag der überarbeitete Bebauungsplan zum zweiten Mal aus. Gemeinsam mit der Kommunalentwicklung der LBBW erfolgt jetzt die Erschließung.

Im Juli ist der Spatenstich fürs neue Schnaiter Wohngebiet am Ortsausgang in Richtung Baach erfolgt. Hier haben die Erschließungsarbeiten begonnen, noch bevor der Bebauungsplan offengelegt war – dieser musste nämlich eine Ehrenrunde drehen. Auf dem rund 1,7 Hektar großen Gebiet sollen bald sechs Doppelhaushälften, neun Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser entstehen. Auch geförderte Sozialwohnungen soll es geben. Insgesamt rund 50 Wohnungen für bis zu 120 Menschen. Eigentlich sollte der

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