Weinstadt

Stromfresser Waschmaschine und Co.: Weinstadt gibt Tipps zum sparsamen Gebrauch

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Auch beim Waschen hat man Einfluss auf den Energieverbrauch. © Habermann

Krieg, Klimakrise und steigende Kosten: Weil das Energiesparen aktuell immer mehr in den Fokus rückt und sich die Stadt Weinstadt als Kommune außerdem verpflichtet hat, bis 2035 klimaneutral zu werden, veröffentlicht Klimaschutzmanager Friedrich Huster seit einigen Wochen regelmäßig Energiespartipps, die die Weinstädter einfach im Alltag umsetzen und damit tatsächlich Geld sparen können sollen.

Im vorigen Teil des „Friedrich-Huster-Sofortprogramms“ ging es um heimliche Stromverbraucher im Haushalt und darum, diese ausfindig zu machen. Im dritten Teil gibt der Klimamanager nun Tipps, wie man der Verbrauch eben dieser „Stromfresser“ zumindest vermindern kann.

 Die wichtigsten Geräte verbrauchen auch den meisten Strom

Ganz einfach ist das nämlich nicht: Denn die größten Haushaltsgeräte sind laut Friedrich Huster meistens auch gleichzeitig die größten Stromverbraucher: Kühlschrank, Tiefkühltruhe, Waschmaschine, Herd, Trockner, Geschirrspüler und Co. Sie sind meist täglich im Einsatz und verbrauchen neben der (hoffentlich bereits auf LED umgestellten) Beleuchtung den meisten Strom.

„Es gibt zwei Möglichkeiten, hier ganz entscheidend zu sparen“, so Friedrich Huster. Die erste Möglichkeit sei der Austausch des Altgerätes durch ein besonders energieeffizientes Gerät. „Die zweite Möglichkeit sind Verhaltensänderungen, durch die ebenfalls große Einsparungen möglich sind.“ Der Gerätetausch lohne sich besonders, wenn das Altgerät schon einige Jahre auf dem Buckel hat. „Dann ist häufig auch der Stromverbrauch sehr hoch und Sie können locker 100 Euro oder deutlich mehr pro Monat an Stromkosten sparen“, so der Klimaschutzmanager.

Kühlschränke und Tiefkühltruhe abtauen

Ein neuer Kühlschrank verbrauche nämlich in der Regel dreimal weniger Strom als der alte. Beim Neukauf der Geräte solle man auf die Energieeffizienz-Label achten: „Diese wurden im letzten Jahr grundlegend überarbeitet, so dass häufig die Effizienzklasse A noch gar nicht oder nur sehr überschaubar am Markt verfügbar ist.“ Von daher sei es nicht weiter schlimm, wenn hier je nach Gerätekategorie auch zu B oder C gegriffen werde. Einen guten Überblick über sparsame Geräte liefere das Faltblatt „Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2022“, das auf der Seite www.baden-wuerttemberg.de zum Download bereitsteht.

Für wen die Anschaffung eines neuen Elektrogeräts nicht infrage kommt, der habe trotzdem eine Reihe von Möglichkeiten, die Stromkosten zu reduzieren: „Enteisen Sie Ihren Kühlschrank und Ihre Tiefkühltruhe. Bereits eine fünf Millimeter dicke Eisschicht lässt den Stromverbrauch um 30 Prozent steigen“, so Huster. Auch könne man beim Kühlschrank die Temperatur etwas höher einstellen. „Bei acht Grad Celsius bleiben Lebensmittel frisch und das bei akzeptablem Stromverbrauch.“

Wäsche lieber etwas kälter waschen

Auch Waschmaschinen gehören zu den großen Stromverbrauchern im Haushalt. „Waschen Sie Wäsche so häufig es geht im Bereich der niedrigeren Temperaturen“, empfiehlt der Klimamanager daher. Moderne Maschinen und gute Waschmittel seien in der Lage, normal verschmutzte Wäsche auch bei 30 oder 40 Grad sauber zu bekommen. „Denken Sie daran: Für zehn Grad mehr benötigt eine Waschmaschine bereits doppelt so viel Strom, da der Hauptaufwand das Erhitzen des Wassers ist." Außerdem sei es wichtig, die Spülmaschine, Waschmaschine und den Wäschetrockner immer voll zu beladen, bevor man das Gerät laufenlässt. So könne die Anzahl der Waschgänge im Optimalfall deutlich verringert werden - und damit auch der Stromverbrauch.

Auch alte Elektroherde verbrauchen laut Friedrich Huster sehr viel Strom: „Nutzen Sie zum Kochen von Teewasser besser den Wasserkocher und kochen Sie immer mit Deckel auf dem Topf“, rät er. „Passen Sie Ihre Topfgröße immer der Menge an Lebensmitteln an. Und nutzen Sie die Nachwärme.“

Vorsicht auch bei geschenkten Geräten

Bei allen Geräten, die im Haushalt betrieben werden, lohne es sich, genau hinzusehen. „Überlegen Sie sich, ob es die alte Tiefkühltruhe im Keller wirklich braucht, ober ob das Gefrierfach im Kühlschrank nicht ausreicht.“ Auch ein geschenktes Gerät von Oma und Co. bedeute nicht automatisch eine Ersparnis: „Eine große, alte Gefriertruhe - zum Beispiel mit kaputtem Thermostat - kann heimlich, still und leise 1000, manchmal sogar 2000 Kilowattstunden Strom im Jahr verbrauchen - ohne, dass Sie es ahnen, haben Sie Zusatzkosten von monatlich 80 Euro.“

Krieg, Klimakrise und steigende Kosten: Weil das Energiesparen aktuell immer mehr in den Fokus rückt und sich die Stadt Weinstadt als Kommune außerdem verpflichtet hat, bis 2035 klimaneutral zu werden, veröffentlicht Klimaschutzmanager Friedrich Huster seit einigen Wochen regelmäßig Energiespartipps, die die Weinstädter einfach im Alltag umsetzen und damit tatsächlich Geld sparen können sollen.

Im vorigen Teil des „Friedrich-Huster-Sofortprogramms“ ging es um heimliche

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