Weinstadt

Remstal-Radschnellweg RS 5: In Weinstadt steht eine Entscheidung an

Fahrradweg
In Sachen Radwegenetz und Radschnellwege sind im Kreis noch viele Fragen offen – das betrifft auch Weinstadt (Symbolfoto). © ALEXANDRA PALMIZI

Der Radschnellweg RS 5 soll in naher Zukunft von Schorndorf über Waiblingen bis nach Fellbach führen und so vor allem Pendlern den Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad erleichtern. Für den Abschnitt zwischen Fellbach und Weinstadt übernimmt das Land die Baulast und damit auch die Baukosten, für die restliche Strecke ist der Landkreis zuständig.

Was in den Kommunen entlang der Rems seit mehreren Jahren schon für Diskussionen sorgt, sind nicht die Baukosten – sondern die exakte Streckenführung. Auch für die Gemarkung Weinstadt steht diese bisher noch nicht fest. Das soll sich aber bald ändern.

Verlauf des Radschnellwegs wichtig für Verkehrsplanung

Am 9. Februar hat laut Stadt Weinstadt ein Termin mit dem Landratsamt zum Thema Radschnellstrecke stattgefunden. Dabei sei über verschiedene Linienführungen auf Weinstädter Gemarkung gesprochen worden, noch dieses Frühjahr solle das Thema aber auch im Gemeinderat vorgestellt werden, so die Pressestelle.

Jüngst kamen die verschiedenen Möglichkeiten der Trassenführung auch im Kontext mit der Gestaltung der Großheppacher Ortsmitte und dem neuen Minikreisel beim Viadukt in Endersbach in der Sitzung des Technischen Ausschusses zur Sprache. Wo die neue Radschnellstraße nämlich zukünftig verlaufen wird, ist nicht nur für Radfahrer wichtig: Es beeinflusst die gesamte Verkehrsplanung der Stadt Weinstadt.

Zwei Trassen im Fokus: Endersbach oder Großheppach?

Wie in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses kurz angesprochen wurde, bevorzugt die Stadt momentan eine Streckenführung durch den großen Kreisverkehr am Viadukt in Endersbach. Somit würde der Radschnellweg RS 5 auch bei der Umgestaltung der Endersbacher Ortsmitte und dem Mobilitätskonzept, das die Strümpfelbacher Straße künftig in Sachen Durchgangsverkehr entlasten soll, eine Rolle spielen.

Eine weitere Möglichkeit für eine Trassenführung wäre es laut Baubürgermeister Thomas Deißler, den Radschnellweg durch die Großheppacher Ortsmitte verlaufen zu lassen – diese Variante ist aber nach aktuellem Stand kein Favorit. Zum einen soll auch die Großheppacher Ortsmitte in naher Zukunft neu gestaltet werden, der Prinz-Eugen-Weg soll mehr Aufenthaltsqualität bekommen bei weniger Durchgangsverkehr. Zum anderen wäre in diesem Fall auch die weitere Streckenführung aufwendiger als die Variante durch Endersbach.

Andere Kommunen haben schon über Trassenverlauf entschieden

Auch in anderen Kommunen entlang der Rems ist in den zurückliegenden Monaten über die Streckenführung des RS 5 beraten worden. Besonders hitzig ging es dabei in Kernen zu, wo die Diskussion über eine Streckenführung durchs Gewerbegebiet Rommelshausen oder entlang der B 29 außerhalb der Ortschaft die Gemeinderäte bis zuletzt in zwei Lager spaltete.

Die Entscheidung für die Variante außerhalb des Industriegebiets ist im vergangenen Juli gefallen – entgegen der Empfehlung von Verwaltung und Landratsamt. Aber auch in Remshalden wurde lange über die verschiedenen Trassenführungen diskutiert.

Wie wird der Anschluss in Richtung Kernen funktionieren?

Ein Punkt, der schon bei den Beratungen im Gemeinderat in Kernen immer wieder zur Sprache kam, ist die schwierige Anbindung das Abschnitts Weinstadt an den Abschnitt Kernen.

Zwischen Endersbach und Rommelshausen trifft der Verlauf des RS 5 nämlich auf den Knotenpunkt von B 29 und Zubringern. Die Ampelschaltung sei hier bis ins kleinste Detail ausgeklügelt, um lange Autostaus zu vermeiden, erklärte das Landratsamt bei einer Präsentation im vergangenen Sommer. Wie hier für eilige Radfahrer künftig der Übergang von Weinstadt nach Kernen gelingen soll, muss also ebenfalls noch geklärt werden.

Der Radschnellweg RS 5 soll in naher Zukunft von Schorndorf über Waiblingen bis nach Fellbach führen und so vor allem Pendlern den Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad erleichtern. Für den Abschnitt zwischen Fellbach und Weinstadt übernimmt das Land die Baulast und damit auch die Baukosten, für die restliche Strecke ist der Landkreis zuständig.

Was in den Kommunen entlang der Rems seit mehreren Jahren schon für Diskussionen sorgt, sind nicht die Baukosten – sondern die exakte

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