Weinstadt

Stadt Weinstadt zahlt Corona-Schnelltests für Schüler im Zweifel selbst

Schule Schnelltest
Zehntklässlerin Helen und ihre Klassenkameraden an der Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule beim Corona-Selbsttest (Archivfoto). © Benjamin Büttner

Zu Beginn der Osterferien ist die Unsicherheit an den Schulen nicht nur in Weinstadt groß: Das Land Baden-Württemberg plant eine Corona-Testpflicht an den Schulen nach den Osterferien (ab 12. April). Doch wer darf wen wie testen und mit welchem Kit? Wer zahlt dafür? Im Zweifel die Stadt Weinstadt, wie die Verwaltung jetzt in einer Pressemitteilung verkündet hat.

Ein Apotheker aus Endersbach hat ein eigenes Testsystem aufgebaut

In Weinstadt hat bereits Wochen vor den Osterferien Tobias Grübel von der Spiess’schen Apotheke in Windeseile ein eigenes Testsystem mit eigenen Mitarbeitern für die Weinstädter Schulen erfolgreich aufgebaut. „Dieses System funktioniert sehr gut und wir sind froh über die Eigeninitiative von Tobias Grübel“, wird Oberbürgermeister Michael Scharmann in der Pressemitteilung zitiert.

Verwundert habe sich das Stadtoberhaupt über die jüngsten Entwicklungen gezeigt. Denn nun gibt es kurzfristige Änderungen: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hatte kürzlich mitgeteilt, dass der Bund für die Schultestungen nicht mehr aufkommen wird. Das Land Baden-Württemberg wird zwar die Tests nach den Ferien wohl finanzieren und liefern. Doch im Moment sind viele Details unklar. „Die Schulen hängen in der Luft“, so Scharmann.

Notfallplan der Stadt für die erste Schulwoche

In dieser Situation sorge die Stadt Weinstadt nun für Sicherheit für die erste Schulwoche nach den Osterferien: OB Scharmann hat entschieden, notfalls das eingeführte System der Testung durch die Spiess’sche Apotheke weiter aufrecht zu halten und auch in der ersten Schulwoche zu finanzieren.

„So können wir sicher sein, dass die Weinstädter Schülerinnen und Schüler getestet werden und parallel die gegebenenfalls notwendigen Unterweisungen für künftige Tests erfolgen können“, wird Scharmann in der Pressemitteilung zitiert. Und weiter: „Das ist unser Beitrag im Kampf gegen die Pandemie, damit es nach den Ferien nahtlos mit den Tests weitergehen kann.“