Weinstadt

Platz für neue Nuss-Skulptur: Bauarbeiten auf dem Viadukt-Kreisel in Weinstadt

Bagger ohne Bodo
Seit Montag laufen die Vorbereitungen auf dem Kreisverkehr am Endersbacher Viadukt. © Gabriel Habermann

Seit Montag werden am Kreisverkehr zwischen Kalkofen und Viadukt in Endersbach Arbeiten durchgeführt: Die innere Spur des zweispurigen Kreisverkehrs ist gesperrt worden, damit ein kleiner Bagger auf den Kreisverkehr rangiert werden konnte. Dort wird nun ein Fundament ausgehoben.

Der Grund für die Bagger-Akrobatik: Die Weinstadt-Skulptur des Strümpfelbacher Künstlers Professor Karl Ulrich Nuss wird hier bald aufgestellt. Der bekannte Bildhauer spendet die rund vier Meter hohe Skulptur der Stadt.

Das Rad steht für alle fünf Ortsteile

Eine menschliche Figur, mit etwa 1,90 Meter Körpergröße in etwa lebensgroß, hebt mit ihren Händen ein fünfspeichiges Eisenrad an, scheint es in Schwung zu bringen – als Miniatur haben wir die Skulptur mit dem Namen „Weinstadt Rad“ bereits Ende 2021 vorgestellt und auch ihre Symbolik erklärt: Das Speichenrad steht laut Karl Ulrich Nuss für die Gesamtkommune Weinstadt, die als geschlossener Kreis die fünf Ortsteile in sich vereint, zu einem Ganzen macht (daher die fünf Speichen).

Bereits vor einigen Jahren hatte der Künstler das Rad für den Viadukt-Kreisel vorgeschlagen, da es dort seiner Meinung nach gut hinpasst. Ende 2021 griff die CDU-Fraktion den Vorschlag des Künstlers im Gemeinderat wieder auf und konnte nicht nur die Unterstützung der Stadtverwaltung, sondern auch eine deutliche Mehrheit im Gremium für die Skulptur gewinnen.

Künstler spendet die gesamte Skulptur

Danach konnte Professor Karl Ulrich Nuss mit der Arbeit an der Skulptur beginnen: Er spendet der Stadt sowohl die Bronze-Figur als auch das Rad aus Cortenstahl. Die Stadt muss lediglich die Kosten für das Fundament und für die Aufstellung übernehmen, laut der Kostenschätzung vom Dezember 2021 circa 3000 Euro.

„Die Sache ist fertig“, bestätigt der Künstler am Dienstagnachmittag auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Skulptur sei jederzeit aufstellbar, Mitte kommender Woche, voraussichtlich am Mittwoch, 10. August, soll es dann endlich so weit sein. Im Moment steht die Plastik noch in den Räumlichkeiten der Zimmerei Fleck in Strümpfelbach, von dort aus soll sie zum Kreisverkehr transportiert und schließlich mit einem Kran auf das neue Fundament gehoben werden. „Das soll alles an einem Tag über die Bühne gehen“, kündigt Professor Karl Ulrich Nuss an. Er selbst ist vor allem gespannt, wie seine neue Skulptur in „Lebensgröße“ und auf seinem seit langem angedachten Platz wirken wird.

Der Künstler ist gespannt auf das fertige Kunstwerk

Ein Maler oder Graffiti-Künstler könne von der Leiter steigen, Abstand nehmen, sein Werk von einer Distanz betrachten und dann – falls nötig – noch Änderungen vornehmen. Bei einer gegossenen Figur aus Bronze gehe das nicht, da lässt sich nichts mehr ändern. „Ich muss alles davor schon wissen“, so Nuss. Deswegen sei es für ihn jedes Mal spannend, wenn eine seiner Skulpturen aus der Werkstatt an ihren Wirkungsort umsiedelt. „Da zeigt sich dann: Hast du die Proportionen getroffen?“, so der Künstler selbstkritisch.

Aber es steht fest: Ab Mitte kommender Woche wird „Weinstadt Rad“ den Kreisverkehr am Eingang der Endersbacher Einkaufsstraße zieren. Falls er dann je nicht mit seinem vollendeten Werk zufrieden sein sollte, werde er diese Kritik dann einfach für sich behalten, sagt Karl Ulrich Nuss.

Seit Montag werden am Kreisverkehr zwischen Kalkofen und Viadukt in Endersbach Arbeiten durchgeführt: Die innere Spur des zweispurigen Kreisverkehrs ist gesperrt worden, damit ein kleiner Bagger auf den Kreisverkehr rangiert werden konnte. Dort wird nun ein Fundament ausgehoben.

Der Grund für die Bagger-Akrobatik: Die Weinstadt-Skulptur des Strümpfelbacher Künstlers Professor Karl Ulrich Nuss wird hier bald aufgestellt. Der bekannte Bildhauer spendet die rund vier Meter hohe Skulptur

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