Weinstadt

Schutz vor Corona in Weinstadt: Video- und Tontechnik kostet viel Geld

Haushalt
Oberbürgermeister Michael Scharmann in der Jahnhalle (Archivfoto). Die Maskenpflicht gilt weiterhin. © Gabiel Habermann

Für die Video- und Tontechnik, die es den Stadträten seit Mitte Januar ermöglicht, virtuell am Gemeinderat teilzunehmen, zahlt die Stadt Weinstadt rund 4000 Euro pro Sitzung. Sollte das Format bis in den Juli hinein aufrechterhalten werden, entstehen für dieses Jahr allein bis zur Sommerpause Kosten von rund 84 000 Euro.

2800 Euro pro Sitzung berechnet ein externer Dienstleister für die Videoübertragung inklusive Miete der Technik, Aufbau, Abbau und Kamera- und Mischpultsteuerung während der Sitzung. 1200 Euro schlagen bei einem weiteren Anbieter für die Tontechnik inklusive Miete der Tonanlage, Aufbau, Abbau und Betreuung zu Buche.

Die Möglichkeit, sich zuschalten zu lassen, minimiert das Corona-Risiko

Die Möglichkeit für Stadträte, sich per Video in die Jahnhalle zuzuschalten und so das Infektionsrisiko zu reduzieren, besteht seit Anfang 2021. Damals forderte die zweite Corona-Welle viele Todesopfer. Im Winter 2020 hatte sich Weinstadt eine Rüge des Landratsamts eingefangen, weil während einer Sitzung nicht ausreichend gelüftet worden war und der Oberbürgermeister sich als Kontaktperson eines infizierten Amtsleiters in Quarantäne begeben musste.

Die Mehrzahl der Stadträte erscheint nach wie vor persönlich in der Jahnhalle, nur circa eine Handvoll je Sitzung nutzt das Angebot. Die zugeschalteten Stadträte sind vor Ort auf einer Leinwand zu sehen. Hinzu kommen Verwaltungsmitglieder und externe Referenten, die eingeblendet werden, wenn ihnen das Wort erteilt wird. Auch Journalisten können seit März aus dem Homeoffice zusehen und -hören.

Wie lange der Gemeinderat noch in Hybridform tagt, ist abhängig vom Infektionsgeschehen und obliegt vor jeder Sitzung der Entscheidung von OB Michael Scharmann.

Für die Video- und Tontechnik, die es den Stadträten seit Mitte Januar ermöglicht, virtuell am Gemeinderat teilzunehmen, zahlt die Stadt Weinstadt rund 4000 Euro pro Sitzung. Sollte das Format bis in den Juli hinein aufrechterhalten werden, entstehen für dieses Jahr allein bis zur Sommerpause Kosten von rund 84 000 Euro.

2800 Euro pro Sitzung berechnet ein externer Dienstleister für die Videoübertragung inklusive Miete der Technik, Aufbau, Abbau und Kamera- und Mischpultsteuerung

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