Weinstadt

Räder verkauft: Reinhold-Nägele-Realschule spendet Erlös für Ukraine-Hilfe

Fahrradbörse
Die Fahrradbörse stieß auf einiges Interesse. © Benjamin Büttner

Noch bevor sich die Türen der Reinhold-Nägele-Realschule öffnen, bildet sich vor dem Eingang eine lange Schlange mit Eltern und ihren Kindern. Zum zweiten Mal hat die Reinhold-Nägele-Realschule in Weinstadt am Samstag eine Fahrradbörse veranstaltet. Dieses Jahr soll das erwirtschaftete Geld der Ukraine-Hilfe zugutekommen.

Erwartungsvoll halten die Kinder ihre Fahrradhelme bereit, um die Fahrräder und Fahrzeuge auszuprobieren. Dafür gibt es vor dem Schulgebäude eine extra dafür abgesperrte Teststrecke. Von Fahrrädern über Roller und Inline-Skates wird bei dieser Fahrradbörse alles angeboten, was Rollen hat. Im Foyer der Realschule sind die Fahrzeuge nach Art und Größe sortiert. Die Besucher können so schnell das passende Fahrzeug für sich finden. Gelbe Schilder an den Fahrrädern geben Aufschluss über Preis, Mängel, Typ und Farbe.

Letzte Fahrradbörse hat vor drei Jahren stattgefunden

Eigentlich wollte die Schule die Fahrradbörse aufgrund der Pandemie auf das kommende Jahr verschieben, aber die Notlage der Ukraine veranlasste die Organisatoren, eine schnelle Entscheidung zu treffen und das Geld zu spenden. Die letzte Fahrradbörse hatte vor drei Jahren stattgefunden, davor war viel geworben worden. Dieses Jahr läuft die Werbung für die Veranstaltung nur in digitaler Form.

Das spare Zeit und auch Kosten, sagt die Leiterin der Reinhold-Nägele-Realschule, Stefanie Böhringer. In der Regel behalte der Veranstalter zehn Prozent der Einnahmen als Aufwandsentschädigung ein, aber dieses Jahr verzichte das Orga-Team auf diesen Anteil. Der gesamte Erlös werde an die Ukraine-Hilfe gespendet.

Der große Aufwand wäre ohne die vielen Helfer nicht möglich gewesen, sagt die Schulleiterin. Zu den helfenden Händen gehören Lehrer, Eltern und Schüler. Darunter auch die Schüler Luis Kimmich und Basti Kelemin. Seit acht Uhr helfen sie, die Fahrräder und Fahrzeuge mit den gelben Etiketten auszustatten und zu sortieren. „Jedes einzelne Fahrrad haben wir heute schon bewegt“, sagt der zehnjährige Luis Kimmich.

Dennoch sei es merkwürdig, an einem Samstag in der Schule zu sein. Für ihren Einsatz dürfen sie schließlich die Station der Schrittmessung leiten. Ein Gerät mit Luftdruck, das die perfekte Höhe des Sattels ermittelt und extra vom Vater eines Schülers für diesen Anlass gebaut wurde.

Schüler: "Es ist wichtig zu helfen"

Basti Kelemin sagt: „Wir finden das gut, dass wir das für die Ukraine machen.“ Die beiden Schüler gehen davon aus, dass in Zukunft auch Flüchtlingskinder aus der Ukraine auf ihre Schule gehen. „Es ist wichtig zu helfen, auch wenn wir dafür nichts bekommen“, sagt Luis Kimmich.

Nach zehn Minuten sind das Foyer und die weiteren Ausstellungsräume schon gut geleert. Von 180 Artikeln werden bis zum Schluss fast die Hälfte tatsächlich auch verkauft. Ein Teil der Fahrzeuge befindet sich auf der Teststrecke vor dem Schulgebäude.

Für die Schulleiterin Stefanie Böhringer ist nicht nur der gute Zweck ein Anlass für die Organisation der Fahrradbörse, auch die Nachhaltigkeit spiele eine große Rolle. Kinder wachsen schnell über ihre Fahrräder hinaus und deshalb könne man gut erhaltene weitergeben.

„Zurzeit ist es aufgrund der Lieferschwierigkeiten sogar schwer, an ein neues Fahrrad zu kommen. Da bietet sich so eine Fahrradbörse gut an“, sagt Stefanie Böhringer. Künftig soll es jedes Jahr eine geben. Die Bilanz dieser Fahrradbörse: Rund 960 Euro, die nun in die Ukraine geschickt werden sollen. 

Noch bevor sich die Türen der Reinhold-Nägele-Realschule öffnen, bildet sich vor dem Eingang eine lange Schlange mit Eltern und ihren Kindern. Zum zweiten Mal hat die Reinhold-Nägele-Realschule in Weinstadt am Samstag eine Fahrradbörse veranstaltet. Dieses Jahr soll das erwirtschaftete Geld der Ukraine-Hilfe zugutekommen.

Erwartungsvoll halten die Kinder ihre Fahrradhelme bereit, um die Fahrräder und Fahrzeuge auszuprobieren. Dafür gibt es vor dem Schulgebäude eine extra dafür

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