Weinstadt

Neue Wohnungen im Bleistiftareal Beutelsbach: Verkauf startet bald

Bleistiftareal
Noch liegt das Bleistiftareal in der Beutelsbacher Ortsmitte brach – doch das soll sich noch in diesem Jahr ändern. © ZVW/Gaby Schneider

Der Verkauf der 30 geplanten Wohnungen auf dem Bleistiftareal in Beutelsbach soll im September starten. Das sagt Stephan Pflumm, einer von zwei Geschäftsführern der Phoenix Living GmbH aus Stuttgart, die als Investor fungiert. Geplant ist, direkt nach den Schulsommerferien loszulegen – und diese enden Mitte September. „Der Bauantrag ist eingereicht“, betont Stephan Pflumm. Der Bau des Wohn- und Geschäftshauses in der Ortsmitte von Beutelsbach, in das auch die Stadtbücherei einziehen wird, soll noch in diesem Jahr beginnen.

Lange lag das 1800 Quadratmeter große Gebiet brach. Grund dafür war, dass der frühere Investor, die Realgrund AG aus Ulm, insolvent gegangen war. 2017 hatte sich das Unternehmen noch gegen sechs andere Investoren durchgesetzt und den Zuschlag für die seit Jahren von der Stadt Weinstadt gewünschte Neugestaltung des Bleistiftareals erhalten.

Die Firma wollte schon früher mit dem Bau des Wohn- und Geschäftshauses starten, konnte aber nicht, weil das Landesamt für Denkmalpflege auf dem Gelände nach Spuren aus dem Mittelalter graben wollte. Öffentlich bekannt wurde das im März 2019. Die Grabungen begannen dann zweieinhalb Monate später als vorgesehen im August 2019 und endeten im Dezember 2019. Im Februar 2020 sollte Baustart für die Realgrund AG sein – dazu kam es aber nicht mehr: Kurz vor Weihnachten 2019 meldete die Realgrund AG Insolvenz an, wegen eines gescheiterten 140-Millionen-Euro-Projekts in Neu-Ulm, dem sogenannten Südstadtbogen.

Verzögerung wegen der Insolvenz der Realgrund AG aus Ulm

Die Wirtschaftskanzlei SGP Schneider Geiwitz & Partner führte nach der Insolvenz Gespräche mit potenziellen Investoren. Im April 2020 wurde bekannt, dass mit einem neuen Bauträger für das Bleistiftareal intensive Gespräche geführt werden. Die Stadt Weinstadt rechnete damals noch damit, dass im Sommer 2020 die Bauarbeiten beginnen könnten. Im Juli 2020 nannte die Verwaltung erstmals den Namen des neuen Investors, eine Einigung konnte aber noch immer nicht verkündet werden. Der Vertrag mit der Stadt kam erst im Frühjahr 2021 zustande. Grund dafür waren zähe Verhandlungen um einen Teil des Grundstücks, das sich noch im Besitz der insolventen Realgrund AG befunden hatte. Weinstadt teilte damals mit, dass die Arbeiten auf dem Bleistiftareal nach den Sommerferien starten und bis Herbst 2023 andauern sollen.

Im Herbst 2023 soll alles fertig sein

Daran hat sich auch nichts Wesentliches geändert. Claudia Leihenseder, Pressesprecherin der Stadt Weinstadt, teilt mit, dass Phoenix Living erst in die Vermarktung gehen wird, wenn die Baugenehmigung erteilt ist. „Der Bauantrag wurde soeben eingereicht.“ Wenn nach der Erteilung der Baugenehmigung der Bau beginnt, werde ein Bauzeitenplan erstellt und der Einzugszeitpunkt der Bücherei geschärft. Möglich wäre ein Baubeginn zum Beispiel im Oktober. Der Herbst 2023 ist als Fertigstellungstermin laut Claudia Leihenseder nach wie vor realistisch. „Es ist nicht notwendig und auch nicht sinnvoll, heute taggenaue Festlegungen für den Umzugstermin zu treffen.“

Mietvertrag der Stadt fürs Reicheneckerhaus läuft bis Mitte 2023

Erst wenn das Gebäude im Bleistiftareal fertig ist, kann die Bücherei vom Reicheneckerhaus ausziehen. Der Mietvertrag der Stadt läuft nach Angaben von Claudia Leihenseder bis Mitte 2023. „Es wurden für den Anschlussmietvertrag günstigere Konditionen als vorher vereinbart. Mit dem Vermieter wird, sobald die Baugenehmigung erteilt ist und der Bauzeitenplan vorliegt, das endgültige Auszugsdatum einvernehmlich fixiert.“

Größtenteils werden im Bleistiftareal Drei-Zimmer-Wohnungen gebaut

In dem Wohn- und Geschäftshaus werden neben den 30 Wohnungen auch drei Gewerbeeinheiten untergebracht – und zwar jeweils im Erdgeschoss. „Wir haben eine Menge Anfragen von lokalen Betrieben und Betrieben aus der Nachbarumgebung“, sagt Phoenix-Geschäftsführer Stephan Pflumm. Insgesamt entstehen vier Häuser, von denen alle einen Aufzug enthalten werden. „Wir haben Wohnungen vorgesehen, die barrierefrei zugänglich sind, und wir werden eine barrierefreie Bücherei haben.“ Größtenteils werden Drei-Zimmer-Wohnungen entstehen, dazu kommen Zwei- und Vier-Zimmer-Wohnungen. Die kleinste hat 45 Quadratmeter, die größte 130. In der Tiefgarage sind 38 Stellplätze vorgesehen, dazu kommen oberirdisch 15 Stellplätze für die Bücherei.

Die Phoenix-Gruppe hat unter anderem das Gerber in Stuttgart gebaut

Bei den Außenanlagen ist ein Spielplatz vorgesehen. „Dort, wo es geht, werden auch Bäume gepflanzt“, sagt Stephan Pflumm. Das Gelände soll künftig „K:libri“ heißen, die Abkürzung für „Karree:libri“. Karree steht für das rechteckige Grundstück und Libri ist der Plural für das Wort Buch in Latein. Die Phoenix-Gruppe gibt es schon seit 2003, Phoenix Living wurde innerhalb der Gruppe 2019 gegründet und hat fünf Mitarbeiter. Das Unternehmen bebaut gerade das ehemalige Starmix-Gelände in Reichenbach. Die Phoenix-Gruppe hat unter anderem das Gerber in Stuttgart errichten lassen und den Do-Tower zwischen Stuttgart und Flughafen.

Der Verkauf der 30 geplanten Wohnungen auf dem Bleistiftareal in Beutelsbach soll im September starten. Das sagt Stephan Pflumm, einer von zwei Geschäftsführern der Phoenix Living GmbH aus Stuttgart, die als Investor fungiert. Geplant ist, direkt nach den Schulsommerferien loszulegen – und diese enden Mitte September. „Der Bauantrag ist eingereicht“, betont Stephan Pflumm. Der Bau des Wohn- und Geschäftshauses in der Ortsmitte von Beutelsbach, in das auch die Stadtbücherei einziehen wird,

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