Weinstadt

Neugestaltung kostet deutlich mehr als geplant

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Die Stadt Weinstadt erhofft sich auf dem Birkel-Areal hochwertige Nutzungen und höhere Steuerkraft. © ZVW/Alexandra Palmizi

Weinstadt. Der Plan steht: Das Birkel-Areal soll neu gestaltet werden – das heißt, die Straße „An der Rems“ soll einschließlich der Kanal- und Wasserleitungsarbeiten neu hergestellt werden. Es entsteht ein neues Gewerbegebiet. Doch auf dem Areal sind neue Entdeckungen gemacht worden, die das gesamte Vorhaben um rund eine halbe Million Euro teurer als geplant machen und verzögern.

In dem neuen Gewerbegebiet „An der Rems“ sind die Erschließungsarbeiten fast beendet. Dort möchte die Stadt Weinstadt auf rund 10 400 Quadratmetern erschlossene Grundstücke für Gewerbetreibende anbieten. Doch eine Entdeckung auf dem seit längeren Jahren brachliegenden Birkel-Areal sorgt dafür, dass das Vorhaben um 527 000 Euro teurer wird als geplant. Dort wurden im Boden Altlasten gefunden. Um die geplanten Arbeiten fortsetzen zu können, müssen die Altlasten zunächst entsorgt werden. Die gute Nachricht: Es handelt sich dabei weder um giftige noch umweltschädliche Stoffe. „Die Einstufung in die Deponieklasse I erfolgt aufgrund leicht erhöhter Werte, die unter anderem in teerhaltigem Material vorkommen“, erklärt Jochen Beglau von der Stadt Weinstadt.

PAK können durch Waldbrände oder industrielle Prozesse entstehen

Die Deponieklasse I umfasst nicht gefährliche Abfälle, die nur einen sehr geringen Anteil organischen Stoff beinhalten. Dabei steht die Abkürzung PAK für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Sie sind krebserregende Substanzen, die meist aus farblosen und festen Verbindungen bestehen. PAK können in der Natur unter anderem durch Waldbrände, aber hauptsächlich durch industrielle Prozesse entstehen. Daher kann auf dem Birkel-Areal der betroffne Boden nicht an einer anderen Stelle wiederverwertet werden und muss deshalb auf einer Deponie entsorgt werden.

Für diese Entsorgung ist die Firma HSE zuständig, sie wurde vom Tiefbauamt und dem Stadtplanungsamt Weinstadt beauftragt. Die außerplanmäßigen Kosten in Höhe von einer halben Million setzen sich aus folgenden Komponenten zusammen: Die Kosten für die Deponierung und den Mehraushub wegen des weichen Bodens betragen 320 000 Euro. Für den Bodenaustausch des nicht tragfähigen Bodens bei der Herstellung der Haldenbachverdolung fallen 70 000 Euro an. Hinzu kommen unter anderem erheblicher Betonausbruch und Stahlträger, die in einem großen Aufwand für 80 000 Euro entsorgt werden müssen. Abschließend kommt ein höherer Aufwand für die Außenbereiche im Bereich der Gartenschauflächen für 57 000 Euro hinzu.

Bereits Interessenten aus Weinstadt und von außerhalb

Das Interesse am neuen Gewerbegebiet ist sehr groß: Es wird bereits vermarktet. Sowohl im städtischen Immobilienportal als auch bei Immoscout ist die Anzeige zu finden. Die Interessenten sind teils ansässige Betriebe, die Erweiterungsbedarf haben, aber auch neue Anfragen von Weinstadt oder von außerhalb haben die Stadt Weinstadt erreicht. Diese erhofft sich auf dem Birkel-Areal hochwertige Nutzungen und höhere Steuerkraft. Sie möchte besonders Firmen in den Bereichen der Produktion und der Dienstleistungen mit einer hohen Arbeitsplatzdichte ansiedeln.


Weinstadt. Der Plan steht: Das Birkel-Areal soll neu gestaltet werden – das heißt, die Straße „An der Rems“ soll einschließlich der Kanal- und Wasserleitungsarbeiten neu hergestellt werden. Es entsteht ein neues Gewerbegebiet. Doch auf dem Areal sind neue Entdeckungen gemacht worden, die das gesamte Vorhaben um rund eine halbe Million Euro teurer als geplant machen und verzögern.

In dem neuen Gewerbegebiet „An der Rems“ sind die

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