Weinstadt

Open-Air-Konzerte in Weinstadt: Corona treibt den Jazzclub aus dem Keller

JAK
Freuen sich auf viele Konzerte im Jazzclub: (Von links) Johanna Ziwich (Presse), Luz Weber (Programm), Elke Strauß (Öffentlichkeitsarbeit), Boris Hartmann (Programm). © Gabriel Habermann

Stete Lockerungen der Corona-Regeln lassen das kulturelle Leben von neuem erblühen. So auch beim Jazzclub Armer Konrad in Weinstadt, der die Pandemie glimpflich überstanden hat und jetzt ein hochkarätig besetztes Konzert nach dem anderen veranstaltet. Einige der 60 Aktiven im Verein, der runde 450 Mitglieder zählt, berichten, wie sie die Pandemie erlebt haben und was das Publikum in den kommenden Wochen erwartet: viel Musik im Freien.

Für Luz Weber, Programmgestalter beim JAK, waren die vergangenen Monate verbunden mit einem ständigen Bangen. Kann das geplante Konzert stattfinden oder fällt es den schwankenden Inzidenzen zum Opfer? Zum Glück konnten einige Veranstaltungen im vergangenen Herbst noch durchgezogen werden, vieles musste aber abgesagt werden. Betroffen waren davon vor allem zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, denen oft die Lebensgrundlage unter den Füßen entglitt.

„Das Schicksal der Musiker hat uns sehr bewegt“

Das lässt auch die Mannschaft um den Jazzclub nicht kalt. „Das Schicksal der Musikerinnen und Musiker hat uns sehr bewegt“, sagt Elke Strauß, die für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins zuständig ist. Zum Glück halten sich die fixen Kosten des Vereins, der ausschließlich von ehrenamtlichen Helfern betrieben wird, in Grenzen. Dank der Unterstützung durch die Stadt und den Landesjazzverband Baden-Württemberg konnten Gelder generiert werden, die einerseits den Musikern zugutekamen, andererseits notwendige Investitionen ermöglichten.

Und zum zweiten Mal nach 2019 wurde dem Jazzclub der Spielstättenpreis „Applaus“ verliehen, eine besondere Auszeichnung. „Die Beantragung der Fördergelder war bisweilen aufwendig, hat sich aber gelohnt“, so Luz Weber. So konnte unter anderem die Technik auf den neuesten Stand gebracht werden.

Auch möglich: Hybrid-Veranstaltungen mit Livestream

Neben der Beschallung der Außenbühne im Stiftshof besteht zukünftig auch die Möglichkeit einer Hybrid-Veranstaltung mit Livestream und Übertragung im Internet. „Für alle Fälle! Wer weiß, was noch auf uns zukommt?“, fügt Boris Hartmann hinzu, der für die Planung der Blues- und Rockkonzerte zuständig ist. Und Johanna Ziwich, Pressesprecherin des JAK, meint: „Trotz aller Einschränkungen haben wir aus der Pandemie auch gelernt.“

In der Tat hat sich auch die Struktur der Veranstaltungen verändert. Mehr denn je setzen die Weinstädter während der warmen Jahreszeit auf Open-Air-Konzerte. Der Stiftshof mit seinem mittelalterlich anmutenden Ambiente schafft dafür einen idealen Rahmen. „Auf die Idee wäre man vor der Pandemie gar nicht gekommen“, erläutert Luz Weber. Auch bezüglich der Logistik hat sich einiges geändert. Neu und übersichtlich ist die Homepage des Vereins. Zahlungen mit EC-Karte sind jetzt ebenso möglich wie die Reservierung eines Sitzplatzes im Internet.

Vielversprechend also die Planungen ob der Anstrengungen in der pandemiebedingten Zwangspause. Folgerichtig wartet der Jazzclub Armer Konrad mit einem vielfältigen, kompakten Programm auf. Der „JAK-Sommer“ bringt hochkarätige Bands auf die Open-Air-Bühne des Stiftshofs. „Vor allem Profimusikerinnen und -musiker, deren Konzerte coronabedingt ausgefallen sind, kommen da zum Zug.“

„An den kleinen JAK-Keller trauen wir uns im Moment nicht heran“

Dazu gehört auch der Ausnahmepianist Omar Sosa, der mit dem Trompeter Joo Kraus am kommenden Samstag zu hören sein wird. Ein Highlight, das man nicht versäumen sollte! Eingebettet in das Programm ist das JAK-Jazzfest, das zum 40-jährigen Bestehen des Vereins im vergangenen Jahr hätte stattfinden sollen. Darunter auch ein Konzert mehrerer Landes-Jazzpreisträgerinnen und -träger. Kompositionen, die eigens für dieses Konzert im vergangenen Jahr geschaffen wurden, kommen am kommenden Freitag endlich zur Uraufführung.

Doch wie geht es weiter in der kalten Jahreszeit? „Die Planungen sind im Gang“, meint Luz Weber. „Dazu gehört auch die Prüfung einer Lüftungsanlage im großen Stiftskeller. An den kleinen JAK-Keller trauen wir uns im Moment nicht heran. Wer weiß denn schon, was noch auf uns zukommt?“ Der Erkenntnis müssen wir uns wohl oder übel alle beugen.

Stete Lockerungen der Corona-Regeln lassen das kulturelle Leben von neuem erblühen. So auch beim Jazzclub Armer Konrad in Weinstadt, der die Pandemie glimpflich überstanden hat und jetzt ein hochkarätig besetztes Konzert nach dem anderen veranstaltet. Einige der 60 Aktiven im Verein, der runde 450 Mitglieder zählt, berichten, wie sie die Pandemie erlebt haben und was das Publikum in den kommenden Wochen erwartet: viel Musik im Freien.

Für Luz Weber, Programmgestalter beim JAK, waren

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