Weinstadt

Scholz Haare Weinstadt: Masken sichern den Betrieb

Friseur
Die Maskenpflicht soll in den Scholz-Salons grundsätzlich weiterhin bestehen: für Kunden und für Angestellte. © Alexandra Palmizi

Seit wenigen Tagen gilt in vielen Bereichen keine Maskenpflicht mehr: in den Friseursalons der Weinstädter Beauty-Kette Scholz vorerst aber schon.

Wie Geschäftsführer Oliver Scholz bestätigt hat, müssen Kunden in seinen Salons weiterhin eine medizinische Mund- und Nasenbedeckung tragen. Außer sie weisen einen tagesaktuellen Schnelltest vor. Auch für die Angestellten gilt weiterhin die Maskenpflicht.

Berufsgenossenschaft rät dringend zum Masketragen

Damit gehe Scholz aber keinen Sonderweg, erklärt der Geschäftsführer. Und zwar hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) zum 4. April einen neuen „Sars-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk sowie für Beauty- und Wellnessbetriebe“ herausgegeben, in dem weiterhin eine Maskenpflicht qua Hausrecht empfohlen wird – auch wenn für körpernahe Dienstleistungen in der neusten Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg vom Sonntag, 3 April, keine Maskenpflicht mehr vorgeschrieben ist.

„Die aktuelle Corona-Pandemie ist weiterhin eine Gefahr für die Gesundheit jedes und jeder Einzelnen und betrifft auch die gesamte Arbeitswelt“, schreibt die BGW. Der Standard führt laut Berufsgenossenschaft branchenspezifisch Maßnahmen auf, die sich konkret an Haar- und Bartpflege, Kosmetik- und Nagelstudios, Fußpflegeeinrichtungen sowie Tattoo- und Piercingstudios richten.

FFP2-Maske als Arbeitsschutz

„Kundinnen und Kunden sowie weitere Personen haben im Salon oder Studio eine Bedeckung von Mund und Nase zu tragen, soweit dieses nach den jeweiligen Verordnungen der Länder vorgeschrieben ist“, so die Anordnung zum Arbeitsschutz. „Beschäftigte tragen mindestens einen Mund-Nasen-Schutz, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann und andere technische Maßnahmen wie Abtrennungen zwischen den Arbeitsplätzen nicht möglich sind“, heißt es weiter.

„Tragen Kundinnen oder Kunden bei gesichtsnahen Tätigkeiten (Abstand unter 1,5m) keine Bedeckung von Mund und Nase, müssen Beschäftigte mindestens eine FFP2-Maske oder eine gleichwertige Atemschutzmaske tragen.“

Bei den Kunden kommt die Maskenpflicht gut an

Die BGW verweist darauf, dass je nach Bundesland andere Rechtsvorschriften gelten können, verweist aber ebenfalls auf die erweiterte Empfehlung der BGW zum Tragen von Masken: „Die BGW empfiehlt zur Erhöhung des Eigenschutzes bei allen gesichtsnahen Tätigkeiten im Innenraum (Abstand unter 1,5 Meter) grundsätzlich das Tragen einer FFP2-Maske oder einer gleichwertigen Atemschutzmaske.“

Er sehe die Anweisungen der Berufsgenossenschaft als Vorschrift an, nicht als Empfehlung, sagt Oliver Scholz. Schon mit Blick auf die aktuelle Infektionslage komme es für ihn ohnehin nicht infrage, die Maskenpflicht in den Scholz-Friseursalons ganz aufzuheben. Man habe sich in den vergangenen Wochen deswegen auch mit den Kunden abgesprochen – die allermeisten von ihnen würden das Fortbestehen der Maskenpflicht begrüßen, so Scholz.

Aktueller Schnelltest befreit von Maskenpflicht

Wer seinen Friseurbesuch ohne Maske genießen möchte, hat die Möglichkeit, einen Nachweis über einen tagesaktuellen negativen Schnelltest vorzulegen. Dann darf die Maske unten bleiben – dafür muss dann aber nach der neuen Regelung der jeweilige Friseur nicht nur eine medizinische Maske, sondern zwingend eine FFP2-Maske tragen. Die Angestellten hätten diese Handhabe prinzipiell mit Verständnis aufgenommen, sagt der Scholz-Chef.

Bei den Angestellten diene die Regelung nicht nur dem Gesundheitsschutz, sondern sei auch maßgeblich, um den Betrieb in den verschiedenen Salons überhaupt aufrechterhalten zu können während der Pandemie.

Quarantäne-Fälle können Betrieb lahmlegen

Fast täglich gebe es nämlich Quarantäne-Fälle unter den Mitarbeitern, sagt Oliver Scholz. Deutschlandweit beschäftigen die Scholz-Filialen rund 180 Mitarbeiter, acht davon seien stand Mittwoch wegen Corona in Quarantäne.

Die Ansteckungen würden vornehmlich im privaten Umfeld passieren, so Oliver Scholz: „In den Salons haben wir keine Ansteckungsketten.“

In größeren Teams könnten Personalausfälle zwar ganz gut abgefangen werden. In der kleinsten Filiale in Korb, wo nur zwei Mitarbeiterinnen beschäftigt seien, heiße so ein Quarantäne-Fall dann aber, dass der Salon zwischenzeitlich schließen muss.

Personalausfälle in Friseurbranche ungünstig

Insgesamt seien Personalausfälle in ihrer Branche ungünstig: „Das Friseurgeschäft ist ein sehr persönliches Geschäft“, so der Geschäftsführer. Wenn die „eigene“ Friseurin nicht da ist, könne der Salon den Betroffenen zwar einen Termin bei einer Kollegin anbieten: „Aber die Kundinnen ziehen da nicht mit“, so Scholz aus Erfahrung.

Klar sei bei alldem aber natürlich: Die Regelungen sind nicht in Stein gemeißelt. Bei fallenden Inzidenzen werde er die Lage wohl wieder neu bewerten müssen, so der Friseurmeister. Dann werde wohl auch in den Salons der Weinstädter GmbH die Maskenpflicht früher oder später wegfallen. „Wir werden dann auch unsere Kunden informieren“, sagt Oliver Scholz.

Diese seien auch am vergangenen Sonntag per Mail über die verlängerte Maskenpflicht benachrichtig worden. Noch nie habe er davor auf eine Mail zu den Corona-Maßnahmen so viele positive Rückmeldungen bekommen.

Seit wenigen Tagen gilt in vielen Bereichen keine Maskenpflicht mehr: in den Friseursalons der Weinstädter Beauty-Kette Scholz vorerst aber schon.

Wie Geschäftsführer Oliver Scholz bestätigt hat, müssen Kunden in seinen Salons weiterhin eine medizinische Mund- und Nasenbedeckung tragen. Außer sie weisen einen tagesaktuellen Schnelltest vor. Auch für die Angestellten gilt weiterhin die Maskenpflicht.

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