Weinstadt

Ostern ohne Corona! Die meisten Pflegeheim-Bewohner in Weinstadt sind geimpft

Altenheim
Ein mobiles Impfteam war bereits Anfang Januar im Wilhelmine-Canz-Zentrum zu Gast (Archivfoto). © Alexandra Palmizi

Die meisten Bewohner in den Weinstädter Pflegeheimen des Alexander-Stifts, im Luitgardheim und im Wilhelmine-Canz-Zentrum sind mittlerweile gegen Covid-19 geimpft. Beim Pflegepersonal ist die Quote nicht ganz so hoch. Die letzten bekannten Corona-Fälle liegen mittlerweile mehrere Monate zurück. Wegen der Pandemie gelten weiterhin strenge Sicherheitsvorkehrungen – kleine Osterfeiern wird es aber geben.

So ist die Lage ...

... in den Heimen des Alexander-Stifts in Endersbach und Schnait

Das Alexander-Stift der Diakonie Stetten pflegt 38 Menschen im Otto-Mühlschlegel-Haus in Endersbach und 29 im Gemeindepflegehaus in Schnait. Auf Anfrage unserer Redaktion schildert Diakonie-Pressesprecher Steffen Wilhelm die aktuelle Lage. Seit den Corona-Ausbrüchen in Schnait im Dezember 2020 seien keine neuen Fälle aufgetreten. „In beiden Häusern fanden Ende Januar und Anfang Februar Impfungen durch das mobile Impfteam statt“, berichtet Wilhelm. In Endersbach seien rund 90 Prozent der Bewohner und 60 Prozent der Mitarbeitenden geimpft.

Und auch die Bewohner der insgesamt 70 betreuten Wohnungen im Otto-Mühlschlegel-Haus seien bereits geimpft worden. „Bei den Bewohnern und Mitarbeitern in Schnait ist der Anteil der Geimpften jeweils etwas niedriger. Das liegt daran, dass die Personen, bei denen im Dezember eine Infektion nachgewiesen wurde, aktuell noch kein Impfangebot erhalten“, erklärt der Pressesprecher.

Die Pflegekräfte des Alexander-Stifts werden laut Wilhelm dreimal pro Woche auf das Coronavirus getestet, bei den Bewohnern wird ein solcher Schnelltest jede Woche zweimal durchgeführt.

Die Besuchsregeln in Schnait und Endersbach orientieren sich an der Corona-Verordnung und gelten auch für die Osterfeiertage: „Pro Tag und pro Bewohner ist ein Besuch von maximal zwei Personen, die dem gleichen Haushalt angehören, oder ein zeitlich versetzter Besuch von zwei Einzelbesuchern möglich“, erklärt Steffen Wilhelm. „Ein Besuch ist nur mit Nachweis eines negativen Schnelltests und einer selbst mitgebrachten FFP2-Maske möglich. Schnelltests für Besucher bieten wir nach Terminvereinbarung jeweils vor Ort an.“

In den kleinen Wohnbereichen der beiden Häuser werden laut Wilhelm gemeinsame Osteressen stattfinden – mit festlich gedeckten Tischen und klassischen Gerichten. Oster-Gottesdienste werden entweder im Radio oder im TV verfolgt, die zuständigen Geistlichen dürften die Häuser aber unter den geltenden Schutzmaßnahmen betreten. Darüber hinaus hätten auch die Mitarbeitenden mittels Deko für Oster-Atmosphäre gesorgt und die Bewohner bei einer Bastelaktion Hasenfiguren aus Holz bemalt.

... im Wilhelmine-Canz-Zentrum in Großheppach

Das Wilhelmine-Canz-Zentrum in Großheppach hat seit Beginn der Pandemie nur einen Corona-Fall registriert, „bei einem Neueinzug aus einem anderen Pflegeheim“, wie Pressesprecherin Sybille Kessel von der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft berichtet. Die Person sei sofort isoliert worden und habe die Infektion gut überstanden. Danach blieb das Zentrum verschont.

Die Chancen stehen gut, dass das so bleibt: Von 70 Bewohnern seien nur drei aus unterschiedlichen medizinischen Gründen nicht geimpft worden.

„Wir schätzen, dass 80 Prozent des Pflegepersonals geimpft sind, eine Meldepflicht gibt es hier nicht“, berichtet Sybille Kessel. Auch im Wilhelmine-Canz-Zentrum werde dreimal wöchentlich getestet.

An Ostern gelten die bisherigen Regeln für Besucher: „Bewohner/-innen dürfen pro Tag von einer negativ getesteten Person Besuch bekommen“, schreibt Sybille Kessel. Ein Ostergottesdienst wird in der Kapelle gefeiert, Andachten auf den beiden Wohnbereichen. Für die Seniorinnen und Senioren gibt es ein Osternest und einen Osterhasen, die Küche bereitet spezielle Osteressen zu: An Gründonnerstag gibt's Maultaschen mit Kartoffelsalat, an Karfreitag eine Forelle, an Ostersonntag Lammkeule mit Bohnengemüse und Ofenkartoffeln und zum Nachtisch Osterhaseneis.

... im Luitgardheim in Beutelsbach

Österlich kulinarisch wird's auch im Pflegestift Luitgardheim in Beutelsbach. Als Ostermenü an Karfreitag gibt's gebratenen Wildlachs mit Bärlauch und an Ostern frisch zubereiteten Braten, das berichtet Heike Schneider, beim Träger „Dienste für Menschen“ zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Und natürlich ist auch das Luitgardheim festlich dekoriert.

Infektionen mit dem Coronavirus gibt es auch hier nicht, und „die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeitenden haben die Impfangebote gerne angenommen und im Allgemeinen gut vertragen“, heißt es in der Stellungnahme an unsere Redaktion. Ansonsten gilt auch hier: „Angehörige, wie alle anderen Gäste, die das Pflegestift betreten, werden zuvor getestet oder weisen sich mit einem gültigen Testergebnis aus. Mitarbeitende unterziehen sich dreimal pro Woche einer Schnelltestung. Die Senioren erhalten ebenfalls wöchentlich Angebote zum Schnelltest.“

Für Besucher wird es an den Feiertagen Testmöglichkeiten geben, sagt Heike Schneider. "Ostern wird also mit Besuch gefeiert – die bekannten Beschränkungen bei Gottesdiensten und andere Vorgaben müssen im Pflegeheim eingehalten werden.“

Die meisten Bewohner in den Weinstädter Pflegeheimen des Alexander-Stifts, im Luitgardheim und im Wilhelmine-Canz-Zentrum sind mittlerweile gegen Covid-19 geimpft. Beim Pflegepersonal ist die Quote nicht ganz so hoch. Die letzten bekannten Corona-Fälle liegen mittlerweile mehrere Monate zurück. Wegen der Pandemie gelten weiterhin strenge Sicherheitsvorkehrungen – kleine Osterfeiern wird es aber geben.

So ist die Lage ...

... in den

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 83,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper