Weinstadt

Personalmangel in Kitas: Zahl der erkrankten Erzieher in Weinstadt steigt

Laufrad
An so manchen Kitas bleibt der Fahrradständer wegen coronabedingten Gruppenschließungen verwaist. © Symbolfoto: Benjamin Büttner

Das Aufatmen an Weinstädter Kindertagesstätten ist nur von kurzer Dauer. „Wir verzeichnen wieder steigende Ausfälle beim Personal, nachdem wir nach Weihnachten einigermaßen solide gestartet sind“, teilt die Stadtverwaltung auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Wie Claudia Leihenseder, Pressesprecherin der Stadt, berichtet, seien momentan (Stand Dienstagabend) 14 Personen des Stammpersonals erkrankt. Davon befinden sich drei Mitarbeiter der städtischen Kitas in Quarantäne, da sie mit dem Coronavirus infiziert seien. Nicht weniger besorgniserregend sieht es bei den kleinen Kita-Besuchern aus (Stand Mittwochmittag): „Wir haben 18 positiv getestete Kinder“, so Leihenseder. „Weitere 28 Kinder sind als Haushaltsangehörige von infizierten Personen zu Hause.“ Um welche Virus-Variante es sich bei den Corona-Fällen handelt, werde der Stadt nicht gemeldet: „Wir gehen mittlerweile generell von Omikron aus.“ Für den Betrieb sei die exakte Virus-Variante „auch nicht (mehr) relevant“.

Ein Blick auf die nächsten Wochen verspricht keine Besserung: „Mit den steigenden Infektionszahlen und den unkalkulierbaren Personalausfällen wird sich die Situation aber schnell zuspitzen“, befürchtet die Stadtverwaltung.

Personalausfälle betreffen jetzt schon mehrere Kitas in Weinstadt

Der Ausfall von Erzieherinnen und Erziehern in Kitas macht sich jetzt schon im Kinderhaus Benzach, im Kindergarten Trappeler und im Kinderhaus Lessingstraße bemerkbar. Wegen Fachkräftemangel und Krankenstand können in diesen drei Einrichtungen „derzeit nur verkürzte Angebote aufrechterhalten werden“, so die Stadtverwaltung.

Auch im Badkindergarten musste krankheitsbedingt am Mittwochnachmittag das Angebot ausfallen. Ganz geschlossen bleibt hingegen der eingruppige Kindergarten Pfarrgasse bis mindestens zum 28. Februar – wegen Corona. Das ist auch der Grund für die aktuelle Schließung einer Gruppe des Kinderhauses Steinäcker. Aktuell sind also insgesamt zwei Gruppen wegen Corona geschlossen. „Für die Familien und unser Personal wird die Situation zunehmend herausfordernd“, sagt Pressesprecherin Claudia Leihenseder.

Für die Eltern bedeutet das: Alternative Betreuungsmöglichkeiten müssen her, für Mütter und Väter zwischen Alltag und Beruf zunehmend eine Herausforderung. Die Stadtverwaltung versichert jedoch, dass das pädagogische Personal darum bemüht sei, durch Überstunden und Mehrarbeit „den Kindern ein möglichst stabiles Angebot zu machen“. Die Mitarbeiter „leisten Außergewöhnliches“.

Ziel der Leitungen der Einrichtungen sei es außerdem, die Eltern möglichst schnell und transparent zu informieren. „Die Eltern reagieren ganz überwiegend mit Verständnis auf die eintretenden Situationen“, so Leihenseder.

Im Dezember 2021 fehlten knapp ein Drittel des erforderlichen Personalstamms

Schon im Dezember des vergangenen Jahres war die Personalsituation an den Kitas in Weinstadt sehr angespannt. Damals fehlten nach Angaben von Ulrich Spangenberg, Leiter des Amts für Familie, Bildung und Soziales, „32 Prozent des eigentlich erforderlichen Personalstamms“. Schon damals seien die Ausfälle von Erzieherinnen und Erziehern nicht zwangsläufig auf Erkrankungen durch das Coronavirus zurückzuführen.

Gründe können aber auch andere Erkrankungen oder Beschäftigungsverbote in der Schwangerschaft sein, berichtete Ulrich Spangenberg in einer Gemeinderatssitzung im Dezember. Nicht zu vergessen sei außerdem der Fachkräftemangel: Ganz aktuell sucht die Stadt Weinstadt dringend nach Gruppenleitern für gleich vier der städtischen Einrichtungen.

Das Aufatmen an Weinstädter Kindertagesstätten ist nur von kurzer Dauer. „Wir verzeichnen wieder steigende Ausfälle beim Personal, nachdem wir nach Weihnachten einigermaßen solide gestartet sind“, teilt die Stadtverwaltung auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Wie Claudia Leihenseder, Pressesprecherin der Stadt, berichtet, seien momentan (Stand Dienstagabend) 14 Personen des Stammpersonals erkrankt. Davon befinden sich drei Mitarbeiter der städtischen Kitas in Quarantäne, da sie mit dem

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